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    Good Luck, Have Fun, Don’t Die

    Good Luck, Have Fun, Don’t Die

    Land/Jahr:
    USA / D 2025
    Genre:
    Science-Fiction / Action
    Regie:
    Gore Verbinski
    Darsteller:
    Sam Rockwell
    Juno Temple
    Haley Lu Richardson
    Zazie Beetz
    Michael Pena
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    100 Minuten
    Kinostart:
    12. März 2026
    Label:
    Constantin Film

    Ein vermeintlicher Obdachloser betritt eines Abends ein unscheinbares Diner in Los Angeles und behauptet, aus der Zukunft zu kommen. Einer Zukunft, in der die Menschheit vor einer unaufhaltsamen Bedrohung durch eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz steht. Ein Szenario, das er um jeden Preis verhindern muss – auch in dem die Smartphone- und Social Media-Nutzung auf dem Planeten endlich endet. Nur mit einem Gerät, das wie ein Zünder für eine Bombe aussieht, gelingt es ihm jedoch, die Anwesenden von seinem Vorhaben zu überzeugen – obwohl er behauptet, bereits über hundert Mal an diesen Punkt zurückgekehrt zu sein. Doch nachdem er anfangs wie ein durchgeknallter Spinner wirkt, schließt sich ihm doch eine Gruppe nach nachdenklichen und seltsamen Ereignissen an. Denn einige der Anwesenden haben längst merkwürdige Erfahrungen mit neuer Technologie gemacht und teilweise bereits ihre eigenen Kinder an sie verloren. Die zusammengewürfelte Truppe, die unterschiedlicher kaum sein könnte, begibt sich damit auf ein dystopisches Abenteuer in einem Wettrennen um die Zeit.

    Kritik:
    Bereits seit einigen Wochen diskutieren Politiker in ganz Europa, ob Minderjährigen die Nutzung von Social Media verboten werden sollte. Ausgerechnet mitten in diese Debatte kommt Gore Verbinskis neuestes Werk und widmet sich auf eine ziemlich abgefahrene Weise den Gefahren von Social Media, KI und anderen neuen Technologien.

    Angriff der Brainrot-Smombies
    Eigentlich könnte der Film dabei kaum besser in diese Zeit passen. So abgedreht und durchgeknallt der erste Auftritt des mysteriösen Mannes aus der Zukunft, gespielt von Sam Rockwell, auch erscheinen mag, hält sich „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ kein bisschen mit knallharter Gesellschaftskritik zurück. Dem Film gelingt es, auf eine abgefahrene Weise unterhaltsam zu sein und doch im richtigen Moment den schonungslosen Blick auf die Gesellschaft zu richten. Die Grundprämisse ist dabei genau das, was wir im Alltag, überall in den Bahnen, den Schulen und auf öffentlichen Plätzen sehen: Jugendliche, die Stunden damit verbringen, sinnlose Reels auf Tiktok vor sich hinzuwischen. Purer Brainrot, dem man vorwirft, den Gehirnen der Kinder zu schaden – und der kaum treffender hätte dargestellt werden können, als es dieser schräge Science-Fiction-Film tut.

    Black Mirror – aber noch abgefahrener
    Da hatte der Trailer im Vorfeld vor allem die eher schrägen Szenen um Sam Rockwell und seinen durchgeknallten Auftritt als Apokalypse-Typ aus der Zukunft im Fokus, da schlägt „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ doch plötzlich eine ganz andere Richtung ein. Tatsächlich entpuppt sich Verbinskis neuestes Werk als eine Art überlange Folge von „Black Mirror“ auf die extra abgefahrene Art. Ihm gelingt es, durchgeknallte Unterhaltung mit der ernstzunehmenden Kritik an modernen Technologien zu kombinieren und damit „Black Mirror“ sogar noch weiter zu denken. Die Grundidee aus Klon-Kindern, die nach einem Amoklauf auf diese Weise weiterleben und anschließend Werbung abspielen, wirkt dabei ein bisschen geklaut. Doch auch hier kommt Verbinski mit Kritik an der amerikanischen Gesellschaft um die Ecke, der es stellenweise mehr gelingt, das Publikum zu schockieren, als der eigentlichen Vorlage.

    Ein hochabsurdes Gag-Feuerwerk
    Und doch ist „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ vor allem auch ein durchgeknallter Actionfilm, bei dem eine Gruppe mehr oder weniger verrückter Leute versucht, einen 8-Jährigen aufzuhalten, der angeblich eine hochentwickelte künstliche Intelligenz entwickelt, die die Menschheit unterwerfen wird. Mit Gangstern, die ein bisschen an „Pulp Fiction“ erinnern, einem zynischen Angriff der Killer-Smombies, die von Smartphones und Social Media bei ihren Taten gesteuert werden und noch allerlei anderer abgedrehter Ideen, die sich Sam Rockwell und seiner verrückten Truppe in den Weg stellen. Verbinski gelingt es dabei auch, die Ernsthaftigkeit von „Black Mirror“ mit dem Tempo einer total schrägen Action-Komödie zu kombinieren, die sich selbst im Minutentakt mit ihrer eigenen Absurdität überbietet. Und damit hat er wahrscheinlich den verrücktesten Film des Jahres geschaffen.

    Fazit:
    In seinem neuesten Werk kombiniert Gore Verbinski die Story von „Black Mirror“ mit einem abgefahrenen, absurden Science-Fiction-Action-Abenteuer, das dem Zuschauer vor lauter durchgeknallter Ideen keinerlei Verschnaufpause lässt. Ein beeindruckender Spagat, der „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ zu einem hochinnoativen Kino-Blockbuster macht.