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    Nobody 2

    Nobody 2

    Land/Jahr:
    USA 2025
    Genre:
    Action
    Regie:
    Timo Tjahjanto
    Darsteller:
    Bob Odenkirk
    Connie Nielsen
    Sharon Stone
    Christopher Lloyd
    RZA
    Gage Munroe
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    90 Minuten
    Kinostart:
    21. August 2025
    Label:
    Universal Pictures

    Nachdem der Auftragskiller Hutch Mansell dummerweise das Geld der Russenmafia verbrannte, kam ihm sein Auftraggeber kurzerhand zur Hilfe, um seine Schulden zu erlassen. Seitdem muss er allerdings etwa 30 Millionen Dollar begleichen, weshalb er Hutch mit einem Auftrag nach dem anderen behelligt. Durch die viele zweifelhafte Arbeit entfernte sich Hutch immer mehr von seiner Familie, seine Frau Becca scheint sogar kurz vor einer Trennung zu stehen. Für Hutch steht daher fest: Er braucht endlich eine Pause. Der Freizeitpark Plummerville, den er als Kind bereits mit seinem Vater besucht hat, scheint dafür gerade perfekt. Und jenen Vater kann man doch auch mal wieder mitnehmen. Dumm nur, dass er die Arbeit offenbar einfach nicht zuhause lassen kann und bereits die erste Begegnung mit einem Draufgänger in einer Spielhalle soll nachhaltige Folgen haben. Noch ahnt Hutch jedoch nicht, dass er damit mitten in den Konflikt einer Kartells gerät – und damit gleich den nächsten Auftrag an der Backe hat…

    Kritik:
    Bob Odenkirk kann weitaus mehr als den zwielichtigen Anwalt aus „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“. Dass ihm auch der knallharte Actionheld ziemlich gut steht, beweist er mit „Nobody 2“ inzwischen zum zweiten Mal. Ähnlich wie zuletzt Kevin James in „Guns Up“ schlüpft er wieder in die Rolle des Familienvaters, der in Wirklichkeit ein Auftragskiller ist.

    Saul Goodman als Auftragskiller
    Dabei zappelt die Fortsetzung des Überraschungs-Hits aus dem Jahre 2021 auch nicht lange. „Nobody 2“ macht einfach da weiter, wo der Vorgänger aufhörte. Tatsächlich setzt er die Geschichte sogar nahtlos fort: Zum Ende des ersten Teils verbrannte er das Geld der Russenmafia, zu Beginn des zweiten Teils wird ihm genau das zum Verhängnis, weil er einfach keine Pause von den ständigen Auftragsmorden bekommt. Bis auf das eine Mal, bei dem er nun wieder sein Doppelleben führen darf, um mit seiner Familie in den Freizeitpark zu fahren. Seine Familie besteht neben Connie Nielsen vor allem aus Christopher Lloyd, den Fans hauptsächlich als Doc Brown aus „Zurück in die Zukunft“ kennen. Mit dem Auftritt als durchgeknallter, Zigarre rauchender Militär-Opa stiehlt Llody seinen Mitsteitern schon beim ersten Auftritt die Show.

    Kurzweiliger schwarzer Humor
    Da wird auch schon der humoristische Part des Films deutlich. „Nobody 2“ kann nämlich beides: Knallharte blutige Action ohne Verschnaufpause, aber auch sarkastischen schwarzen Humor, durch den der Film zu einem ziemlich kurzweiligen Spaß wird. Der zweite Teil lässt sich bei der Action jedenfalls nicht allzu viel Zeit. Kein langer Storyaufbau, kein Drama. Hier geht es ziemlich schnell zur Sache, praktisch schon bei der ersten Begegnung des Films. Und wer gedacht hat, dass Bob Odenkirk im ersten Teil bereits alles gezeigt hat, was er an Actionchoreographie drauf hat, wird sich wundern: Die Nahkampfszenen von „Nobody 2“ haben an einigen Stellen schon das Potential, mit Keanu Reeves und seinem „John Wick“ mitzuhalten. Spätestens eine Szene im Spiegelkabinett hat sich der Film womöglich auch bei jener Konkurrenz abgeschaut.

    Klischeehafte Gangster und fehlende Überraschungen
    Schade ist bei all der kurzweiligen Action-Unterhaltung allerdings, dass die Story und die Figuren nicht allzu innovativ daher kommen. Insgesamt kennt man die Geschichte um den Familienvater mit gewalttätigem Doppelleben doch nur zu gut und das Klischee über korrupte Cops an der Seite zwielichtiger Kartelle ist nun auch nicht gerade neu. Sharon Stone in der Rolle der überstrengen Superschurkin kann sich neben den üblichen Klischee-Gangstern aber immerhin gut sehen lassen. Qualitativ hinkt „Nobody 2“ aber der direkten Konkurrenz von „Guns Up“ ein wenig hinterher, weil die Überraschungen vor allem zum Ende des Films hin leider ausbleiben. Connie Nielsen als Auftragskiller-Ehefrau hat da nicht die gleichen Überraschungen zu bieten, wie Christina Ricci in „Guns Up“. Aber immerhin darf Christopher Lloyd voller Spaß ganz schön herumballern.

    Fazit:
    Die Fortsetzung von Bob Odenkirks Actionrolle zappelt nicht lange: „Nobody 2“ überzeugt mit knallharter Action, kurzweiligem Spaß und geradliniger Geschichte. Die Figuren sind dabei aber zuweilen so klischeehaft, dass der Film hinter „Guns Up“ mit ähnlicher Story hinterherhinkt.