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    Necrophile Passion

    Necrophile Passion


    Land/Jahr:
    A / D 2013
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Tom Heidenberg
    Darsteller:
    Günther Brandl
    Eldrid Remy
    Katharina Buchberger
    FSK:
    ungeprüft
    Dauer:
    52 Minuten
    Kaufstart:
    21. Februar 2025
    Label:
    Black Lava Entertainment

    Nach der Trennung von seiner Freundin fällt ein junger Mann in ein Loch voller Einsamkeit, Liebeskummer und Selbstzweifel. Zu allem Überfluss entdeckt er bei einem Spaziergang im Wald dann auch noch die Leiche einer Frau. Zögernd, ob er wirklich den Notruf wählen sollte, kommt er schnell auf unanständige Gedanken: Er entscheidet lieber, den leblosen Körper mit in seine Wohung zu nehmen, um seine sexuellen Gelüste zu befriedigen. Der Leichenschänder findet so wieder die Kraft, seine Lebensfreude wiederzuerlangen – doch in den Tiefen seiner Psyche hat die nekrophile Tat längst Spuren hinterlassen. Die Wut auf seine Ex-Partnerin bleibt und während er sich fortwährend mit der Toten vergnügt, schmiedet er den Plan, sich auch an der Ex-Freundin zu rächen…

    Kritik:
    Pure fucking underground – so bewirbt sich das österreichische Label Black Lava Entertainment, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, kontroverse und extreme Nischenfilme auf den Markt zu bringen. Das sind zuweilen auch echte No-Budget- und Amateurfilme, die sich heftigen Themen und den Abgründen der Psyche widmen.

    Aufgestiegen aus dem Untergrund
    Liest man allerdings den Namen Thomas Binder, der bei diesem Film noch unter seinem Pseudonym Tom Heidenberg in Erscheinung trat, ist dieser zumindest in der Szene des Underground-Films kein ganz so Unbekannter mehr. Gerade gemeinsam mit Brandl Pictures und Black Lava erschienen doch inzwischen einige Titel aus seiner Feder, die mitunter auch für einiges an Aufmerksamkeit sorgten. Das liegt nicht unbedingt immer nur daran, dass die Filme eine besonders extreme Härte vorweisen können, sondern auch daran, dass sie sich an schwierige, kontroverse und sensible Themen heranwagen. Das frühere Werk „Necrophile Passion“ ist da keine Ausnahme und das liegt nicht nur am Thema der Nekrophilie.

    Intime Einblicke in die Psyche
    „Necrophile Passion“ setzt sich also nicht nur mit dem äußerst ungewöhnlichen Fetisch des Sex mit Verstorbenen auseinander, sondern bietet auch einen überraschend intimen Einblick in die menschliche Psyche. Nur selten bekommen Zuschauer schließlich besonders nahe Einblicke in die Vorgänge des selbstverletztenden Verhaltens, bei dem sich Betroffene mit einer Rasierklinge ritzen oder gar die Pulsadern aufschneiden wollen. Günther Brandl wagt in der Hauptrolle als psychisch kranker Nekrophiler eine unangenehme Nähe zur Gefühlswelt einer solchen Person. Mit Nahaufnahmen von den Verletzungen, mit einem starken Blick der Kamera auf die Mimik des Betroffenen, aber auch mit Einblicken in seine Gedankenwelt erzählt aus dem Off. Da ist auch schnell vergessen, dass die schauspielerische Leistung zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch recht amateurhaft erschien.

    Mix aus Ekel und Erotik
    Dass „Necrophile Passion“ diesen intimen Einblick dann auch noch bei recht expliziten Szenen hinsichtlich der Nekrophilie verstärkt, macht den Film – trotz seiner Amteuerhaftigkeit – noch mehr besonders. Fast schon wie ein Softporno wirkt es da, wenn sich die Hauptfigur an der Leiche einer toten Frau vergreift und doch recht klar sichtbar den Geschlechtakt mit ihr vollzieht. Aber auch Katharina Buchberger darf da mal ran, wenn sie sich völlig mit Blut besiedelt auf dem leblosen, schon teilweise verwesten Körper einer Leiche räkelt. Nun, klar ist: Für den normalen Zuschauer ohne entsprechende Neigungen ist ein Großteil dieser Szenen eher weniger erotisch oder gar erregend. „Necrophile Passion“ bringt eher Erotik und Ekel zusammen und entfaltet gerade wegen seinen abstoßenden Szenen eine gewisse Wirkung beim Zuschauer. Schade ist da nur, dass sich Black Lava Entertainment leider nicht die Mühe gemacht hat, zwei Pixelfehler auf der Disc vor der Veröffentlichung auch zu entfernen – das trübt dann leider das Filmerlebnis

    Fazit:
    Der etwas kontroverse Erotik-Horrorfilm „Necrophile Passion“ mag zwar etwas amateuerhaft wirken, bietet jedoch außergewöhnlich intime Einblicke in die Psyche von Menschen mit selbstverletztendem Verhalten. Eigentlich liegt darin eher die Stärke des Films, während die vordergründigen Nekrophilie-Szenen eher abstoßen und schockieren sollen.

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