Review
| Scream 7 |
| Land/Jahr: USA 2026 |
| Genre: Horror |
| Regie: Kevin Williamson |
| Darsteller: Neve Campbell Courteney Coxy Isabel May Joel McHale Jasmin Savoy Brown Mason Gooding |
| FSK: ab 16 Jahren |
| Dauer: 114 Minuten |
| Kinostart: 26. Februar 2026 |
| Label: Sony Pictures |
Das einstige Elternhaus des Ghostface-Killers Stu Macher wurde inzwischen längst zu einer buchbaren Touristenattraktion umgewandelt, einem Museum für Fans des Makabren. Doch obwohl der echte Killer längst tot sein soll, kommt es in dem Haus erneut zu einem Mordfall. Das ehemalige Opfer Sidney Prescott hat sich derweil längst ein neues Leben in einem Coffeeshop aufgebaut und gemeinsam mit dem Polizeichef Mark Evans eine glückliche Familie gegründet. Doch die Ruhe soll nicht lange anhalten, als auch ihre 17-jährige Tochter Tatum plötzlich von mysteriösen Nachrichten bedroht wird. Anscheinend gibt sich jemand via KI Deepfake als Stu Macher aus und hat es auf die Hinterbliebenen der damaligen Mordserie abgesehen. Sidney setzt fortan alles daran, ihre Tochter zu beschützen, während ein neuer Ghostface-Killer ihren gesamten Freundeskreis um sie herum ermordet. Oder lebt der echte Ghostface etwa doch noch?
Kritik:
Eigentlich ein Hit des Teenie-Horrors aus den 90ern, nimmt die „Scream“-Reihe auch heute noch kein Ende. Der „Ghostface“-Killer mit der weißen Maske bleibt auch weiterhin Kult und seit dem Neustart im Jahre 2022 ist mit Scream 7 inzwischen der dritte moderne „Scream“-Film entstanden. Doch nutzt sich die Idee allmählich ab?
Action-Konfrontation statt Grusel
Am Prinzip hat sich jedenfalls auch beim siebten Film bisher nicht viel geändert. Immer wieder wird eine Gruppe aus jungen Teenagern eingeführt, die es nach einer Weile mit einem mysteriösen, maskierten Killer zu tun bekommt. Der klassische Slasher mit recht kreativen und deshalb unterhaltsamen Tötungsszenen, die mitunter den eigentlichen Hype des Films ausmachen. Grusel kommt dabei vor allem dadurch auf, dass der Killer zunächst aus dem Verborgenen lauert und die Opfer ihn meist kaum wahrnehmen, bevor er zuschlägt. Da liegt dann auch schon der Grund dafür, warum „Scream 7“ tatsächlich der schwächste Teil der Reihe ist: Dieses Mal geht Ghostface zu schnell in die Konfrontation, liefert sich geradezu Nahkampf-Actionszenen mit seinen Opfern. Und wirkt genau deshalb eigentlich gar nicht mehr bedrohlich oder gruselig.
KI-Hype auch bei Scream
Regisseur Kevin Williamson hielt es nämlich für eine gute Idee, dem Film mit der Anwendung moderner Technologien einen frischen Touch zu verleihen. Mit anderen Worten: Auch „Scream 7“ setzt auf den KI-Hype und verpasst dem Killer mittels Deepfake ein durch KI generiertes neues Gesicht. Das aber zerstört die eigentliche Grundatmosphäre, von der die Reihe immer getragen wurde: Die direkte Konfrontation mit einem Täter-Gesicht, auch wenn es sich um einen Fake handelt, nimmt dem Killer seine Bedrohlichkeit. Ghostface wirklich nicht mehr wie ein unaufhaltsamer, mysteriöser Killer, sondern plötzlich wie ein harmloser Typ in einem Umhang, den seine Opfer körperlich problemlos überwältigen können. Auch die erneute Idee, gleich mehrere potentielle Ghostface-Killer einzusetzen, wirkt inzwischen eher vorhersehbar und ausgelutscht, als tatsächlich bedrohlich.
Fanservice und Nostalgie
Diese Schwächen versucht „Scream 7“ dann leider mit einer gewaltigen Portion Nostalgie auszugleichen, statt mit starken Figuren. Der neueste Teil der Reihe leidet vor allem darunter, dass die jugendlichen Teenie-Darsteller allesamt farblos und austauschbar daher kommen. Dem Publikum gelingt es kaum, mit den Figuren mitzufiebern oder gar bei ihren Todesfällen emotional mitzufühlen. Das liegt insbesondere daran, dass Williamson einmal mehr die Alt-Darsteller Neve Campbell und Courtney Cox in den Mittelpunkt stellen will, obwohl sie nicht die tragenden Hauptrollen sind. „Scream 7“ liefert also vordergründig ziemlich viel Fanservice und vernachlässigt dabei jegliche Ausarbeitung der eigentlichen Figuren und der bisherigen Stärken der Reihe. Vielleicht sollte man die „Scream“-Reihe allmählich einstampfen.
Fazit:
Dem neuesten Film der „Scream“-Reihe gelingt es kaum, seine Figuren charakterlich stark auszubauen und setzt stattdessen auf eine Aneinanderreihung von Nostalgie und Fanservice. Leider fehlt ihm aber auch der gruselige Unterhaltungswert, da auch der Ghostface-Killer zu schnell in die Konfrontation geht. Mit massiven Problemen beim Pacing entpuppt sich „Scream 7“ leider als der schwächste Teil der Reihe.