Spectaculum Köln: Das Mittelalterfest schrumpft und gibt Kleinkunst eine größere Bühne
Rapalje begeisterten auf der großen Bühne mit ihrem Irish Folk
Kleinere Bands statt die großen Headliner, das stand also auf dem Programm des Spectaculum Köln. Und damit war auch klar, wohin der Weg geht: Man möchte Kleinkünstlern eine größere Bühne geben, die sonst neben den großen Festival-Acts untergehen würden. Das macht sich auch bei Sebardian von Unten bemerkbar, der als Singer-Songwriter auf der kleineren Bühne sein Publikum fand – und dabei sogar schlagkräftige weibliche Begleitung mitbrachte. Gaukler und Zauberer sorgten zudem für Spaß für die ganze Familie und standen voll im Fokus des kleiner werdenden Mittelalterfestes.
Ganz neu dabei: Wo früher eine Bühne mit den größeren Bands stand, fand sich in diesem Jahr ein großes Ritterturnier von Stuntpferde.de, das für ein regelrechtes Spektakel zu Pferd sorgte. Für die gemütliche Atmosphäre des Events war das durchaus zuträglich, füllte das den schrumpfenden Markt doch insgesamt gut aus und sorgte dafür, dass es hier keineswegs so leer wirkte, wie eingangs befürchtet. Und gerade die Familien mit Kindern hatten sichtlichen Spaß, wenn die Reiter mit ihren Pferden nach dem Turnier noch einmal zum Abklatschen bei den Kindern vorbeischauten. Und auch wenn die Abwesenheit bekannter Händler wie Beerenweine zunächst irritierte, kam das doch den zahlreichen anderen Anbietern zugute, die bereits am Sonntag Mittag teilweise verkündeten, ausverkauft zu sein, nachdem sie wohl so gutes Geschäft machten, wie in keinem anderen Jahr je zuvor. Einer Wiederholung im Jahre 2027 sollte demnach also nichts im Wege stehen.

Das Ritterturnier von Stuntpferde.de sorgte für Action bei der ganzen Familie
Fotos: Rene Daners