Darkways in Essen: Frischer Dark Wave und Post-Punk aus Barcelona
Einige Songs vom Debütalbum “Resonance” sind schließlich seit ihrem letztjährigen Konzert in Witten schon echte Ohrwürmer. Insbesondere “I like the night” hat sich da tief in das Gedächtnis des Publikums eingeprägt, das hier schon ein bisschen mitsingen kann. Das komplett aus der schwarzen Szene bestehende Publikum weiß kleine Nischenbands aber besonders zu schätzen, wenn ihr Sound sich von anderen abhebt: “Darkways” gelingt es, den klassischen Dark Wave Sound mit bluesig angehauchten Gitarren zu kombinieren. Der Mix aus Dark Wave, Bluesgitarre und düsterer Post-Punk-Stimme kommt bei den Fans hervorragend an. Beste Voraussetzungen also für das neue Album “Rust”, das sie an diesem Abend vorstellen wollten und aus dem es auch einige Songs auf die Bühne schafften.
Besonders fällt dabei auch der Song “Legado” auf, bei dem sich Darkways erstmalig auch trauen, in ihrer spanischen Muttersprache zu singen. Für die Fans ist klar: Sie müssen nicht immer jedes Wort verstehen, um die Musik gebührend zu feiern. Getanzt wird hier trotzdem – erst recht dann bei den Hits des neuen Albums “Fading Time” und “My Penitence”, die natürlich auch bei einem Live-Auftritt nicht fehlen dürfen. Nach knapp einer Stunde war das Konzert dann eigentlich schon fast fertig, denn mehr als zwei Alben haben Darkways bisher nicht veröffentlicht. Doch was macht man, wenn das Publikum trotzdem sehr konsequent und nachhaltig eine Zugabe fordert? Na klar, man spielt die beliebtesten Songs einfach nochmal. Und so werden aus 60 Minuten dann schnell fast eine Länge von fast 100 Minuten – und vor so kleinem Publikum ist das Meet & Greet am Merchandising-Stand dann sowieso im Anschluss selbstverständlich.

Fotos: Rene Daners