• Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Das Ende der Sterne

    Das Ende der Sterne

    Land/Jahr:
    USA / GB 2026
    Genre:
    Thriller
    Regie:
    Ridley Scott
    Darsteller:
    Jacob Elordi
    Margaret Qualley
    Josh Brolin
    Guy Pearce
    Benedict Wong
    Allison Janney
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    119 Minuten
    Kinostart:
    27. August 2026
    Label:
    Walt Disney Studios
    Motion Pictures

    Eine mysteriöse Krankheit hat inzwischen einen großen Teil der Weltbevölkerung ausgelöscht. Nur noch wenige Überlebende befinden sich in den Städten und kämpfen oft verbittert um die letzten verbliebenen Ressourcen. Darunter befindet sich auch der Pilot Hig, dessen Frau und gesamter Freundeskreis während der Pandemie verstorben sind. Gemeinsam mit dem etwas eigenwilligen Ex-Marine Bangley verschanzt er sich auf einem alten, aber leider exponierten Flugplatz. Seine Devise: Erst schießen, dann Fragen stellen – selbst wenn die vermeintlichen Angreifer noch Kinder sind. Unterdessen begibt sich Hig immer wieder in seine kleine Cessna, um in der Stadt nach neuen Nahrungsmitteln zu suchen und bekommt derweil immer größere Zweifel an dieser Lebensweisheit. Nach dem Empfang eines Funkspruchs, der Hoffnung auf Überreste der Zivilisation macht, begibt er sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft – in der Hoffnung, dort das verlorene Glück wiederzufinden…

    Kritik:
    Das Leben nach der Apokalypse faszinierte den Kinobesucher schon immer, egal wodurch er auch verursacht werden mag. Nun darf also auch Ridley Scott sich endlich einmal mit diesem Thema befassen. Das ist nicht in jedem Punkt innovativ, bietet aber eine figurennahe überraschende Einfachheit.

    The Walking Dead ohne Zombies
    Genau genommen kennen wir das Prinzip nämlich bereits: Schon die Horrorserie „The Walking Dead“ präsentierte eine kleine Gruppe von Überlebenden, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Situation auseinandersetzen müssen. „Das Ende der Sterne“ verfolgt dabei den gleichen Ansatz und konzentriert sich auf zwischenmenschliche Konflikte in einer postapokalyptischen Ausnahmesituation, in der ein Fund der nächsten Nahrung ungewiss ist. Im Mittelpunkt stehen dabei Jacob Elordi als Hig und der kauzige Josh Brolin als Bangley, die ein hervorragendes ungliches Duo abliefern, das den Film beinahe zu einem Action-Buddy-Movie macht. Die Besonderheit allerdings: „Das Ende der Sterne“ verzichtet trotz des „The Walking Dead“-Prinzips vollständig auf Zombies und beschränkt sich auf die Auseinandersetzungen zwischen den Menschen.

    Vorhersehbare Gruppendynamik
    Durch die enorme Nähe zu den Figuren funktioniert das ziemlich gut, denn der Film widmet sich auch der Frage, ob das Überleben wohl allein oder gemeinsam doch einfacher sein mag. Gleichzeitig bedient sich der Film aber sehr großzügig bei bekannten Ideen und Elementen von „The Walking Dead“ und orientiert sich in seiner Dramatik immer wieder an einer vergleichbaren Gruppendynamik – sowohl hinsichtlich neuer Freundschaften, als auch möglicher verfeindeter Gruppen. Ein Problem bringt das leider durchaus mit: An gewissen Stellen entpuppt sich „Das Ende der Sterne“ als deutlich zu vorhersehbar, viele Gefahren sind bereits lange im Vorfeld erahnbar und treten dann auch genauso ein. Auch die moralischen und ethischen Fragen bleiben dabei bekannt – etwa, ob die Ermordung von Kindern für das eigene Überleben legitim ist und das Ziel jedes Mittel rechtfertigt.

    Liebe und Hoffnung sorgen für Dramaturgie
    Angereichert wird das natürlich noch durch eine – für einen postapokalyptischen Thriller fast schon obligatorische – Lovestory zwischen Jacob Elordi und Margaret Qualley. Auch hier unterstreicht „Das Ende der Sterne“ noch einmal die enorme Nähe zu den Figuren und damit seine emotionalen und dramaturgischen Stärken. Das Zusammenspiel der beiden harmoniert hervorragend und verstärkt die Thematik der Hoffnung in ungewissen und schwierigen Zeiten. Insgesamt funktioniert dieser Aspekt sogar erheblich besser als die Actionszenen, die sich nicht ganz so natürlich in den Film einfügen. Immer wieder entsteht der Eindruck, die Gewalt sei eher ein Fremdkörper, während sich Ridley Scott lieber Liebe, Hoffnung und den Charakteren der Figuren widmen möchte. Das ist allerdings nicht zwangsläufig ein Manko, sondern verleiht dem Film eher einen leichten „80er Jahre Touch“, bei dem derartige Charakternähe einst die Regel war.

    Fazit:
    Regisseur Ridley Scott widmet sich der Liebe und Hoffnung in Zeiten der Postapokalypse und greift dabei auf zahlreiche Elemente zurück, die aus „The Walking Dead“ bekannt sind. Das sorgt zwar für enorme Nähe zu den Figuren, macht den Film jedoch stellenweise auch vorhersehbar. Dramaturgisch funktioniert „Das Ende der Sterne“ mit seinen starken Charakteren jedoch hervorragend.