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    Der Astronaut – Project Hail Mary

    Der Astronaut – Project Hail Mary

    Land/Jahr:
    USA 2026
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Phil Lord
    Chris Miller
    Darsteller:
    Ryan Gosling
    Sandra Hüller
    Milana Vayntrub
    Liz Kingsman
    James Ortiz
    Orion Lee
    Lionel Boyce
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    157 Minuten
    Kinostart:
    19. März 2026
    Label:
    Sony Pictures

    Früher hat Ryland Grace noch Naturwissenschaften studiert und eckte mit seinen außergewöhnlichen Theorien, an denen er standhaft festhielt, bei vielen Wissenschaftlern an. Heute hat er sich aus der Wissenschaft deshalb längst zurückgezogen und unterrichtet stattdessen Kinder an einer Mittelschule. Die aktuellen Ereignisse im Sonnensystem lassen ihm aber dennoch keine Ruhe. Es scheint, als würden mysteriöse außerirdische Mikroorganismen die Sonne abdunkeln und letztendlich zum Untergang des Planeten führen. Seine damaligen Theorien haben für European Space Agency-Mitarbeiterin Eva Stratt deshalb besondere Wichtigkeit: Ryland ist womöglich der einzige Wissenschaftler auf der Welt, der die Ursache des Phänomens entschlüsseln und so die Erde retten kann. Dumm nur, dass er sich dafür auf eine mehrjährige Reise ins Tau-Ceti-System begeben muss, ohne überhaupt eine Astonauten-Ausbildung abgeschlossen zu haben. Die letzte Hoffnung für die Menschheit könnte auch das Schicksal von Ryland Grace besiegeln…

    Kritik:
    Während die neuesten Star Trek-Serien so manchen Fan der Hard-Science-Fiction enttäuscht haben, sorgt ein neuer Film für Begeisterung auf der Kinoleinwand: Kurz vor dem Aufbruch der Artemis II in Richtung Mond, scheint „Project Hail Mary“ die große Genre-Hoffnung zu sein, die mit erzählicherem Tiefgang und der Entdeckung des Weltraums begeistert.

    Wissenschaftliche Hard-Science-Fiction
    Schon die Storybasis, auf welcher „Project Hail Mary“ seine Handlung aufbaut, lässt Science-Fiction-Fans jedenfalls schnell aufhorchen: Wissenschaft statt Action steht im Mittelpunkt der Geschichte. Genau genomman handelt es sich bei dem Film nach vielen Jahren sogar um den ersten Science-Fiction-Film, der vollständig ohne Gewaltszenen auskommt. Keine Weltraumschlachten, kein gruseliger Horror im Weltraum und auch kein Krieg der Zivilisationen. Stattdessen und das überrascht umso mehr: Molekularbiologie, Strahlenforschung, Kommunikation mit fremden Spezies, Erstkontakt zu Außerirdischen. Das alles macht den Kern der Handlung aus, ohne auch nur eine Kampfszene in den Film einzubauen.

    Extreme erzählerische Tiefe
    Tatsächlich sorgt genau diese erzäherische Tiefe auch für die Hochspannung bei „Project Hail Mary“. Die Story des Films setzt sich mit so vielen wissenschaftlichen Fragen auseinander, dass die Theorien bei Nerds wohl noch über Tage hinweg nachhallen werden. Ob es wohl möglich ist, Terraforming an einem gasförmigen Planeten durchzuführen? Wie die Kommunikation mit einem unbekannten Außerirdischen wohl stattfinden könnte, wenn die Sprache eine gänzlich andere Basis bietet? Ob es in den weiten des Weltraums völlig neue Elemente und Stoffe zu entdecken gibt, auf deren Basis außerirdische Organismen völlig anders funktionieren, als der Mensch? Und welche Rolle vielleicht sogar außerirdische Bakterien und Viren bei dieser Entwicklung spielen? Ein solcher wissenschaftlich-biologischer Tiefgang, wie ihn „Project Hail Mary“ vorweist, ganz ohne daraus eine Gefahr zu konstruieren, ist selbst für die vergangenen Jahrzehnte einzigartig. Doch dieser Film zeigt, dass Wissenschaft auch ganz ohne Gewalt und Action überaus spannend sein kann.

    Emotionen zu einem Außerirdischen
    Dazu trägt natürlich auch Ryan Gosling in der Hauptrolle als Ryland Grace einiges bei, da er die Geschichte auf das notwendige emotionale und einfühlsame Level bringt. „Project Hail Mary“ bleibt stets äußerst nah an der Figur und dessen Gefühlen, Bedürfnissen, Sehnsüchten und Ängsten. Das macht die Geschichte zwischen Wissenschaft und Erkundung, Jahre von der Erde entfernt, fesselnd und nachvollziehbar. Er ist zudem auch die perfekte Besetzung für den außerirdischen Erstkontakt, der ebenfalls zur wichtigen Kernhandlung von „Project Hail Mary“ gehört. Die emotionale Beziehung, die Gosling zu dem fremdartigen Außerirdischen aufbauen kann, sorgt für herzerwärmende Szenen, wie wir sie vermutlich zuletzt bei „E.T.“ von Steven Spielberg gesehen haben. Mit Science-Fiction, die alles bietet, was den Genrefan begeistert, ist „Project Hail Mary“ womöglich nicht nur jetzt schon der Film des Jahres, sondern vielleicht sogar der potentiell beste Film des Jahrzehnts.

    Fazit:
    Ein Traum für Science-Fiction-Fans: „Project Hail Mary“ liefert echte Hard Science-Fiction mit enormer erzählerischer Tiefe, die in jeder Hinsicht praktisch alles richtig macht. Völlig gewaltfrei bekommt der Genrefan eine Sci-Fi-Story über Wissenschaft, Biologie und Erstkontakt geboten, die auch auf der emotionalen Ebene von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Ein Meisterwerk des Jahrzehnts!