Review
| Der Super Mario Galaxy Film |
| Land/Jahr: USA / J 2026 |
| Genre: Animation |
| Regie: Aaron Horvath Michael Jelenic |
| Darsteller: - |
| FSK: ab 6 Jahren |
| Dauer: 98 Minuten |
| Kinostart: 1. April 2026 |
| Label: Universal Pictures |
Prinzessin Rosalina ist gerade dabei, ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen, als plötzlich eine riesige Roboterspinne vor ihrem Schloss auftaucht. Offensichtlich soll es sich noch rächen, dass sie Bösewicht Bowser geschrumpft und in einem Mini-Schloss eingesperrt hat. Sein Sohn Bowser Jr. setzt fortan nämlich alles daran, seinen Vater aus seinem Gefängnis zu befreien und endlich die Herrschaft über das Universum zu erlangen, wie es Bowser ihm anerzog. Damit das gelingt, wird Rosalina kurzerhand von Bowser Jr. gefangen genommen und soll dazu gezwungen werden, den Fluch auf seinem Vater aufzuheben. Da gibt es natürlich nur noch zwei Personen, die der Prinzessin jetzt noch helfen können: Die beiden Klempner Mario und Luigi machen sich prompt auf den Weg quer durch das Universum, um die Prinzessin ein für alle Mal aus den Fängen des Feindes zu befreien. Doch dabei haben sie nicht nur zahlreiche Hindernisse zu überwinden, sondern stellen vielleicht sogar fest, dass der große Bowser gar nicht mehr so böse ist, wie es einst schien…
Kritik:
Nach zahlreichen Pop-Up-Stores voller Merchandise und dem erfolgreichen ersten Super Mario-Film drei Jahre zuvor, gehört das Franchise von Nintendo noch immer zu den erfolgreichsten Marken in der gesamten Videospielindustrie. Dass eine Fortsetzung dementsprechend obligatorisch war, versteht sich sicherlich von selbst. Ähnlich wie in den Spielevorlagen aus „Super Mario Galaxy“ geht es nun also quer durch das Universum, auf die verschiedensten Planeten mit den unterschiedlichsten Herausforderungen.
World Design als Augenschmaus
Eine wichtige Stärke des Films kristallisiert sich dabei natürlich schon sehr früh heraus: Optisch ist „Der Super Mario Galaxy Film“ erwartungsgemäß noch weit mehr ein Augenschmaus, als es sein Vorgänger war. Nun wird die Videospielverfilmung auch noch um aufregende Science-Fiction-Elemente und wunderschöne Planeten erweitert, was schon auf den ersten Blick unglaublich hübsch aussieht. Beim World und Creature Design macht der Film also einmal mehr alles richtig, was sich nicht zuletzt etwa auch bei den niedlichen Nebencharakteren bemerkbar macht, bei denen unter anderem die „Luma“, die niedlichen bunten Sterne von Prinzessin Rosalina, hervorstechen können. Eine gelegentliche Jump’n’Run-Optik aus den damaligen alten Spielen, sorgt als Easter Egg zudem für zusätzlichen Spaß – vor allem bei Fans.
Dünne Story mit guter Charakterentwicklung
Bei den Schwächen allerdings bleibt sich der zweite Teil auch seinem Vorgänger treu und liefert somit ziemlich genau das, was die Fans erwarten. Kurz gesagt: Wer den ersten Film liebte, wird auch „Galaxy“ mögen. Wem der vorherige Film hingegen inhaltlich zu dünn war, der wird nun auch hier nicht gerade ein Storymonster erhalten. Insgesamt ist die Handlung vom „Super Mario Galaxy Film“ schlichtweg genauso dünn, wenn nicht sogar fast noch dünner, als beim ersten Film vor drei Jahren. Einzig die Charakterentwicklung von Bowser, der zwischen Bösewicht und Gutmütigkeit hin und hergerissen ist, gibt da einiges her. Die Hauptfiguren Mario und Luigi bleiben insgesamt aber leider sehr blass und haben hinsichtlich der Story nicht allzu viel zu erzählen.
Ein (zu) hektischer Jump’n’Run-Film
Schade ist angesichts des großartigen World Designs allerdings das Tempo des Films. Hier soll vermutlich die rasante Action des Jump’n’Run nachempfunden werden, schlussendlich führt das aber dazu, dass sich das Publikum oftmals durch den Film hindurchgehetzt fühlt. Viele der wunderschönen Schauplätze und Planeten sind nur sehr kurz zu sehen, da der „Super Mario Galaxy Film“ mit extrem schnellen Schnitten, Szenewechseln und Actionelementen durch die Kulissen hetzt. Gäbe das Universum des Films eigentlich zahlreiche Details her, dient sie hier leider nur als Mittel zum Zweck, um Actionszenen und Effekte aufzuhübschen. Insgesamt haben wir den Film aber an vielen Stellen als deutlich zu hektisch und dadurch manchmal etwas anstrengend empfunden, denn bei diesem maximalen Tempo überhaupt gedanklich mitzukommen, gestaltet sich nicht immer einfach. Vielleicht ist es an der Stelle gar besser, dass der Film unterdessen keine allzu komplizierte Story mitliefert.
Fazit:
Der zweite „Super Mario“-Film bleibt dem Stil seines Vorgängers treu: Die Story bleibt insgesamt dünn, das Tempo ziemlich hektisch und in der Optik und dem World Design liegt die große Stärke. Fans der Videospiele werden ihren Spaß haben, allen anderen reicht die Story vielleicht nicht aus.