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    American Heist

    American Heist


    Land/Jahr:
    CDN / LUX 2014
    Genre:
    Action
    Regie:
    Sarik Andreasyan
    Darsteller:
    Hayden Christensen
    Adrien Brody
    Jordana Brewster
    Akon
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    95 Minuten
    Kaufstart:
    8. September 2015
    Label:
    Ascot Elite

    Während Frankie seine zehn Jahre im Knast absitzen musste, hatte er wirklich Glück: Auserkoren als Opfer für die schwulen Insassen, wurden er von den beiden farbigen Gangstern Ray und Sugar vor schlimmeren Taten beschützt. Im Gegenzug allerdings ist er ihnen einiges schuldig, wenn die drei wieder aus dem Gefängnis entlassen werden. Heute soll es endlich soweit sein, dass Frankie auf freien Fuß gesetzt wird und ziemlich schnell wieder Lust dazu verspürt, den nächsten großen Coup zu begehen. Seine beiden Kumpels haben da allerdings eine ganz große Nummer im Sinne: Sie wollen den spektakulärsten Bankraub durchführen, den New Orleans je gesehen hat. Dumm nur, dass sie dabei zwingend die Hilfe von Frankies kleinem Bruder Jimmy benötigen, der als Fluchtfahrer und Sprengstoffexperte fungieren soll. Der jedoch hat sein Leben in den vergangenen zehn Jahren endlich auf die Reihe bekommen und ist gar nicht daran interessiert, den drei Jungs zu helfen – doch damit geben die sich definitiv nicht ab…

    Kritik:
    Hayden Christensen und Adrien Brody sind sicherlich ein vielversprechender Cast, vor allem wenn es um möglichst spannende Actionszenen geht. Zusammen mit dem Rapper Akon wollen die jedenfalls nun eine große Bank ausrauben – das Blingbling darf dabei aber wohl auch nicht fehlen.

    Systemkritische Hopper
    Hat es ein solcher weltberühmter Rapper erst einmal geschafft, eine größere Rolle in einem Actionfilm zu ergattern, können die Klischees eigentlich nicht lange auf sich warten lassen. HipHop-Musik gehört somit praktisch zur Standardausstattung des Soundtracks und auch übergroße goldene Ketten, leichten Mädchen und schnelle Autos gehören zum Repertoire. Da lässt sich auch „American Heist“ nicht lange Zeit, die Klischeekiste einmal so richtig auszugraben und möglichst tief in der Mottenkiste zu graben. Erleichterung kommt allerdings dann auf, wenn wir feststellen, dass es der Actionstreifen nicht allzu sehr übertreibt und sich dann doch ganz gut auf die Story konzentrieren kann. Dabei gibt es sogar ein nachvollziehbares und auf den ersten Blick tiefgründiges Motiv: Die Bank wird deshalb als Ziel für den Raub gewählt, weil die Gangster aus der untersten Schicht kommen und sich von eben jenen Banken bestohlen fühlen. So richtige Systemkritik also – würde sie nur nicht ausgerechnet von Hoppern ausgesprochen werden, die ohne jegliches politisches Motiv, gerade erst im Knast gesessen haben. Ein wenig zu weit in der Luft gegriffen.

    Die Last des Einzelnen
    Zumindest ist das aber insoweit nicht weiter schlimm, weil sowieso ein einziger Darsteller letztendlich den ganzen Film trägt. Für die echte Unterhaltung sorgt nämlich Hayden Christensen als Jimmy, der uns eine echte Identifikationsfigur liefert und durchaus glaubwürdig handelt. Als ehemaliger Gangster, der mittlerweile ein gutes Leben aufgebaut hat und lediglich durch die Entlassung seines Bruders überhaupt erst widerwillig erneut in die Scheiße gerät, bietet sich uns ein Charakter, in den sich vor allem nicht-kriminelle Menschen gut hineinversetzen können. Sogar die Liebesgeschichte, die „American Heist“ ganz nebenbei aufbaut, wirkt dadurch keineswegs aufgesetzt oder nervig, sondern fügt sich insgesamt gut ein. Dennoch sollte klar sein, dass wir bei diesem Actionfilm nun auch keine cineastischen Meisterwerke zu erwarten haben. Mit der gewöhnlichen Bankraub-Geschichte, den typischen Gangstern und gut inszenierter Action fügt sich „American Heist“ eher in die Reihe des Popcorn-Kinos ein und liefert uns eher leicht zu verdauenden, aber dennoch kurzweilig unterhaltsamen Stoff. Unterhaltung ist so also auch mit einer einfachen Geschichte garantiert.

    Fazit:
    Weniger ist manchmal mehr: „American Heist“ verzichtet auf große anspruchsvolle Stories, oder komplizierte Charakterdarstellungen, setzt die gewöhnliche Bankraub-Geschichte allerdings professionell und spannend um.

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