Dokomi: Größte Anime- und Japan-Messe Europas in DüsseldorfDavon gibt es nämlich reichlich, denn inzwischen ist die Veranstaltung fast auf die Größe des gesamten Messegeländes gewachsen. Hier reihen sich zahlreiche Händler aneinander und haben eine Vielzahl an Produkten, die das Herz des Japan- und Anime-Fans höher schlagen lassen. Ob hübsche Ess-Stäbchen für Zuhause, selbst gezeichnete Mangas der Künstler oder einfach mal abgefahrene Fanta-Sorten aus Japan: Das Angebot erstreckt sich über so viele riesige Messehallen, dass es kaum noch überschaubar ist. Kaum ein Besucher geht hier ohne einen spannenden Einkauf und volle Taschen nach Hause und für absolut jeden dürfte da etwas dabei gewesen sein.

Stereo Dive Foundation begeistert mit Anime-Musik auf der Black Stage
Mit Ausnahme von Alkohol: Den nämlich gibt es auf der Messe fast gar nicht, denn bis auf einen überschaubaren 18+ Bereich ist die gesamte Dokomi familienfreundlich und somit alkoholfrei. Wer den leckeren Met der Metwabe oder einen japanischen Whisky probieren möchte, musste dafür erst einmal seinen Ausweis vorlegen: Eltern konnten also auch ihre Kinder bedenkenlos über die Messe flanieren lassen und alkoholisierte Menschen waren nicht zu befürchten. Durchaus ein relevanter Vorteil, wenn junge Frauen in leicht bekleideten Anime-Cosplays durch die Messehalle spazieren.
Cosplay gehört schließlich auch seit je her zur Dokomi dazu. Die einen lassen sich nebenan im japanischen Garten bei Fotoshootings ablichten, die anderen hoffen auf tolle Preise, während sie beim Cosplay Contest auf der Black Stage, also der großen Main Stage, teilnehmen. Bei 6-stelligen Besucherzahlen schafft es die Dokomi vermutlich locker auf eine Anzahl von tausenden Cosplayern, die ihre aufwändigen, oftmals selbstgemachten Kostüme von den Besuchern bewundern lassen. Manchmal sogar bei der Fashion Show, bei der viele Teilnehmer ebenfalls kurz ihre besten Outfits präsentieren. Spannend: Selbst Cybergoth, die normalerweise eher auf Events der schwarzen Szene anzutreffen sind, waren Teil der Dokomi.

Bei der Fashion Show präsentierten Cosplayer ihre besten Outfits
Und wer doch lieber Lust auf spannendes Bühnenprogramm hatte, der bekam dafür natürlich ebenfalls reichlich geboten. Die Black Stage sorgte schließlich für aufregende, hochkarätige Musikacts. Die japanische Hyperpop Band Enjaku Yoyo begeisterte etwa mit einem extremen, ausgefallenen Sound – ein bisschen wie ein Mix aus Metal, Electro und anderen Genres. Das Projekt Stereo Dive Foundation, bei dem der Künstler RON auch mit seiner Musik in zahlreichen bekannten Animes zu hören ist, sorgte wiederum für typischen J-Pop, wie wir ihn aus Anime-Serien kennen. Solche japanische Filmmusik einmal live zu hören, dürfte für viele ein aufregendes Erlebnis gewesen sein.
Dass sich die meisten Besucher also bereits auf das kommende Jahr freuen, dürfte klar sein. Dann allerdings ist mit noch weitaus höheren Temperaturen zu rechnen. Die nächste Dokomi findet nämlich etwas später vom 9. bis 11. Juli 2027 statt. Mitten im Hochsommer dürften sicher einige Furrys ganz schön ins Schwitzen kommen.
Fotos: Rene Daners