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    Coyote vs. Acme

    Coyote vs. Acme

    Land/Jahr:
    USA 2026
    Genre:
    Komödie
    Regie:
    Dave Green
    Darsteller:
    John Cena
    Lana Condor
    Will Forte
    P.J. Byrne
    Tone Bell
    FSK:
    ab 6 Jahren
    Dauer:
    98 Minuten
    Kinostart:
    17. September 2026
    Label:
    Capelight

    Irgendwo auf einer amerikanischen Landstraße versucht der Cartoon-Kojote Wile E. Coyote bereits seit Jahren den extrem schnellen Vogel Road Runner zu jagen und zu erwischen. Während dieser stets mit einem „Beep! Beep!“ an ihm vorbeizieht, probiert der Kojote dabei allerlei technische Hilfsmittel aus – vom Superkleber bis hin zu Raketen-Rollschuhen. Was ihm jedoch eines Tages durch die Werbung einer Anwaltskanzlei auffällt: Alle diese Produkte sind von der riesigen Firma ACME und diese scheinen allesamt eine Fehlfunktion zu haben. Für Coyote steht damit fest: Er muss in die Stadt reisen, die Kanzlei aufsuchen und ACME verklagen – und zwar für so ziemlich alle Produkte, die sie jemals auf den Markt gebracht haben. Doch während Anwalt Kevin Avery durch die hohen Kosten die Zukunft seiner Kanzlei aufs Spiel setzt und die gegnerische Partei dem Mandanten grobe Fahrlässigkeit unterstellt, hat Coyote vor allem eines im Sinn: Er will eigentlich nur den Road Runner fressen, während er im Gerichtssaal als Zeuge auftritt. Dumm nur, dass das Unterfangen deutlich komplizierter wird, als sie den gefährlichen Machenschaften von ACME tatsächlich auf die Schliche kommen.

    Kritik:
    Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir einen Kinofilm zu sehen bekamen, in dem sich Cartoon-Figuren mit der realen Welt vermischten. Die besten Beispiele dafür sind etwa „Roger Rabbit“ oder „Space Jam“, in denen ein solches Crossover erstaunlich gut funktioniert hat. Auch „Coyote vs. Acme“ bringt damit nun die Looney Tunes rund um Bugs Bunny als echte Cartoon-Figuren in die Kulisse einer Realverfilmung.

    Looney Tunes verklagen die enschen
    Und das hätte beinahe sogar die traurigste Geschichte der Filmindustrie werden können, denn bereits vor Jahren wollte Warner Bros. die immerhin 70 Millionen Dollar teure Produktion gar nicht mehr ins Kino bringen, obwohl sie eigentlich längst fertiggestellt war. Erst der Verkauf an einen anderen Filmverleih sorgte nun dafür, dass „Coyote vs. Acme“ doch noch den Weg auf die große Leinwand fand. Anders als bei den anderen Cartoon-Crossover-Filmen werden die Figuren jedoch nicht nur in die reale Welt eingebaut, sondern begründen viel mehr die Storylogik des Films. Die Acme-Cartoon-Produkte, mit denen Coyote zahlreiche Unfälle und Verletzungen erlebt, werden schließlich von Menschen produziert. Die guten Produkte gehen also an menschliche Kunden, der Schrott zum Testen und Datensammeln an die Cartoons. Und „Coyote vs. Acme“ bastelt daraus eine Geschichte, als wären Cartoons ganz normaler, echter Teil der realen Welt, wie ganz normale Tiere und Lebewesen.

    Eine Reale-Welt-Logik mit Cartoons
    Die Idee ist außerdem ziemlich witzig und genial: Cartoons verklagen in der realen Welt eine Firma, die von Menschen geführt werden. Und dabei gibt es sowohl menchlische Anwälte, als auch Cartoonfiguren, die ebenfalls in einer Anwaltskanzlei arbeiten. Das macht aus dem Film zugleich eine herrliche Satire über den Kapitalismus irgendwo zwischen Zwei-Klassen-Gesellschaft und Sollbruchstellen. Ob Felsbrocken, Ambosswerfer, Raketen-Rollschuhe, Superkleber und allerlei andere teils komplett absurde Produkte – „Coyote vs. Acme“ zieht sich ganz schön an den Möglichkeiten auf, aus „Scheiße Geld zu machen“ und den gewinnbringenden Kapitalismus auf die Spitze zu treiben. Schade ist da nur, dass vor allem die Anwaltsfraktion etwas flach daher kommt, denn die Rolle von Anwalt Kevin Avery hat weder den Stil eines Daredevil, noch die Charakterstärke eines Saul Goodman. Und an der Stelle findet die Aneinanderreihung von Produkt-Gags dann leider auch ihre Schwächen.

    Fazit:
    Die Looney Tunes kehren in einen Realfilm zurück und verklagen die Menschen. Im Mittelpunkt steht dabei jedoch nicht Bugs Bunny, sondern Coyote und sein Erzfeind Road Runner – denen eine nachvollziehbare Story verpasst wird. Das ist innovativ, witzig, aber gerade bei den menschlichen Darstellern leider auch mit Schwächen behaftet.