• Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Sisu: Road to Revenge

    Sisu: Road to Revenge

    Land/Jahr:
    FIN 2025
    Genre:
    Action / Kriegsfilm
    Regie:
    Jalmari Helander
    Darsteller:
    Jorma Tommila
    Stephen Lang
    Richard Brake
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    88 Minuten
    Kinostart:
    20. November 2025
    Label:
    Sony Pictures

    Der finnische Soldat Aatami Korpi ist während des Zweiten Weltkrieges zu einer unbesiegbaren Legende geworden, die vor allem von Deutschen und Russen gleichermaßen gefürchtet wird. Inzwischen ist der Krieg zwar vorbei, doch die Grenzen zwischen Russland und Finnland haben sich zugunsten der Russen verschoben. Für Korpi, der auch „Sisu“ genannt wird, kein Hindernis, dennoch über die Grenze in seine Heimat zurückzukehren, um das Haus seiner Familie abzubauen. Mit dem Holz möchte er ein neues Eigenheim an einem sicheren Ort aufbauen. Die Rückkehr gestaltet sich aber alles andere als einfach: Igor Draganov, Kommandant der Roten Armee, wird alles daran setzen, den Finnen ein für alle mal außer Gefecht zu setzen. Dumm nur, dass das sehr schnell eine lange Blutspur hinter sich ziehen wird…

    Kritik:
    Erst vor wenigen Jahren mauserte sich der finnische Kriegsfilm „Sisu“ zu einem Überraschungs-Hit. Grund dafür war die doch teils extreme und unerbittliche Gewalt, die der wortkarge Held hinterließ – und ihn damit zu einer Kultfigur machte. Eine Fortsetzung war daher wohl nur eine Frage der Zeit.

    Gewalt statt Worte
    Das Prinzip bleibt dabei also gleich, der Gegner ein anderer: Hatte es „Sisu“ im ersten Teil noch gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg aufgenommen, so ist nun der etwas modernere Feind an der Reihe: Auch die Russen müssen bluten – und das ist angesichts der aktuellen Gefahrenlage, die auch den Finnen wieder bewusst wird, wohl topaktuell. Die Vorgehensweise dabei die gleiche: Der bärtige, knallharte Soldat verweigert auch im zweiten Teil jegliches Wort. „Sisu“ redet nicht, er handelt und das geht meist zulasten der Gesundheit seiner Feinde. Die Gewalt bleibt dabei vor allem zum Ende hin weiter knallhart. Die blutigen Wunden, die nach der Folter aus Nahaufnahme gezeigt werden und den Kämpfer als scheinbar unbesiegbaren, eisenern Helden darstellen, sind wahrlich nichts für zarte Gemüter.

    Unterhaltung durch Übertreibung
    Insgesamt macht „Sisu: Road to Revenge“ sogar noch ein bisschen mehr Spaß, weil sich die Fortsetzung deutlich weniger ernst nimmt, als noch der Vorgänger. Dass die Action und Gewaltdarstellung des ersten Teils alles andere als realistisch war, hat Regisseur Jalmari Helander inzwischen eingesehen. Fast schon vergleichbar mit einem Trash-Film macht er sich das dieses Mal zunutze und übertreibt bei der Actiondarstellung auf eine Weise, die das Publikum desöfteren zum Schmunzeln bringt. Ob Jorma Tommila in seiner Hauptrolle nun mit dem Panzer einen Salto über die russische Grenze macht, feindliche Kampfflugzeuge mit einer Rampe aus Holzbrettern zum Absturz bringt, oder die Feinde gleich mit einer Hyperschallrakete auf einem fahrenden Zug angreift – die Actionszenen sind so übertrieben, dass der zweite „Sisu“ glatt noch ein bisschen blutiger ausfällt, gleichzeitig aber auch witziger erscheint. Fans werden also definitiv ihren Spaß haben.

    Fazit:
    Nach den Deutschen folgen die Russen: Der härteste Actionheld der finnischen Filmgeschichte nimmt es wieder mit seinen Feinden auf – und übertreibt bei den Actionszenen auf unterhaltsame, aber auch extrem blutige Weise.