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    Für immer ein Teil von dir

    Für immer ein Teil von dir

    Land/Jahr:
    USA 2026
    Genre:
    Drama
    Regie:
    Vanessa Caswill
    Darsteller:
    Maika Monroe
    Tyriq Withers
    Rudy Pankow
    Lauren Graham
    Bradley Whitford
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    114 Minuten
    Kinostart:
    12. März 2026
    Label:
    Universal Pictures

    Vor sieben Jahren wurde Kenna Rowan zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil sie bei einem Autounfall den Tod ihrer großen Liebe Scotty verursacht hat. Ihr kurz darauf neugeborenes Kind wurde in einer Pflegefamilie untergebracht, den Eltern des Verstorbenen. Heute wurde sie endlich entlassen und kehrt in ihre Heimatstadt zurück. Dort einen Job zu finden, gestaltet sich auf Grund der Vorstrafen ziemlich schwierig und die Menschen in dem kleinen Ort sehen ohnehin verdächtig auf sie herab. Eine Chance gibt ihr vor allem Barbesitzer Ledger, der Kenna überaus faszinierend findet und Potential in der jungen Frau erkennt. Doch während sich zwischen den beiden zunehmend auch eine Liebesbeziehung anbahnt, ahnt er noch gar nicht, dass es sich um die Mörderin seines besten Freundes handelt. Und auch die Pflegeeltern sind von dem neuen Kontakt alles andere als begeistert, denn Kontakt zu ihrem Kind soll sie nach ihrem Willen auf keinen Fall erhalten…

    Kritik:
    Herzschmerz, starke Gefühle und intensive Young Adul-Geschichten: Dafür ist Autorin Colleen Hoover bekannt. Ein paar ihrer Bücher wurden bereits verfilmt. Schon „Nur noch ein einziges Mal“ und „All das Ungesagte zwischen uns“ konnten insbesondere das junge weibliche Publikum begeistern – und hatten reichlich Taschentuchpotential. In diesem Stil soll nun auch „Für immer ein Teil von dir“ weiter machen.

    Packendes Sozialdrama
    Die zugrundeliegende Geschichte könnte kaum heftiger sein: Der fahrlässigen Tötung verurteilt, weil ihre große Liebe bei einem Autounfall ums Leben kam, kämpft Maika Monroe in der Rolle der Kenna darum, ihre Tochter wiederzusehen. Schon die Grundprämisse ist emotional erdrückend: Die sozialen und finanziellen Schwierigkeiten nach einem Gefängnisaufenthalt, die Last des schweren Verlustes nach der Rückkehr in die Heimatstadt, das ständige Misstrauen gegenüber ihrer beruflichen Fähigkeiten. „Für immer ein Teil von dir“ ist von der ersten Minute an ein heftiges und intensives Sozialdrama über gesellschaftliche Probleme und einem Leben auf der schiefen Bahn, zwischen Armut, Vorstrafen und Kindesentzug. Eigentlich reicht diese Grundgeschichte schon aus, um bei einem Kinobesuch besser eine Packung Taschentücher dabei zu haben.

    Kampf um die Tochter
    Der intensivste Teil ist dabei der Kampf um ein Wiedersehen mit der eigenen Tochter, die von den Pflegeeltern abgeschirmt wird und auf Grund ihrer Vorgeschichte nahezu unerreichbar scheint. Hier kommt zur Freude vieler Fans ein bisschen das Feeling aus „Gilmore Girls“ auf, auch auf Grund der Rolle von Lauren Graham als Pflegemutter. „Für immer ein Teil von mir“ hat aber nicht die positive, lockere und freundliche Atmosphäre, sondern erschlägt das Publikum geradezu mit Ernsthaftigkeit und Dramatik. Verschnaufpausen gibt es da nur wenig, denn der Film wird von seiner dichten und kompromisslosen Dramatik getragen. Dabei brilliert insbesondere Maika Monroe in der Hauptrolle, die ihre sozial schwierige Hauptfigur erstklassig und eindrucksvoll spielt. Selbst die Maske abseits des Glamours, die Armut und Stress sichtbar machen, ist an der Stelle unglaublich gut gelungen.

    Etwas konstruierte Lovestory
    Fast schon etwas drüber wirkt dabei die Lovestory, die in den Verfilmungen der Hoover-Bücher für gewöhnlich nicht fehlen dürfen – und schon bei den vorherigen beiden Filmen eine Schwachstelle darstellen. Auch „Für immer ein Teil von dir“ leidet darunter, dass die Geschichte etwas zu sehr in konstruiertem Kitsch abdriftet, der nicht immer glaubwürdig ist. Dass Ledger die junge Frau nicht erkennt, obwohl sie seinen besten Freund auf dem Gewissen hat, mag man dem Film durchaus noch abkaufen. Die dabei entstehende, ultradramatische Liebesgeschichte wirkt dabei aber deutlich weniger realistisch, als etwa das abschottende und negative Verhalten der Pflegefamilie. Ob es diese Extraportion Dramatik überhaupt gebraucht hätte, oder der Kampf um die Tochter nicht bereits ausgereicht hätte, darüber kann man sich sicherlich streiten. Eines ist jedoch sicher: Spätestens jetzt sitzt so manche weibliche Zuschauerin mit Tränen in den Augen im Kinosaal.

    Fazit:
    Das emotional hochintensive Drama um Vorstrafen, Kindesentzug und einer verbotenen Liebe sorgt schnell für Herzschmerz und den Bedarf nach Taschentüchern. Die dramatische Story um die Sehnsucht nach der eigenen Tochter macht „Für immer ein Teil von dir“ jedoch zur besten Hoover-Verfilmung und Lauren Graham sorgt für einen zusätzlichen Anreiz bei „Gilmore Girl“-Fans.