Helden der Leinwand: Filmmusik mit Oscars vom Live-Orchester 
Die Filmmusik aus “Der Zauberer von Oz” – gespielt vom großen Orchester
In der ersten Hälfte des Konzerts sollte die typische Zielgruppe eines klassischen Konzertes auch auf ihre Kosten kommen. Hier wurden vor allem die Hits älterer Titel vom Orchester gespielt. Ob die legendäre Melodie aus “Der Zauberer von Oz” aus dem Jahre 1939, die Ouvertüre aus “Lawrence von Arabien” aus dem Jahre 1962 oder die gruseligen Sounds aus dem originalen “Der weiße Hai”. Das ältere Semester hatte sichtlichen Spaß, die Film-Hits ihrer eigenen Jugend live und beeindruckend unplugged präsentiert zu bekommen. Insbesondere der letzte Hit vor der Pause, die Songs aus dem legendären “Ben Hur” entfalteten dabei eine monumentale, geradezu epische Wucht, die bereits jetzt manchen Zuhörer mit offenen Mündern in die Halbzeit schickte.
In der zweiten Hälfte dann etwas moderner, sodass auch das jüngere Publikum mehr auf seine Kosten kam. Die legendäre Suite aus “König der Löwen” durfte da natürlich nicht fehlen und die zweite Hälfte würdig einleiten. Moderiert vom stets gut gelaunten Ronny Tomiska, der auch immer wieder spannende Anekdoten und so manchen Witz auf Lager hatte – aber auch einen heftigen Klassiker wie “Schindlers Liste” angemessen anmoderieren konnte. Besonders eindrucksvoll wurde dann aber natürlich die Mitte der zweiten Hälfte, wenn die spannenden Momente aus “Titanic” und “Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs” jene Bühne erhielten, die sie auch benötigen. Anschließend sollten “La La Land” und “Oppenheimer” dann beweisen, welch Vielfalt die Filmmusik doch zu bieten hat. Letzterer spaltet zugleich die Gemüter: Während die einen den Song etwas zu kurz fanden, wirkte dieser auf andere durch das abrupte Ende, das die Explosion der Atombombe schildern sollte, gerade richtig.

Moderator Ronny Tomiska führte charmant durch den Abend
Bei der Filmmusik zum legendären Disney-Zeichentrickfilm “Aladdin” waren sich dann aber alle einig: Das ist nicht nur Musik, die jede Generation wiedererkennt, sondern die mit ihren Rhythmen besonders mitreißend und intensiv sein kann. Für die Standing Ovations und den sehr ausgiebigen Applaus des Publikums gab es dann aber auch noch eine Verlängerung: Die Filmmusik aus “Der Pate” mit dem Streichorchester zu spielen, kam überraschend, entfaltete aber seine volle Wirkung. Und zu guter letzt darf mit dem Soundtrack aus Star Wars natürlich jene Musik nicht fehlen, auf die hier wahrscheinlich das gesamte Publikum an diesem Abend gehofft hat. Für viele Besucher steht jetzt schon fest: Im Januar 2027 sind sie wieder mit dabei – schließlich kommen einige von ihnen schon seit Jahren ins Theater Mönchengladbach oder Krefeld, um bei diesem besonderen Erlebnis dabei zu sein.
Fotos: Rene Daners