Die einen feiern Weihnachten, die anderen lieber das Julfest und die Wintersonnenwende. Dazu auch noch Pagan Metal zu hören, der von nordischer Mythologie, Wikingern und heidnischen Ritualen handelt, ist fast schon naheliegend. Während sich aber selbst die Heiden an den Feiertagen noch mit ihren Familien treffen können, wartet der große Festivalspaß bereits im Februar auf Fans der nicht ganz so christlichen Gitarrenmusik. Dabei kommen auch Metal-Fans aus NRW voll auf ihre Kosten: Am 6. Februar 2026 findet nämlich das Heidenfest 2026 in der Turbinenhalle Oberhausen statt.
Als Headliner ist es dem Festival sogar bereits gelungen, einen echten Schamanen anzukündigen: Sänger Jonne Järvelä ist mit seiner finnischen Band Korpiklaani für ganz besonderen Folk-Metal bekannt. Während sich die Texte der Mythologie widmen, wird die Musik auch vom finnischen Foxtrott Humpaa beeinfluss (mehr)
Nicht alle Festivals müssen riesengroß sein und auf einem Acker stattfinden. Manchmal reichen auch vier kleine Bands in einer Indoor-Location, um zumindest ein Mini-Festival zu füllen. Genau das gab es am 28. November 2025 im Kulttempel Oberhausen, der zu den wichtigsten Locations der schwarzen Szene gehört: Das Epicentre Festival des gleichnamigen Veranstalters Epicentre Booking versprach "a night of finest synthpop, futurepop & electro". Da war der Name dann natürlich auch Programm, selbst bei den kleineren Acts, die den Abend beginnen durften.
Die beiden Damen am linken und rechten Rand der Bühne, die die Flaggen der Band Accessory schwenken durften, kündigten es bereits an: Trotz des eher softeren Synthpop sollten Accessory aus Chemnitz mit treibenden Beats punkten. Von den größeren Festivals der schwarz-elektronischen Musik sind sie bereits bekannt, insbesondere durch H (mehr)
Seinen Geburtstag ausgerechnet nach elf Jahren zu feiern, statt nach zehn, ist zwar etwas ungewöhnlich und "unrund", Grund zum Feiern war das aber trotzdem: Als Veranstalterin Isabelle Jenneßen vor 11 Jahren das Kultube unweit der Mönchengladbacher Altstadt gründete und dort dann auch etwa einmal im Quartal die Schwarze Nacht veranstaltete, hatte sie etwas gewagt, das es in dieser Stadt so noch nicht gab. Die Schwarze Szene der Region war es gewohnt, in das Ruhrgebiet zu fahren, um zu feiern und Konzerte zu besuchen. Ob das Kultube von der Szene angenommen würde und noch dazu in einer Stadt mit eher finanzschwacher Bevölkerung funktionieren würde, konnte niemand so recht sagen. Während in der Zwischenzeit selbst etablierte Metal-Kneipen wie das Krümel ihre Tore schlossen, war die Schwarze Nacht ein mutiges Experiment. Eines, das sich gelohnt hat: Heute feiert die Schwarze Nacht (mehr)
Die farbig beleuchteten Fenster sorgen für eine romantische Stimmung, die wenigen hundert Sitzplätze lassen das Publikum teilhaben wie bei einem Wohnzimmerkonzert: Der frisch renovierte Rittersaal der Schloss Burg in Solingen ist bereit für aufregende Veranstaltungen. Und diese Gelegenheit lässt sich das hübsch beleuchtete Schloss schon in diesem Winter nicht nehmen: Bereits vor Weihnachten begeisterten am 21. und 22. Dezember 2025 zwei außergewöhnliche Konzerte die Besucher des Schlosses. Acht Mönche, bereits seit Jahrzehnten auch aus der Werbung bekannt, lassen Mittelalter auf Moderne treffen und beweisen, dass gregorianische Kirchenmusik alles andere als langweilig sein muss.
Sie präsentieren Konzerte für die gemütlichen Romantiker, die nicht immer Action auf der Bühne brauchen. Das Licht wird gedimmt, so möchte es die Band, die zum ersten Song mit Kerzen auf die Büh (mehr)
Wenn Suzi Quatro davon berichtet, dass sie als junges Mädchen einst noch Elvis Presley live auf der Bühne gesehen hat, mag das für die jüngere Generation etwas merkwürdig klingen. Immerhin weilte der legendäre Musiker schon nicht mehr unter uns, als die Millenials überhaupt geboren wurden. Manche Musiker haben aber eine so lange Bühnengeschichte hinter sich, dass sie die 70er Jahre bereits aktiv erlebt haben. Für die "Queen of Rock" Suzi Quatro war das ihre Glanzzeit. Hits wie "Stumblin In" oder "Can the Can" verhalfen ihr in den 70ern zum Durchbruch. Im Ruhrcongress Bochum stand sie am 21. November 2025 mit ganzen 75 Jahren auf der Bühne. Klar: So jung wie auf dem Bild, das die Leinwand hinter ihr schmückte, sieht sie nicht mehr aus. Flink ist sie aber allemal: In ihrem schwarzen Ganzkörper-Lederoutfit, das sie in der zweiten Hälfte des Konzerts trägt, stellt sie schnell f (mehr)
Irish Folk gehört doch eigentlich in den Pub. In die kleinen Locations, in denen die Zuschauer ganz nah bei der Band sein können, um mitzufeiern und mitzusingen. In die kleine Runde am Lagerfeuer, bei der Akustik-Gitarre und Gesang für einen gemütlichen Abend sorgt. Manche Bands sind aber selbst in diesem Genre inzwischen eigentlich zu groß, um noch solch kleine Konzerte zu spielen. Dass die Sehnsucht nach dem traditionellen, alten Format bei Musikern trotzdem aufkommt, ist da wenig verwunderlich. Die Speedfolk-Band Fiddler's Green, die den typischen Irish Folk ein bisschen flotter spielt, macht deswegen im Frühjahr gern eine ganz besondere Tour. Beim Acoustic Pub Crawl kommen sie dabei zurück in die kleinen Konzert-Locations, in denen diese kleine Runde zumindest ein bisschen wieder zustande kommt.
Sänger Albi mit Akustikgitarre bei einem Konzert von "Fiddler's Green" (Foto: R (mehr)
Seit 30 Jahren bereits stehen sie auf der Bühne: Knorkator, die selbsternannte "meiste Band der Welt" - was auch immer das bedeuten mag. Tatsächlich sind es eigentlich schon 31 Jahre, denn die Metal-Band aus Berlin existiert bereits seit 1994. Aber egal, denn laut Band sind "das alles Fake-News, um uns unsere Jubiläums-Tour im Jahr 2025 madig zu machen! Um uns bloßzustellen als Deppen, die nicht mal bis 30 zählen können." Und damit wird auch den meisten schnell klar, was sie bei einem Konzert von Knorkator zu erwarten hat: Eine Band, die sich selbst nicht immer allzu ernst nimmt. Das wird auch bei dem manchmal etwas absurd anmutenden Bühnenbild immer mal wieder deutlich.
So kommt es also vor, dass das Publikum mit einer riesigen Schaumstoffkeule geschlagen wird oder eine Kiste voller Toastbrot ins Publikum geworfen wird. Konfetti kann ja jeder, denkt sich wohl Knorkator. Dazu (mehr)
Wer seine Kindheit in Mönchengladbach verbracht hat, der weiß: Für die schwarze Szene gibt es dort nur vergleichsweise wenig Veranstaltungen. Ins Ruhrgebiet zu fahren, gehört für die meisten Goths vom Niederrhein zur gewohnten Wochenend-Beschäftigung. Eine kleine alternative Discothek mit Platz für etwa 100 Besucher setzt jedoch seit einigen Jahren einen Gegentrend: Das Kultube ist längst zu einem festen Szene-Treffpunkt geworden und lockt neben der "Metalmania" auch mit der "schwarzen Nacht" das schwarz-alternative Publikum in die Altstadt. Inzwischen ist die Location ganze 11 Jahre alt geworden und möchte das natürlich mit einer besonderen Geburtstagsparty feiern.
Dabei wird der Geburtstag eigentlich sogar ein bisschen getrübt: Seit einem Feuerwehreinsatz gibt es im Kultube einen Wasserschaden, die Location muss deshalb aufwändig saniert werden und bleibt bis dahin gesc (mehr)
Ein Festival muss nicht immer eine Großveranstaltung mit zehntausenden Besuchern auf einem Acker sein. Kleinere Events mit nur wenigen ausgewählten und außergewöhnlichen Bands gehören eindeutig auch dazu. Das regelmäßig im Kulttempel Oberhausen stattfindende Cold Temple Festival gehört eindeutig dazu. In jeder Ausgabe sorgen vier besondere kuratierte Bands für einen kleinen Blick über den Tellerrand und heben die kleineren Bands der schwarzen Szene ein bisschen mehr in den Fokus. Am 1. November 2025, gleich nachdem das Feiertags-Tanzverbot aufgehoben wurde, widmete sich Volume 3 dem internationalen Synthpop und Dark-Wave. Kleine Bands, allesamt aus nur zwei Musikern bestehend, präsentierten ihre ganz eigenen Interpretationen der eher soft-düsteren elektronischen Musik.
HUIR aus Spanien machen den Auftakt
Wie international das Cold Temple Festival dabei aufgestellt ist, (mehr)
Rund um die Jahrtausendwende war die Erfolgswelle der Numetal-Strömung. Bands wie Linkin Park, Limp Bizkit oder Papa Roach erlebten seit Anfang der 90er ihren großen Boom. Auch ein deutscher Vertreter machte in den 90ern auf sich aufmerksam: H-Blockx schafften es mit den Hits aus ihrem Debütalbum "Time to Move" sogar ins Programm der Musiksender Viva und MTV, die zu jener Zeit noch Trendsetter waren. Selbst im Jahre 2000 prägten sie sich dann mit dem Johnny Cash-Cover "Ring of Fire" in die Gedächtnisse der Rock- und Metalfans. Mehr als 30 Jahre sind seit dem Debütalbum vergangen, größtenteils wurde es etwas ruhig um die Band um Sänger Henning Wehland. Das letzte Album ist inzwischen sogar schon 14 Jahre her.
Im März 2026 kommt nun überraschend Nachschub: Mit "Filling the Blank" sind nicht nur neue Songs am Start, sondern auch nach langer Zeit endlich ein neues Album. "Die (mehr)