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    Die Odyssee

    Die Odyssee

    Land/Jahr:
    USA / GB 2026
    Genre:
    Fantasy
    Regie:
    Christopher Nolan
    Darsteller:
    Matt Damon
    Tom Holland
    Anne Hathaway
    Zendaya
    Lupita Nyong'o
    Robert Pattinson
    Charlize Theron
    Jon Bernthal
    Benny Safdie
    John Leguizamo
    Elliot Page
    Himesh Patel
    Mia Goth
    Travis Scott
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    172 Minuten
    Kinostart:
    16. Juli 2026
    Label:
    Universal Pictures

    Odysseus, König von Ithaka, ist bereits vor acht Jahren in die große Schlacht um Troja gezogen, die das Ende des Trojanischen Krieges bedeuten sollte. Mit hohen Verlusten konnte Ithaka die Schlacht für sich gewinnen, doch der König ist seither nicht in seine Heimat zurückgekehrt. Im Palast kam es zwischenzeitlich zu zahlreichen Veränderungen, denn während Odysseus Frau Penelope den leeren Thron alleine hütet, ist das Königshaus längst von Freiern besetzt. Nur eine ungewollte Hochzeit könnte dem Volk von Ithaka wieder einen neuen Anführer bescheren. Um das abzuwenden, macht sich Sohn Telemachos auf den gefährlichen Weg, seinen Vater zu suchen, stets in dem Wissen, dass die Feinde Ithakas nur darauf warten, ihn zu ermorden und den Thron an sich zu reißen. Doch dabei ahnt er noch gar nicht, welche gefährliche Odyssee sein Vater und seine Mannschaft seitdem unternehmen. Unter dem Zorn der Götter wird Odysseus konstant an der Heimkehr gehindert und zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Odysseus muss auf dem Weg in die Heimat gegen Riesen und Giganten kämpfen, den harschen Gewässern von Poseidon entkommen und sogar in die Hölle von Hades vordringen. Und dabei hinterlassen sie eine Blutspur, die quer durch die Zivilisation reicht…

    Kritik:
    Wenn Christopher Nolan einen neuen Blockbuster dreht, ist das meistens ein ziemliches Mammutprojekt. Schon „Oppenheimer“ ging vor wenigen Jahren in die Filmgeschichte ein, „Interstellar“ und „Inception“ waren da ebenfalls keine Ausnahme. Sein neuester Film „Die Odyssee“ dürfte unterdessen sein wohl größtes und beeindruckendstes Werk sein. Nolan verfilmt kurzerhand die griechische Mythologie und die gesamte atemberaubende Reise des Odysseus – und sorgt damit seit einem Monat für ausgebuchte Kinosäle bei praktisch jeder einzelnen Vorführung. Zurecht?

    Epischer Monumentalfilm
    Dass der Regisseur bei seinen Filmen keinerlei Kosten und Mühen scheut, versteht sich wohl eindeutig von selbst. Das wird bereits in den ersten Szenen klar, die den Zuschauer vollkommen in eine griechische Welt zu Zeiten des Trojanischen Krieges eintauchen lassen. Die Kostümierungen und Masken sind absolut eindrucksvoll und spiegeln die damalige Zeit bis ins kleinste Detail wieder. Das großformatige Bild seines IMAX-Drehs erweckt beim Publikum sofort den Eindruck, hier mitten im Geschehen in einer Zeit zwischen 1334 und 1135 vor Christus zu sein. Dazu tragen auch die Kulissen bei, die wirken, als hätte Nolan seinen Film mitten im antiken Griechenland gedreht, zwischen Steinpalästen und antiken griechischen Stätten. Selbst die Segelschiffe aus Holz wirken derart plastisch, dass wir das knarzende Holz im Wellengang schon fast spüren können. Zumal: Spüren können wir „Die Odyssee“ tatsächlich, denn der Sound ist so epochal, dass er bis in Mark und Bein geht. Nolan zeigt einmal mehr, dass er handwerklich und inszenatorisch ein absoluter Meister seines Faches ist – und allein der hämmernde Sound auf See bleibt lange im Gedächtnis.

    Das intensivere Game of Thrones
    Spannend ist das auch inhaltlich, denn sobald wir innerhalb der ersten halbe Stunde erst einmal in die Geschichte um Ithaka und Odysseus Reisen eingetaucht sind, fesselt der Film bis zur letzten Sekunde. Nolans „Die Odyssee“ gelingt dabei etwas, womit etwa „Game of Thrones“ immer schon Probleme hatte: Das epische Werk braucht keine nackte Haut und zahlreiche Erotikszenen, um mit dem Gerangel um den Thron Ithakas zu fesseln. Die Geschichte um Odysseus Frau, ihre drohende unfreiwillige Heirat mit einem potentiellen Thronnachfolger und dem vermeintlich schwachen Sonn Telemachos fesselt allein als antike Familiengeschichte, da wir dank dem Zusammenspiel von Tom Holland und Anne Hathaway stets extrem nah und intensiv an den Figuren bleiben. Selbst Fans kommen da schnell zu dem Ergebnis: „Die Odyssee“ übertrifft bei der Story um die Thronnachfolge sogar „Game of Thrones“, obwohl die Serie oftmals als beste ihrer Art gehandelt wird.

    Griechische Mythologie wird Fantasy
    Besonders spannend wird die Tatsache, dass das längst nicht der stärkste Part des Films ist, denn gerade bei der fantasievollen Reise des Odysseus wird erst so richtig klar, warum „Die Odyssee“ der wahrscheinlich beste Film des Jahres ist. Letztendlich ist der epische Monumentalfilm auch ein grandioser Fantasyfilm und bei der Inszenierung der Wesen aus der griechischen Mythologie womöglich gar der beste Fantasy seit „Herr der Ringe“. Taucht da erst einmal der einäugige riesige Kyklop auf, dessen CGI-Effekte wahrscheinlich ebenfalls in die Filmgeschichte eingehen, sitzt der Zuschauer schnell mit staunendem offenen Mund vor der Kinoleinwand. Etwas derartig fesselndes und in seinen Bann ziehendes hat man vermutlich seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen, falls überhaupt jemals. Und diesen Inszenierungsstil behält der Film bei: Ob beim Zusammentreffen mit der Zauberin Kirke, die ihre Opfer auf verstörende Weise in Tiere verwandelt, beim Angriff des Felsenmonsters Skylla oder beim Entkommen aus Poseidons Strudel. „Die Odyssee“ ist nicht nur eine epische und monumentale Verfilmung der griechischen Mythologie, sondern zugleich der beste Fantasyfilm seit Jahrzehnten.

    Fazit:
    Christopher Nolans Verfilmung der griechischen Mythologie und Odysseus Reise ist ein absolut episches und monumentales Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingeht. Mit einer ungeheuren Intensität liefert „Die Odyssee“ den besten Fantasyfilm seit Jahrzehnten und zugleich ein hochspannendes Drama um die Thronfolge Ithakas, das selbst „Game of Thrones“ übertrifft. Nolan hinterlässt mit diesem Werk sein Vermächtnis.