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    Oh La La 2

    Oh La La 2

    Land/Jahr:
    F 2026
    Genre:
    Komödie
    Regie:
    Julien Hervé
    Darsteller:
    Christian Clavier
    Didier Bourdon
    Sylvie Testud
    Marianne Denicourt
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    92 Minuten
    Kinostart:
    27. August 2026
    Label:
    Weltkino Filmverleih

    Frédèric Bouvier ist nicht nur ein Familienvater und Besitzer eines herausragenden Weinguts, sondern zugleich natürlich auch stolzer Franzose. Dass es auch nur irgendeinen Zweifel an seiner rein französischen Abstammung geben kann, ist für den Egozentriker geradezu unterträglich. Als er schon vor einiger Zeit einen DNA-Test hat machen lassen und dabei heraus kam, dass er auch noch andere ausländische Gene in sich trägt, hing der Haussegen schnell schief. Dumm nur, dass er ausgerechnet kurz vor der Hochzeit seiner Tochter feststellt, dass die damaligen Tests gar nicht so genau gewesen sein sollen. Ein neuer, zuverlässigerer Test muss her – und auch das Ergebnis gefällt ihm natürlich keineswegs. Nachdem Frédèric herausfindet, dass er nicht einmal ein bisschen Franzose ist, sondern viel mehr türkische DNA in sich tragen soll, dreht der Franzose vollkommen durch – und geht damit nicht nur seiner Familie tierisch auf die Nerven, sondern gefährdet zugleich auch die anstehende Hochzeit. Eine schwere Krise, die kaum zu bewältigen scheint…

    Kritik:
    Die Franzosen sind bekanntlich sehr stolz auf ihre Nationalität. Deutsche hingegen mögen sie nicht ganz so sehr und eigentlich auch den gesamten Rest der Welt nicht besonders. Schon dem ersten Teil von „Oh La La“ gelang es, herrlich über sich selbst zu lachen und diesen französischen Stolz gewaltig auf den Arm zu nehmen. Doch funktioniert das ein zweites Mal?

    Franzosen lachen über sich selbst
    Zumindest die Grundvoraussetzungen sind schon einmal erfüllt, denn das Kinopublikum bekommt es hier noch einmal mit der Originalbesetzung zu tun. Die besteht insbesondere aus den ungleichen Buddys Christian Clavier und Didier Bourdon, dessen Freundschaft eine regelrechte Hassliebe prägt. Zahlreiche der Gags bauen darauf auf, dass die beiden sich gegenseitig aufziehen und sich über die vermeintlichen kulturellen Eigenschaften des jeweils anderen lustig machen. Hat man den ersten Teil also gesehen, hat das zunächst einen herzerwärmenden Effekt, da das Widersehen mit den bekannten Charakteren schnell für gewisse Sympathiepunkte sorgt. Insgesamt weiß der Fan dabei auch schon, welcher Humor ihn hier erwarten wird.

    Alles nochmal von vorne
    Das Problem des Films wird allerdings schon durch den deutschen Untertitel deutlich: „Neue Tests, neues Chaos“. Mit anderen Worten: Alles einfach nochmal von vorne. Und genau das macht der zweite Teil dann auch noch. Die französische Komödie stellt kurzerhand die DNA-Tests des ersten Teils vollkommen in Frage, lässt die beiden Hauptprotagonisten noch einmal einen machen und führt auf die gleiche Weise mit vergleichbaren Witzen in die gleiche Eskalation. Tatsächlich muss man gestehen, dass der Humor von „Oh La La 2“ dadurch ziemlich abgenutzt und innovationslos erscheint. Hier und da ein paar andere Witze, aber eigentlich wirkt der Film beinahe wie ein Remake, bei dem man die gleiche Geschichte noch einmal neu gedreht hat. Braucht es das wirklich? Einfallslos ist das jedenfalls allemal, zumal eine wirkliche Charakterentwicklung innerhalb der beiden ausschlaggebenden Familien kaum zu erkennen ist. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.

    Kurzweiliger Culture Clash
    Was bleibt ist also einmal mehr eine solide und zumindest einigermaßen unterhaltsame Culture Clash-Komödie, bei dem dieses Mal andere Kulturen ein bisschen ihr Fett weg bekommen. Denn das Revidieren der vorherigen DNA-Tests lässt nun natürlich völlig andere kulturelle Hintergründe erkennen, mit denen die beiden Herrschaften natürlich genauso Probleme haben, wie mit den vorherigen – schließlich sind sie nicht französisch. So bekommen dieses Mal also insbesondere türkische und alergische Gewohnheiten und kulturelle Eigenschaften ihr Fett weg, was immerhin einigermaßen lustig ist, wenn man darüber genauso lachen kann, wie die Franzosen hier über sich selbst. Unter dem Strich bleibt „Oh La La 2“ damit aber zwar ein lustiger, aber irgendwie überflüssiger Film.

    Fazit:
    Alles nochmal auf Anfang: Der zweite Teil von „Oh La La“ wiederholt de facto die gesamte Story des ersten Teils und ersetzt sie in seiner Culture Clash-Comedy nun durch andere Kulturen. Das ist zwar durchaus kurzweilig lustig, aber insgesamt auch überflüssig und einfallslos. Ein bisschen mehr Charakterentwicklung hätte den Protagonisten sicherlich nicht geschadet.