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  • E-Tropolis Festival: Das finale Line Up steht!
    10. Januar 2026 | 22:51

    Die Gothic-Szene ist mehr als nur traditioneller Goth aus den 80er Jahren, klassischer Post-Punk oder der Gothic Rock der großen Festival. Einmal im Jahr kommen die Anhänger der Szene aus NRW zusammen, um in Oberhausen ein spezielles Genre zu feiern: Das E-Tropolis Festival widmet sich der rein elektronischen Seite der schwarzen Szene. Genres wie Aggrotech, EBM, Synthpop und Dark Electro dominieren dabei am 28. März 2026 die Turbinenhalle Oberhausen. Vom Cybergoth mit den bunten neonfarbenen Plastikhaaren über martialisch anmutende EBMler, bis hin zum Goth im klassischen Schwarz kommt die “schwarze Familie” zusammen, um so manche Größe der Szene auf der Bühne zu sehen.

    Als Headliner ist dabei eine Band am Start, die schon in den 90er Jahren auf sich aufmerksam machte und noch heute eine der wichtigsten Bands der Szene ist: Project Pitchfork überzeugten schon mit ihrem Hit “Timekiller”, der einst selbst auf den deutschen Musiksendern hoch und runterlief. Songs wie “Rain” oder “Beholder” schlossen sich später an, um noch immer die Goths auf die Tanzflächen der Clubs zu bewegen. Ohne Zweifel wird die Dark Electro und Synth Rock-Band auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Fans auf das Festival locken.

    Kite
    Kite bei einem Auftritt im Jahre 2025

    Auch Combichrist sind auf schwarz-elektronischen Events schon fast eine fixe Instanz. Während sie inzwischen eigentlich deutlich Rock- und Metal-lastiger unterwegs sind, kann es beim E-Tropolis Festival natürlich nur ein elektronisches Oldschool Set geben. Sie spielen auf der großen Bühne der Halle 1 noch einmal ihre großen Hits, mit denen sie einst groß wurden, bevor die E-Gitarren zum festen Bestandteil ihrer Show wurden. Fans können sich da wieder auf Songs wie “Electrohead” und “Shut up and swallow” freuen – Sänger Andy LaPlegua natürlich an der Front.

    Mit Kite wird es dann schon ein wenig experimenteller und spezieller. Wenn die schwedische Band, die sich irgendwo zwischen Synthpop und New Wave einsortiert, ihre zahlreichen Instrumente und elektronischen Geräte auf der Bühne aufbaut, dürfte ein Laie wohl ziemlich schnell den Überblick verlieren. Die riesige Installation, die hier von Nicklas Stenemo und Christian Berg mit nur zwei Personen gespielt wird, sorgt nicht nur für ein optisches Spektakel, sondern liefert auch einen einzigartigen Sound, den bisher noch keine weitere Band zu kopieren geschafft hat. “Kite” sind ein Erlebnis, bei dem sich mancher Szeneangehörige zurecht fragt, wieso sie nicht längst als Headliner auf dem Plakat stehen.

    Etwas früher am Abend wird es dann mit Funker Vogt eine gewaltige Nummer härter werden. Die martialisch anmutende Band hat bereits eine sehr lebhafte Geschichte mit diversen Wechseln des Sängers hinter sich. Mit Sänger Bastian Polak starten sie aber längst wieder voll durch und heizen das Publikum gewaltig ein. Und das nicht nur mit ihrem Sound, sondern auch mit einer ordentlichen Ladung Pyrotechnik, zu der auch ein Handflammenwerfer gehört. Ein wahrer “Elektro-Krieg” auf der Bühne der Turbinenhalle.

    Funker Vogt
    Funker Vogt: Sänger Bastian Polak mit Flammenwerfer

    Mit einer Verschnaufpause sollten Electrofans dann allerdings nicht rechnen: Bei Noisuf-X wird es wahrscheinlich kaum jemanden geben, der die Füße still halten kann. Der Aggrotech ist geradezu geschaffen für den flotten Tanzstil des “Industrial Dance”, zu dem die Cybergoths das Tanzbein mit einem beachtlichen Umkreis schwingen. Damit gibt’s wohl auch eine der flottesten und härtesten Bands des E-Tropolis Festival.

    Auch SynthAttack schließen sich da an und machen ihrem Namen alle Ehre: Mit harten Beats und reichlich Synthesizer-Sounds wollen sie beweisen, dass auch kleinere Bands der Szene die Tanzfläche füllen können. Da ist eine ordentliche Härte garantiert und musikalisch gibt es auch hier im wahrsten Sinne “voll auf die Fresse”. Der Electrohead der härteren Gangart wird daran sicherlich seine Freude haben.

    Wem das noch nicht reicht, bekommt zudem einige weitere namhafte Bands der Szene geboten. Mit Faderhead und Welle: Erdball stehen zwei weitere Größen auf der Bühne, die auf kaum einem Gothic-Festival fehlen dürfen. Letztere inspirieren sich dabei sichtlich bei der Kultband “Kraftwerk” und liefern aufregenden C64-Sound mit hübscher Retro-Showeinlage. Bei Neuroticfish und Ultra Sunn wird es hingegen etwas melodischer, sodass auch Fans des gesangslastigeren Synthpop etwas stärker auf ihre Kosten kommen, bevor Fix8:Sed8 im wahrsten Sinne eine wandelnde Vogelscheuche auf die Bühne holt und damit zum Augenschmaus für viele Besucher wird. Darüber hinaus werden auch Vanguard und Zweite Jugend das Festival verstärken. Karten gibt es für 73 Euro unter amphi-shop.de

    Fotos: Rene Daners