Review
| Minions & Monster |
| Land/Jahr: USA 2026 |
| Genre: Animation |
| Regie: Pierre Coffin |
| Darsteller: - |
| FSK: ab 6 Jahren |
| Dauer: 90 Minuten |
| Kinostart: 1. Juli 2026 |
| Label: Universal Pictures |
Der Minion-Stamm von James und Henry weiß mit seiner freien Zeit offenbar wenig anzufangen. Vehement sind sie auf der Suche nach einem neuen Superschurken, dem sie sich unterordnen und dem sie dienen können – denn nur angeführt von einem Bösewicht empfinden sie eine innere Zufriedenheit. Die Suche verläuft allerdings ganz und gar nicht so einfach: Die meisten Schurken bringen sie durch Missgeschicke schlichtweg um. Als sie dann jedoch bei einem Zugüberfall auf einen Räuber stoßen, ändert sich alles: Die Ereignise stellen sich nämlich als Filmset heraus und plötzlich landen sie mitten in Hollywood. Während die meisten Minions es dort auf Alien-Roboter Dort abgesehen haben, entdeckt James sein wahres Talent: Er findet heraus, dass er auch ein Leben ohne Superschurke führen kann und möchte einen Horrorfilm mit Monstern drehen. Dumm nur, dass dabei auch echte Monster notwendig sind, die er kurzerhand heraufbeschwören möchte…
Kritik:
Obwohl die gelben süßen Minions zu echten Kultfiguren geworden sind, haben es die eigenen Filme noch ziemlich schwer. Der Humor und die Story funktionierte bei den bisherigen „Minions“-Filmen einfach nicht ganz so gut, wie an der Seite von Bösewicht Gru. Ob sich das gemeinsam mit den Monstern nun ändern wird?
Minions wieder ohne Gru
Da kommt es tatsächlich doch recht gut, dass Regisseur Pierre Coffin das Konzept des Films ein wenig überarbeitet. Schon die Idee, einen völlig anderen Minions-Stamm antreten zu lassen als jener, der sonst an der Seite von Gru die Welt unsicher macht, stellt sich als durchaus vorteilhafte Handlungsentscheidung heraus. Ebenso zeigte sich bei den vorherigen Filmen, dass die Minions ohne Anführer einige Charaktere brauchen, die etwas hervorstechen. Genau hier setzt „Minions & Monster“ mit den beiden Minions James und Henry an, die sich charakterlich deutlich hervorheben und Interessen abseits ihres Stammes verfolgen. Für das Publikum bietet sich damit erstmals eine echte Identifikationsfigur, die bei „Minions & Monster“ für einen besseren roten Faden sorgt.
Ein Fest für Filmnerds
Gleichzeitig sorgt vor allem James dafür, dass der Film zu einem echten Fest für Filmnerds wird, denn es reihen sich zahlreiche Easter Eggs aus Filmklassikern aneinander. Denn erst einmal in Hollywood angekommen, ist „Minions & Monster“ auch eine ziemlich unterhaltsame Hommage an die Zeit des Stummfilms und große Klassiker der Filmgeschichte. Beim Versuch die alten Klassiker nachzudrehen, gibt es doch reichlich Anspielungen an Filmklassiker, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Besonders spaßig ist dabei die Hommage an klassische und etwas trashige Science-Fiction-Filme, die mit Alien-Roboter Dort in größerem Maße aufkommt. Man muss an der Stelle sagen: Je mehr Referenzen der Zuschauer erkennt, desto spaßiger wird „Minions & Monster“ – auch wenn der Streifen grundsätzlich auch funktioniert, wenn man kein Filmnerd ist.
Gar nicht so viele Monster
Etwas enttäuschend könnte für das Publikum hingegen sein, dass das Auftauchen von Monstern und ihre Anzahl dann doch etwas auf sich warten lässt. Letztendlich wird „Minions & Monster“ dann doch kein Film, dessen Monster-Aufgebot etwa an „Monsters vs. Aliens“ heranreicht, obwohl die Titelähnlichkeit derartiges vermuten ließe. Tatsächlich bekommt der Zuschauer hier gar nur drei wirkliche Monster geboten. Immerhin kann der Film dann beim Creature Design doch überzeugen und an der Stelle zumindest optisch zufriedenstellen und auch beim sympathisch-niedlichen Charakter der Monster schnell punkten. Unter dem Strich wirkt der Titel allerdings irreführend, wäre „Minions & Hollywood“ wohl insgesamt passender. Fans der Minions bekommen damit schlussendlich die humorvolle leichte Kost, die sie von einem Minions-Film wohl auch erwarten dürften.
Fazit:
Der neueste „Minions“-Film führt den Zuschauer ein wenig in die Irre: Statt ein hohes Monsteraufgebot zu erhalten, entführt „Minions & Monster“ das Publikum eher nach Hollywood und liefert dabei ein Nerdfest voller Easter Eggs und Referenzen an alte Filmklassiker. Das ist aber auf seine eigene Weise durchaus auch unterhaltsam.