Ich bin Nummer 4 - Virtual DVD Magazine – Buch-Reviews
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    Ich bin Nummer 4

    Ich bin Nummer 4

    Genre:
    Science-Fiction
    Autor:
    Pittacus Lore
    Seiten:
    352
    Verpackung:
    Broschur
    Kaufstart:
    28. Februar 2011
    Verlag:
    Aufbau Verlag
    ISBN:
    978-3-351-04128-1



    Einst wurde ein paradiesischer wunderschöner Planet in einem qualvollen Krieg zerstört. Doch neun Kindern dieser fremden Spezies gelang die Flucht, sodass sie seither ein normales Leben auf der Erde führen. Dabei sehen sie genauso aus und verhalten sich, wie wir – doch ein besonderes Erbe macht sie zu übermächtigen Mitbewohnern. Stets leben sie im Verborgenen und versuchen ihre Kräfte zu verstecken, bis sie irgendwann einmal ihren alten Planeten erneut bewohnen können. Doch bis dahin müssen sie sich auf einen grausamen Kampf gegen ihren Erzfeind, die Mogadori vorbereiten. Ihr einziger Schutz: Ein spezieller Zauber, der dafür sorgt, dass sie nur in einer bestimmten Reihenfolge getötet werden können. Drei wurden auf diese Art und Weise bereits ermordet – John Smith ist Nummer Vier…

    Kritik:
    Vor etwa drei Monaten durften wir die Hollywood-Verfilmung dieses Science-Fiction-Actionspektakels im Kino bewundern und dabei zusehen, wie Alex Pettyfer als „Nummer Vier“ über die Leinwand flimmerte. Bevor wir uns jedoch im August an die Heimkinoveröffentlichung des Filmes wagen, haben wir einmal die Buchvorlage unter die Lupe genommen. Damit haben wir auch gleich eine Premiere, denn „Ich bin Nummer 4“ ist der erste Titel, bei dem wir das Buch bereits vor der Sichtung des Filmes rezensieren. Doch umso besser, denn so ist eine unbeeinflusste Beurteilung problemlos möglich.

    Wir sind unter euch
    Bei der Story des Buches mag der altbekannte und von einem gewissen Radiosender gerne verwendete Slogan „Wir sind unter euch“ wohl perfekt passen. „Ich bin Nummer 4“ handelt nämlich schlicht und einfach von einem von neun Aliens, das in menschlicher Gestalt auf der Erde lebt und sich auf den Kampf gegen die Mogadori, einer fremden Alienrasse, vorbereitet. Dabei kommt natürlich die typische Sci-Fi-Sozialkritik auf, in der sowohl das Militär mit seinem erbarmungslosen Vorgehen, als auch die Ausbeutung eines Planeten kritisiert werden. Doch dieses Mal sind es nicht die Menschen, die unter Kritik stehen, sondern die bereits erwähnten Mogadori. An dieser Stelle wird selbstverständlich die Fantasie des Lesers enorm angeregt, sodass es faszinierende Ausmaße in unseren Gedanken annehmen kann, wenn wir uns den fremden und schönen Planeten Lorien ebenso vorstellen, wie die fremden Aliens und die spektakulären Erbfähigkeiten der Hauptfigur. Da bekommt man als Leser einen ganz besonderen Vorgeschmack auf den Film und bedauert es regelrecht, keine optischen Bilder zu sehen zu bekommen. Doch wer weiß, ob unsere Fantasie am Ende überhaupt den audiovisuellen Bildern entspricht, zumal die Buchvorlage sicherlich eine detailliertere Charakterzeichnung mitliefern dürfte.

    Der geheime Superheld
    Davon abgesehen wurde der Roman „Ich bin Nummer 4“ allerdings irgendwie „filmtypisch“ verfasst. Viele der Charaktere entsprechen in etwa denjenigen, die wir aus Hollywood-Produktionen bereits bestens kennen. Angefangen vom draufgängerischen Football-Star der Schule, der es auf die Angebetete der Hauptfigur abgesehen hat, über den typischen Nerd mit seinen Science-Fiction-Heften, bis hin zum heimlichen Superhelden, der seine Kräfte niemandem zeigen darf, bekommen wir dabei so ziemlich jeden Klischee-Stereotypen geboten, den eine Geschichte nur haben kann. Das mag zwar für die Charakterzeichnungen nicht perfekt sein, doch einen Vorteil hat es allemal: Wir können uns sehr schnell und problemlos in die Figuren hineinversetzen und bekommen sofort ein perfektes Bild von der räumlichen Umgebung. Dies unterstützt natürlich den ansonsten sowieso sehr flüssigen Schreibstil, sodass wir uns schnell in die Geschichte hineinversetzen können und mitgerissen werden. Dass „Ich bin Nummer 4“ außerdem meist in der Ich-Perspektive geschrieben wurde und die Geschichte der Hauptfigur John alias „Nummer 4“ erzählt wird, macht es dem Leser natürlich umso einfacher und lässt das Buch zu einem waschechten Unterhaltungs-Roman werden.

    Fazit:
    Gelungene Filmvorlage, die mit ihrem flüssigen Schreibstil in der Ich-Perspektive punkten kann und uns mit seiner mitreißenden und spannenden Science-Fiction-Story einen hervorragenden Vorgeschmack auf den Film bietet.