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    Siebter Doktor: Volume 3

    Siebter Doktor: Volume 3


    Land/Jahr:
    GB 1989
    Genre:
    Serie / Sci-Fi
    Regie:
    Michael Kerrigan
    Alan Wareing
    Nicholas Mallett
    Darsteller:
    Sylvester McCoy
    Sophie Aldred
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    350 Minuten
    Kaufstart:
    24. April 2015
    Label:
    Pandastorm

    Auf den Doktor warten große Herausforderungen, wenn er einmal mehr damit beschäftigt ist, die Menschheit vor schlimmen Ereignissen und bösartigen Außerirdischen zu beschützen. Gemeinsam mit Ace dauert es dabei auch gar nicht lange, bis das sagenumwobene Schwert von Excalibur für mysteriöse Momente sorgen könnte. Aus einer fremden Dimension vorgedrungen, setzen die Widersacher des legendären König Arthur alles daran, an die Macht des Schwertes zu gelangen. Doch kaum gelingt es ihm, diese Situation zu meistern, wartet auch schon ein gruseliges Haus voller Neandertaler, vampirähnliche Kreaturen aus einem See und der große Showdown gegen den Erzfeind, den Master auf den Doktor und seine Begleiterin…

    Kritik:
    Bevor im Jahre 2005 die Neuauflage von „Doctor Who“ mit Christopher Eccleston an den Start ging, war es für viele Jahre ruhig um die britische Kultserie, die mittlerweile in die Fernsehgeschichte eingegangen ist. Ende 1989 bekamen wir die zunächst letzten Episoden mit Sylvester McCoy zu sehen, ohne dass den Darstellern zu diesem Zeitpunkt das drohende Ende bewusst war. Ein Grund, die spannenden Classic Episoden umso mehr zu genießen.

    Handlungsböden mit Trash
    Auch hier war es noch immer üblich, anstelle von langen abgeschlossenen Episoden eher Handlungsbögen mit drei oder vier Folgen zu drehen. Eine Geschichte, die heute meist 45 Minuten umfasst, war zur damaligen Zeit also eher drei bis vier Mal ganze 25 Minuten lang. Die Gesamtlaufzeit der sechsundzwanzigsten und letzten Classic Doctor Who Staffel ist damit natürlich ziemlich kurz und trotzdem bekommen wir ganze vier interessante Folgen zu bieten. Anders als jedoch die zwei Boxen zuvor, sind die Episoden von „Doctor Who“ in diesem Fall deutlich einfacher gestaltet. Das bemerken wir vor allem schnell an den Geschichten, den Kulissen und auch der technischen Aufmachung. Meist mit eher natürlichen Kulissen in der Wildnis oder in Häusern überragen die Effekte nicht gerade. Dass dabei auch noch „trashig“ anmutende Ritter aus einer anderen Dimension aufeinander losgehen, hat dabei schon fast amateurhafte Stilmittel. Eines muss man der Staffel allerdings lassen: Sie bietet einen interessanten Einblick in den Vorgänger des heutigen Erzfeindes.

    Die Rückkehr des Masters
    Immerhin ist der berühmte Master auch in den neueren Staffeln noch immer ein Thema. Nachdem er als Gegenspieler für David Tennant und Matt Smith noch in männlicher Form auftrat, bekommt es sogar Peter Capaldi in der aktuellsten Staffel mit einem gänzlich ungewöhnlichen Erscheinungsbild dieses Charakters zu tun. In „Volume 3“ des siebten Doktors können wir nun einen Einblick darauf gewinnen, wie diese Figur noch in den 80igern erscheinen mochte. Leicht klischeehaft kostümiert und eher einem Vampir ähnelnd, kommt eine ganz eigene Atmosphäre auf, die noch nicht mit der heutigen Schnelligkeit und Effekthascherei daher kommt. Außerdem gibt es in der letzten Folge der Staffel sogar gleichzeitig ein zweites Widersehen: Auch die heute als „Catkind“ bekannten Gepardmenschen tauchen auf – und das ganz schön flauschig, verwendet man schließlich noch richtige Plüschkostüme.

    Klassische Kostüme
    Apropos Kostüme: Die gehören unterdessen zu den eigentlichen Highlights von Classic Doctor Who. Man hat hierbei komplett auf Computereffekte verzichtet und stellt Aliens, Monster und Gegner noch auf die ganz klassische traditionelle Art dar. Mit großem Aufwand werden da die Uniformen des Militärs, das Fell der Gepardenmenschen und die fischartigen Masken der Seemonster geschaffen, die Cosplayer geradezu dazu einladen dürften, diese Kostüme nachzumachen und bei der nächsten Convention zu tragen. Da merkt man immerhin noch die liebevolle Handarbeit, welche die Macher in diese Serie steckten. Leider kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass mangelnde Effekte auch negative Folgen haben können. Etwa die schlechte Choreographie bei den Kampfszenen, die teilweise geradezu lächerlich unrealistisch erscheinen. Damit wirkt die 26. Staffel von Classic Doctor Who manchmal eher wie eine Low-Budget-Serie aus den 60igern – nicht wirklich, als käme sie aus dem Jahre 1989. Zeitgemäß ist das auch für diese Drehzeit nicht mehr.

    Luxus-Box für Fans
    Fans der klassischen britischen Serie sollten aber trotzdem unbedingt zugreifen, denn Pandastorm hat sich richtig viel Mühe bei der Aufbereitung der Staffel gegeben, die wie üblich in einem Pappschuber daher kommt. Immerhin werden ganze sieben Discs geliefert, obwohl für die Folgen durchaus vier davon ausgereicht hätten. Neben den vier Handlungsbögen, die je eine DVD für sich erhalten haben, finden wir zwei der Handlungsbögen auch in einer speziellen Filmversion vor, die um einige englischsprachige Szenen erweitert wurden. So sind die Folgen nicht nur länger, sondern wir können auch auf das häufig lästige Intro und die gelegentlichen Rückblicke verzichten. So entsteht ein wesentlich fließender Ablauf, auch wenn die zusätzlichen Szenen keinen weltbewegenden Inhalt zu bieten haben. Eine zusätzliche Bonus-Disc rundet das Paket außerdem ab. Damit dürfte die deutsche Fassung wohl auch die weltweit umfangreichste Veröffentlichung dieser Staffel sein.

    Fazit:
    Die finale Staffel der klassischen Doctor Who-Serie schwächelt zwar an den etwas „trashigen“ Geschichten, kommt dafür allerdings mit einer besonders umfangreichen Box für Fans daher.

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