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    Wuthering Heights – Sturmhöhe

    Wuthering Heights – Sturmhöhe

    Land/Jahr:
    USA / GB 2026
    Genre:
    Liebesdrama
    Regie:
    Emerald Fennell
    Darsteller:
    Margot Robbie
    Jacob Elordi
    Hong Chau
    Shazad Latif
    Alison Oliver
    Martin Clunes
    Owen Cooper
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    136 Minuten
    Kinostart:
    12. Februar 2026
    Label:
    Warner Bros.

    Die junge Cathy ist ein aufgewecktes Mädchen, das von ihrem Vater seit je her verhätschelt wird. Eines Tages bringt dieser einen Jungen namens Heathcliff aus armen Verhältnissen in Liverpool mit, den die Familie als Ziehsohn großzieht. Doch anders als seine Tochter, muss der junge Mann die gewalttätige Tyrannei ihres Vaters aushalten, bald häufig auch, um die junge Cathy, mit der er sich schnell anfreundet, vor der häuslichen Gewalt zu bewahren. Zwischen Cathy und Heathcliff entwickelt sich eine starke Bindung, im frühen Erwachsenenalter vielleicht auch so etwas wie Liebe. Doch Cathy ist klar: Mit Heathcliff an ihrer Seite wäre sie zu einem Leben in Armut verdammt. Entgegen ihres Herzens heiratet sie also den reichen Edgar Linton und zieht auf sein wohlhabendes Anwesen. Bis Heathcliff eines Tages bei ihnen auftaucht und zwischen dieses vermeintliche Liebesglück funkt….

    Kritik:
    Die komplizierte und oftmals kitschige Liebe im Groß-Britannien des 18. Jahrhundert. Ein Szenario, das vor allem beim weiblichen Publikum bereits in der Vergangenheit auf Erfolg stieß. Die Dramaserie „Outlander“ etwa widmete sich dabei den schottischen Clans und ihrer doch recht ruppigen Lebensweise. „Wuthering Heights“, basierend auf dem Roman von Emily Bronte verschlägt es hingegen etwas weiter in den Süden.

    Schonungslose Vergangenheit
    Ruppig und rau geht es nämlich auch in „Wuthering Heights“ zu, vor allem bei dem überaus starken Beginn des Films, der das Publikum innerhalb der ersten zehn Minuten völlig in ihren Bann zieht. Schonungslos zeigt das Liebesdrama die gesellschaftlichen Zustände des 18. Jahrhunderts, als Hinrichtungen am Galgen noch eine freudige Sensation für die Bevölkerung darstellten. Die realistische Darstellung der Gräueltaten dieser Zeit, gefolgt von den gewalttätigen Erziehungsmethoden mit einem Ledergürtel sorgen für einen überraschend harten und intensiven Einstieg in den Film, ganz abseits des bald einsetzenden und zu erwartenden Kitsches. Die eindrucksvollen Wunden des Auspeitschens kann das Publikum anschließend geradezu mitfühlen.

    In den Fußstapfen von Outlander
    Genau damit hat „Wuthering Heights“ aber auch diese starke Ähnlichkeit zur Erfolgsserie „Outlander“. Auch hier vermischt sich das kitschige Liebesdrama mit schonungslosen Gewaltszenen, einer authentischen Darstellung der damaligen Zeit und herausragenden Kulissen. Der Kinofilm setzt da fast sogar noch ein bisschen was drauf und beeindruckt mit seiner Architektur und seinen Kostümen, die sich beim Blick auf der Leinwand anfühlen, wie eine richtige Zeitreise – und dafür hat „Wuthering Heights“ noch nicht einmal Szenen aus dem Krieg nötig. Der fragwürdig raue Umgang der Menschen untereinander reicht bereits völlig aus, um das Publikum zu fesseln und zuweilen auch zu schockieren.

    Vorhersehbarer Liebeskitsch
    Ganz ohne kitschige Liebesszenen zwischen der hübschen Margot Robbie und Jacob Elordi kommt „Wuthering Heights“ aber natürlich nicht aus und das ist stellenweise – trotz solider Inszenierung – nicht einmal der stärkste Teil des Films. Dass sich die Beziehung zwischen den beiden Freunden zu einem Liebesdrama entwickelt, bei dem die Frau einen anderen heiratet und die Affäre nicht lange auf sich wartet, ist schließlich der leider etwas vorhersehbare und wenig überraschende Teil des Films. Spaß macht das trotzdem und zwar beiden Geschlechtern: „Wuthering Heights“ übertreibt es mit expliziten Sexszenen nicht, bringt aber die notwendige Intensität und Anziehung zwischen den beiden mit, um die Affäre stark mitfühlen zu können. Erfreulicherweise kommt der Film dabei sogar ohne „50 Shades of Grey“-Albereien aus und bleibt dabei ernsthaft.

    Spielfreude an der Gehässigkeit
    Und trotz der Vorhersehbarkeit gelingt es Regisseurin Emerald Fennell sogar noch ein paar Überraschungen in diese Liebesgeschichte einzubauen, denn das teilweise unerwartete Verhalten der beiden Hauptprotagonisten sorgt am Ende für den größten Unterhaltungswert. Überaus spaßig wird „Wuthering Heights“ nämlich vor allem dann, wenn sich Cathy und Heathcliff mit gegenseitigen Gehässigkeiten das Leben schwer machen und sich aus Eifersucht in größerem Umfang necken. Denn zwischen all der Anziehung und Gelüste kommen dann auch Rachegefühle auf, gekränkt von der Tatsache, dass den Ehering doch jemand anderes bekommen hat. Spätestens an dieser Stelle brillieren die beiden Hauptdarsteller in voller Stärke und präsentieren eine ausgesprochen große Spielfreude.

    Fazit:
    Ganz abseits des durchaus vorhersehbaren Kitsches brilliert die Romanverfilmung mit seiner authentischen historischen Darstellung, den zahlreichen rauen Szenen und dem herausragenden Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller. Ein beeindruckendes Liebesdrama, das sich zugleich als Muss für Fans von „Outlander“ entpuppt.