• Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Jeepers Creepers: Reborn

    Jeepers Creepers: Reborn

    Land/Jahr:
    USA 2022
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Timo Vuorensola
    Darsteller:
    Sydney Craven
    Imran Adams
    Jarreau Benjamin
    Gabriel Freilich
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    88 Minuten
    Kinostart:
    15. September 2022
    Label:
    Splendid Film

    Für Verschwörungstheorien und gruselige Horror-Legenden kann sich Chase schon seit vielen Jahren begeistern. So auch für die eindrucksvolle Sage um den „Creeper“, der alle 23 Jahre zurückkehrt, um für 23 Tage auf die Jagd nach neuen Opfern zu gehen. Deswegen fährt er gemeinsam mit seiner Freundin Laine zum Horror Hound Festival, auf dem sich hunderte Nerds und Cosplayer treffen, die sich ebenso sehr für Horror begeistern können. Dass das Event allerdings ausgerechnet in den Jagdzyklus des „Creepers“ fällt und dieser tatsächlich damit beginnt, die Convention-Besucher zu ermorden – damit haben Chase und Laine jedoch nicht gerechnet…

    Kritik:
    Als im Jahre 2001 der erste Teil der „Jeepers Creepers“-Reihe in die Kinos kam, ahnten die Macher wohl noch gar nicht, welches Franchise sie hier geschaffen haben: Die Legende um den unheimlichen, mordenden Creeper, der mit seinem gruseligen Truck auf die Jagd nach menschlichen Opfern geht, wurde schnell zum Kult unter Horrorfans. Dass es da auch gleich mehrere Fortsetzungen geben sollte, verwundert wenig. Inzwischen sehen wir den vierten Teil „Reborn“ in den deutschen Kinos.

    Wiederbelebung einer Legende
    Es war einst die bedrohliche Atmosphäre in Kombination mit dem legendären „Jeepers Creepers“-Soundtrack auf dem Grammophon, die so einzigartig war, dass sich das Setting des ersten Teils bis heute einprägt. Angsteinflößend und bedrohlich wirkte da noch der Creeper in seinem gruselig-verrosteten Truck, der die Gefahr geradezu ausstrahlte. Das wichtigste Element des Films: Die Verborgenheit. Spannung erzeugte „Jeepers Creepers“ einst damit, dass wir um die Herkunft und Identität des Killers möglichst wenig wussten. Mit schwarzer Kleidung und einem kaum sichtbaren Gesicht wurde gespielt, um eine beängstigende Stimmung zu erzeugen. So entstand schließlich einer der besten und beliebtesten Horrorfilme der 00er Jahre. Doch bereits die erste Fortsetzung im Jahre 2003 konnte die Qualität nicht halten, war nur noch ein guter Durchschnitts-Horrorfilm.

    Das atmosphärische Desaster
    Nach über zwanzig Jahren scheinen die Macher von „Jeepers Creepers: Reborn“ allerdings so ziemlich alles verlernt zu haben, was den ersten Teil noch ausmachte. Der vierte Teil ist nicht nur ein einfallsloser Teenie-Horrorfilm über ein junges Pärchen geworden, das sich mitten in der Wildnis abschlachten darf. Vor allem scheitert der neueste „Jeepers Creepers“-Film daran, die bedrohliche Atmosphäre von damals auch nur ansatzweise wieder aufzubauen. Die Verborgenheit, das dunkle Unbekannte, fehlt hier komplett und bereits beim ersten Blick auf den „Creeper“ wird die Identität des Killers geradezu offenbart. Eine Kreatur, dessen Gesicht wir jedoch bereits in der ersten Szene sehen, wirkt einfach nicht mehr angsteinflößend. Und wenn dann selbst die Soundkulisse mit dem legendären Soundtrack nicht mehr so richtig funktioniert, weil „Jeepers Creepers: Reborn“ das Erzeugen von Stimmung durch Sound einfach generell nicht beherrscht, scheitert der Streifen selbst an einem der wichtigsten Elemente, die ein Horrorfilm schlussendlich braucht.

    Greenscreen aus der Hölle
    Noch problematischer wird das dann, wenn „Jeepers Creepers: Reborn“ praktisch in jeder weiteren Disziplin scheitert, die sich ihm anbietet. Das betrifft dann auch die Effekte, deren eher minderwertige CGI-Animationen auf den ersten Blick als solches erkennbar sind – was für die Atmosphäre nicht minder problematisch ist. Irritierend unterdessen auch der ständige Mix aus realen Aufnahmen und Greenscreen-Bildern, die die Immersion des Films regelmäßig zerstören. Insgesamt wirkt der vierte „Jeepers Creepers“ so billig produziert, dass die Greenscreen-Szenen ebenfalls stets als solche erkennbar sind, weil sich Schauspieler und Fahrzeuge einfach nicht richtig in den Hintergrund einfügen. Was bleibt sind immerhin die beiden Hauptdarsteller Sydney Craven und Imran Adams, die in ihrer Darstellung zumindest eine Grundsympathie ausstrahlen. Retten können sie den sowohl technisch, als auch inhaltlich wenig überzeugenden Film aber leider auch nicht.

    Fazit:
    Nach über zwanzig Jahren wird das Kult-Franchise „Jeepers Creepers“ noch ein viertes Mal fortgesetzt. Warum es „Reborn“ jedoch auf die Kinoleinwand geschafft hat, löst dabei lediglich Verwunderung aus: Der vierte Teil kann die Bedrohlichkeit und Atmosphäre des einstigen Kultfilms kaum mehr einfangen und auch an den Effekten scheitert das Werk von Timo Vuorensola fatal.