Oberhausen: E-Tropolis Festival 2027 mit erster BandwelleInsbesondere dürfen sich die Besucher dabei auf Publikumsliebling Solitary Experiments freuen, die mit ihrem modernen Future Pop für echte Ohrwurmgarantie sorgen. Songs wie “Every Now and Then”, “Crash & Burn” oder “Wonderland” sind bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil der schwarzen Club-Partys und mit ihren roten Hemden fällt die Band ohnehin auch optisch auf. Zusätzlich wird es mit [:SITD:] eine deutliche Nummer härter auf der Bühne. Das Aggrotech-Projekt widmet sich eher düsteren und ernsthafteren Themen, handelt dabei immer wieder von psychischen Abgründen oder gar Kindesmissbrauch. Songs wie “Dunkelziffer” oder “Snuff Machinery” haben es selbst für Fans der härteren Gangart in sich.

Solitary Experiments fallen mit ihren roten Hemden auf – und überzeugen mit ihrem Sound
Ein bisschen ruhiger wird es dann mit Diorama. Das Projekt rund um Torben Wendt widmet sich dem etwas melodischeren Electro-Pop und hat auch mal die ein oder andere Ballade am Start. Da wird es gefühlvoll und einige Gänsehautmomente warten sicherlich auch auf das Publikum. Klangstabil würde man vermutlich fast schon eher in der Techno-Szene verordnen, der Sound jedenfalls ist deutlich technoider, als in der schwarzen Szene üblicherweise verbreitet. Die elektronischen Goths feiern den Sound aber gerade deshalb und schon heute gilt das Projekt unter Kennern als Publikumsliebling.
Die Band Potochkine könnte man hingegen schon unter sowas wie “Neuer elektronischer Todeskunst” einordnen, zumindest dann, wenn man für sie ein neues Genre erfinden wollte. Mit französischem Gesang liefern sie waschechten, atmosphärischen Dark Electro, der sich schon beinahe als kunstvolles, elektronisches Gegenstück zu “Das Ich” positioniert. Ein aufstrebender Act mit zunehmend mehr Fans. Das dürfte sicherlich auch für [X]-RX gelten, bei denen es musikalisch schon so richtig “auf die Fresse” gibt. Pascal Beniesch und Jan Teutloff liefern einen kompromisslos harten Aggrotech-Sound, zu dem man kaum still stehen kann.

[:SITD:] dringt in die tiefsten Abgründe der Psyche vor
Eine Nummer härter geht das ganze sogar noch bei Xotox. Böse Zungen mögen die Musik wohl als Krach bezeichnen, denn hier gibt es nicht weniger als knallharten Power Noise auf die Ohren. Verzerrte Klänge, Geräusche und schreiender Gesang sind das Markenzeichen. Und spätestens beim “Schwanengesang” ist wahrlich ein Hörschutz zu empfehlen. Entspannung gibt es dafür bei Future Lied to Us – schließlich darf ein Synthpop-Projekt von Vasi Vallis auch nicht fehlen. Das Nebenprojekt begeistert aber bereits genauso wie “Frozen Plasma”.
Wem das noch nicht reicht, der bekomm mit Dina Summer und Fractiles gleich noch zwei Extras oben drauf. Außerdem: Die beiden echten großen Headliner wurden bisher noch nicht angekündigt. Ticketkäufer dürfen sich also noch auf zwei hochkarätige weitere Bands freuen. Wem das bisherige Line Up bereits ausreicht, der ist mit knapp 80 Euro dabei und findet Tickets unter amphi-shop.de
Fotos: Rene Daners