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    Ice Cream Man

    Ice Cream Man

    Land/Jahr:
    USA 2026
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Eli Roth
    Darsteller:
    Ari Millen
    Karen Cliche
    Benjamin B. Davis
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    87 Minuten
    Kinostart:
    6. August 2026
    Label:
    Studiocanal

    Die Schulklassse in einer amerikanischen Kleinstadt ist voller Freude, als sie plötzlich einen einladenden Eiswagen vorfahren sehen. Mit seiner eingängigen Melodie und dem sympathischen Erscheinungsbild, können die Kinder kaum abwarten, die leckere Süßigkeit endlich probieren zu dürfen. Bis auf ein Kind: Der junge Jared ist nämlich laktoseintolerant und darf deshalb auf gar keinen Fall Milchprodukte zu sich nehmen. Das stellt sich auch bald als Glück heraus: Die Kinder um ihn herum verwandeln sich nämlich plötzlich in blutrünstige Bestien, die mordend durch die Stadt ziehen und dabei selbst vor ihren eigenen Eltern keinen Halt machen. Dumm nur, dass sie auch Jared dazu zwingen wollen, endlich von diesem mysteriösen Eis zu kosten…

    Kritik:
    Spätestens seit dem kultigen „Hostel“ ist Regisseur Eli Roth für unterhaltsame Slasher-Filme bestens bekannt. Im Vorfeld zu „Ice Cream Man“ gab es jedoch eine große Kontroverse: Der Film soll teilweise mit KI erstellt worden sein und Eli Roth hatte zuvor darüber gelogen. Doch sieht man die generativen Inhalte überhaupt?

    Zynismus und schwarzer Humor
    Natürlich ist auch klar, dass man bei einem Horrorfilm von Eli Roth kein Storymeisterwerk erwarten kann. Insgesamt stellt sich die Geschichte von „Ice Cream Man“ schon recht früh als eher dünn heraus und besonders auf Spaß und Gewalt ausgelegt. Das wiederum funktioniert hervorragend, denn der Horrorfilm punktet in erster Linie vor allem durch seinen schwarzen Humor statt nur durch seine Gewaltszenen. Roth beweist einen eher spezielleren Blick auf das teils absurde Verhalten von Kindern und teilt dabei in alle Richtungen aus. Ob aufgebauschte Problematiken durch Laktoseintoleranz, Essstörungen im Schönheitswahn oder das Verhalten typischer „Dinkeldörte“-Eltern. Der pointierte Humor von „Ice Cream Man“ sitzt und ist für manchen Zuschauer vielleicht sogar ein bisschen Spiegel.

    Weapons trifft Terrifier
    Dass sich der Horrorfilm dabei nicht allzu ernst nimmt, erinnert an vielen Stellen an den Kult-Erfolg von „Terrifier“. So mancher im Publikum bezeichnet den Film wohl als eine Mischung aus „Terrifier“ und „Weapons“, gerade weil die Thematik um fremdgesteuerte mordlustige Kinder doch recht ähnlich ist. Auch stilistisch orientiert sich der Eismann ziemlich genau an „Terrifier“, denn auch die teils extrem blutigen Gore-Szenen zeigen reichlich Details. Für Fans des Genres entpuppt sich der Film als wahres Gore-Fest: Da werden Eiskugeln aus Gehirn gemacht, spaßig Eingeweide aus den Bäuchen gezogen, Gesichter zertrümmert und eigentlich alles angestellt, was man einem Körper auf brutalste Weise antun kann – und Eli Roth hält bekanntlich die Kamera in Nahaufnahme drauf. Für zartbesaitete Zuschauer ist der Film also trotz seines Humors nicht unbedingt geeignet.

    KI kaum bemerkbar, Snoop Doog einprägsam
    Und was ist jetzt eigentlich mit der künstlichen Intelligenz? Tatsächlich wird Eli Roth vorgeworfen, eine Comicszene mit der Titelmelodie des Eiswagens mit künstlicher Intelligenz erstellt und darüber gelogen zu haben. Insgesamt ist die Szene optisch ohnehin so generisch, dass dem Zuschauer das ohne diese Vorkenntnisse kaum aufgefallen wäre, unter dem Strich könnte man die Problematik als nebensächlich bezeichnen. Viel einprägsamer ist da schon die unheimliche Melodie des Eismanns, bei der Snoop Dogg als Songwriter sich kurzerhand selbst übertroffen hat und die – anders als der Comic selbst – auch lange im Gedächtnis des Publikums bleibt. Insgesamt wirkt der Film also stimmig und unterhaltsam-blutig, sofern man mehr Tiefgang als bei „Terrifier“ auch nicht erwartet.

    Fazit:
    Trotz der Vorwürfe um die Verwendung von künstlicher Intelligenz, ist Eli Roths „Ice Cream Man“ ein unterhaltsames Gore-Fest mit expliziten Szenen und reichlich schwarzem Humor. Ein durchaus spaßiger Mix aus „Terrifier“ und „Weapons“.