Flexx: Experimentelle elektronische Klänge im Kulttempel OberhausenAuf Aktion: Fiasko beispielsweise werden sich schon einige Fans sehnsüchtig freuen. Erst im Frühjahr trat Sängerin Franzi Berlina beim E-Tropolis Festival als Gastmusikerin mit “Zweite Jugend” auf und sorgte für eine gelungene Kombi, die für Begeisterung sorgte. Bei ihrem eigenen Auftritt gibt es dann Electropunk mit Berliner Schnauze. Rotzig, laut, rebellisch – so kombiniert sie elektronische Beats mit einer ordentlichen Punk-Attitüde und damit den perfekten Einstieg bei Flexx, wo musikalische Grenzüberschreitungen an der Tagesordnung stehen.
Besonderes Highlight für viele langjährige Kenner der Szene natürlich auch Nin Kuji. Norman Piske sorgt hier für feinsten Rhythm’n’Noise für alle, die die elektronischen Klänge ein bisschen härter mögen. Selbst bezeichnet er seine Musik gerne als “minimalistische Kriegserklärung”. Konkret heißt das: verzerrte Beats und düstere Klangwände erwarten das Publikum. Ein Ausnahmeprojekt für Liebhaber des erstklassigen Noise. Aber damit auch eine Nische selbst innerhalb der schwarzen Szene.

Mit Blac Kolor dürfen sich dann alle Besucher auf einen deutlich dystopischeren Sound freuen. Hendrick Grothe reist extra aus der “schwarzen Hochburg” Leipzig nach Oberhausen, um einen atmosphärischen Sound abzuliefern, der irgendwo zwischen Industrial, Noise, EBM und einem Hauch Techno angesiedelt ist. Blac Kolor selbst kündigte auf Social Media bereits eine Menge unveröffentlichtes, frisches Material an, das er in Oberhausen zum ersten Mal einem Live-Publikum präsentieren möchte.
Elektronisch bleibt es letztendlich auch mit Architect. Für Anhänger der schwarzen Szene keine Neulinge: Daniel Myer kennt man schließlich bereits durch die anderen Projekte “Haujobb” und “Liebknecht”. Mit Architect widmet er sich nun eher dem IDM, Drum’n’Bass, Electronica und Industrial und liefert intelligenten Sound, der jedoch zugleich tanzbar bleibt.
Umso spannender dann beim Headliner MOTOR!K, der vielleicht den außergewöhnlichsten Sound bietet. Die wollen dem Publikum nämlich beweisen, dass man tatsächlich Krautrock, Post-Punk und Techno auf einzigartige und nie zuvor gehörte Weise kombinieren kann. Ihr seid neugierig darauf geworden, Musik zu hören, die ihr noch nie zuvor erlebt habt? Tickets gibt es für gerade einmal 26 Euro im Vorverkauf, sowie 33 Euro an der Tageskasse des Kulttempel Oberhausen. Übrigens: Der Kulttempel hat in den vergangenen Jahren in eine verbesserte Lüftungsanlage investiert – einem Besuch steht also auch bei hohen Temperaturen nichts im Wege.