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    The Bride!

    The Bride!

    Land/Jahr:
    USA 2026
    Genre:
    Fantasydrama
    Regie:
    Maggie Gyllenhaal
    Darsteller:
    Jake Gyllenhaal
    Christian Bale
    Jessie Buckley
    John MAgaro
    Julianne Hough
    Peter Sarsgaard
    Penelope Cruz
    Annette Bening
    Louis Cancelmi
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    126 Minuten
    Kinostart:
    5. März 2026
    Label:
    Warner Bros.

    Das von Doktor Frankenstein geschaffene Monster weilt inzwischen seit mehr als hundert Jahren unter den Lebenden. Doch eines konnte er bisher noch nie erleben: Eine echte Partnerschaft. Der aus den Körperteilen verschiedener toter Menschen zusammengesetzte Frank fühlt sich schon seit Ewigkeiten einsam, selbst ein einfaches Händeschütteln ist ihm völlig fremd. Helfen kann ihm offenbar nur die verrückte Wissenschaftlerin Dr. Euphronious, die sich schon in zahlreichen Büchern mit der Wiederbelebung toter Tiere auseinandergesetzt hat. Nun soll sie selbiges auch erstmals mit einem Menschen versuchen, denn Frank wünscht sich nur eines: Endlich eine Partnerin, die so ist, wie er selbst. Die kürzlich verstorbene Ida soll deshalb als „Braut“ für Frank herhalten. Eine hübsche Frau, die ihr Erinnerungsvermögen völlig verloren hat und das Monster als einzige Bezugsperson sieht. Dumm nur, dass die vermeintliche „Braut“ sich zwar an Frank hängt, sich dabei aber ganz und gar nicht so verhält, wie er das zunächst erwartet hatte…

    Kritik:
    Die guten alten Geschichten über Frankenstein liegen wieder im Trend. Ausgerechnet der neueste Netflix-Film „Frankenstein“ schafft es dabei sogar zu den diesjährigen Oscars. Auf der Kinoleinwand aber sieht das anders aus. „The Bride“ über Frankensteins Braut entpuppt sich bisher finanziell als Flop an den Kinokassen. Hätte der Film mehr Zuschauer verdient?

    Bonnie & Clyde mit Frankenstein
    Interessant ist die Idee der Story dabei allemal. Integriert in ein wunderhübsches und stimmiges Setting der 1930er Jahre bekommt Frankensteins Monster ein einfühlsames und emotional funktionierendes Liebesdrama spendiert. Der nämlich will nach all den Jahren endlich die Einsamkeit beseitigen und echte Liebe verspüren. Der Wunsch nach einer Partnerin oder gar einer Ehefrau mutet kurios an, macht aber gerade in diesem leicht an Steampunk erinnernden Setting ziemlichen Spaß. Die von den Toten wiederbelebten Monster kommen plötzlich im unterhaltsamen Zweiergespann daher und sorgen dabei für eine „Bonnie & Clyde“-Story der etwas anderen Art. Denn klar ist: Diese ungewöhnliche Liebe geht auch über Leichen, um ein gemeinsames Leben führen zu können.

    Einfühlsames Monster
    Warum also hat „The Bride“ so große Probleme an den Kinokassen? Am Hauptdarsteller Christian Bale in der Rolle des Frank liegt es jedenfalls nichts. Emotional kann sich das Publikum gut in seine Bedürfnisse hineinversetzen und mit seiner scheinbar harmlosen, freundlichen Art kann er durchaus schnell Sympathiepunkte angeln – erst recht mit der durchweg gelungene Maske. Da schließen sich auch die zahlreichen Nebendarsteller an, die den Film mit soliden schauspielerischen Leistungen tragen. Vom vermeintlichen Mafiaboss, der ein wenig an „Der Pate“ erinnert, bis zu den stylischen 30er Jahre Detectives in Chicago kann sich der Film als eine Art innovative Mystey Crime Geschichte ziemlich sehen lassen. Aus künstlerischer Sicht hat „The Bride“ eindeutig seine Schauwerte.

    Ultraschräg bis nervtötend
    Problematisch wird es dann bei der eigentlichen titelgebenden Hauptrolle von Jessie Buckley als die „Braut“. Scheinbar geradezu zwanghaft möchte Regisseurin Maggie Gyllenhaal ihren Streifen zu einem wahrhaften Kunstfilm machen. Im Ergebnis ist das ziemlich schräg bis nervtötend, denn Buckley spielt als Ida eine ganz schön anstrengende Hauptrolle. Ihr ständiges durchgeknalltes „Tourette“, bei dem sie vermeintlich pseudo-intellektuelle Wortfetzen lautstark ihrer Umgebung zu schreit, geht doch manchem Zuschauer schnell ein wenig auf die Nerven – besonders in der ersten Hälfte des Films. Ihre Doppelrolle als Autorin Mary Shelley, die aus dem Off praktisch Besitz von der Braut ergreifen will, macht es da nicht gerade besser, denn die Schwarz-Weiß-Kunsteinlagen wirken eher deplatziert und stören den Storyfluss des Liebesdramas. Immer dann, wenn „The Bride“ also Kunstwerk sein will, wird das Drama zu einem sperrigen Film.

    Fazit:
    Mit einem sitmmigen 30er Jahre Setting, einer „Bonnie & Clyde“-Story im Mystery Crime-Stil und einem großartigen Christian Bale in der Hauptrolle als Frankensteins Monster hat „The Bride“ durchaus zahlreiche Schauwerte. Leider stolpert der Film allerdings an seinen teils anstrengenden Kunst-Anteilen, wenn die titelgebende Braut es mit sperriger Schrägheit übertreibt.