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    Winnie the Pooh: Blood and Honey

    Winnie the Pooh: Blood and Honey


    Land/Jahr:
    GB 2023
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Rhys Frake-Waterfield
    Darsteller:
    Amber Doig-Thorne
    Craig David Dowsett
    Natasha Tosini
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    84 Minuten
    Kaufstart:
    6. Juli 2023
    Label:
    Plaion Pictures

    Es gab einmal eine Zeit, da waren Winnie Pooh und Ferkel die besten Freunde des jungen Christopher Robin. Immer wieder spielten die drei miteinander und hatten ziemlich viel Spaß. Inzwischen jedoch ist Chris längst erwachsen geworden und lebt mit seiner Freundin in einer Großstadt. Seine Freunde aus der Kindheit hat er beinahe komplett vergessen. Als er eines Tages in den 100-Morgen-Wald zurückkehrt, um seiner Partnerin von den damaligen Erlebnissen zu berichten, erkennt er das Zuhause des netten flauschigen Bären gar nicht mehr wieder. Gekränkt und verlassen ist Winnie Pooh auf seinen Freund überhaupt nicht mehr so gut zu sprechen. Traumatisiert machen Pooh und Ferkel nun Jagd nach jedem Menschen, der ihnen über den Weg läuft – und damit beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Auch für einige Freundinnen, die in diesen Tagen einen entspannten Urlaub im Wald verbringen wollen…

    Kritik:
    Die flauschigen süßen Tiere rund um Winnie Pooh, Ferkel, I-Aah und Tiger gehören wohl zu den größten Kult-Zeichentrickfiguren der Fernsehgeschichte. Das einstige Publikum der Kinderserie ist aber inzwischen ein bisschen älter geworden und da ist die Zeit natürlich reif für eine „Erwachsenenversion“ des pummeligen honigsüchtigen Bären. Regisseur Rhys Frake-Waterfield kam nämlich auf die wahnwitzige Idee, doch einfach eine Horrorversion von Winnie Pooh zu drehen.

    Winnie Pooh als Horrorfilm
    Auf einigen Filmfestivals war die ziemlich durchgeknallte Idee natürlich schon ein wahrer Hit – und vor allem eingefleischte Horrorfans feiern den abgefahrenen Horrorfilm, der nur wenige Tage in den deutschen Kinos lief, schon jetzt. Dass er seine Fans vor allem unter Liebhabern fand, ist derweil natürlich nicht verwunderlich: „Winnie the Pooh: Blood and Honey“ ist nämlich keine Hochglanzproduktion, wie es einst „Christopher Robin“ von Disney war, sondern ein ziemlich günstig produzierter Trash-Horrorfilm. Genau genommen setzt der Streifen die altbekannte Horrorfilm-Story von den Hinterwäldlern im finsteren Wald um, die sich über eine Gruppe ziemlich dümmlicher freizügiger Frauen hermacht. Nur mit dem Unterschied, dass die Rednecks hier doch kurzerhand durch Winnie Pooh und Ferkel ersetzt werden – was für sich genommen schon urkomisch ist.

    Abgefahrener Low Budget-Streifen
    Kann man dem Low Budget-Horrorfilm etwas abgewinnen, so liefert der Film einen erwartungsgemäß hohen Unterhaltungswert. Das liegt vor allem an der etwas schrägen Situationskomik und Mimik der beiden Bösewichte des Films. Stellt der riesige gelbe Winnie Pooh mit seinen ulkig wackelnden Ohren fest, wo sich seine nächsten Opfer befinden, hat das trotz des hohen Gewaltanteils einen gewissen Humor zu bieten. Auch der Anblick, wie dieser riesige Bär hinter seinen nächsten Mordopfern herläuft, ist urkomisch und macht „Winnie the Pooh: Blood and Honey“ glatt zu einer regelrechten Horrorkomödie. Das Hetzen der beliebten Bienen, deren Honig der gar nicht mehr so süße Bär liebendgern vernascht, auf die flüchtenden Opfer gleich der nächste durchgeknallte Moment des Films. Der „Winnie Pooh“-Horrorfilm hat einige so verrückte und schräge Szenen zu bieten, dass der Streifen trotz seines niedrigen Budgets zum Kultfilm werden dürfte.

    Gewalt und Gore für Liebhaber
    Dabei ist der Gewalt-, Splatter- und Gore-Anteil gar nicht einmal so gering und für einen Streifen mit derart geringem Budget sogar überraschend realistisch ausgefallen. Fährt Winnie Pooh mit einem Auto in Nahaufnahme über das Gesicht eines seiner weiblichen Opfer, können sich die Effekte des Films schon gut sehen lassen – und sind eher nichts für ein zartbesaitetes Publikum. Auch der Einsatz eines Körperschredders, das Schwingen der Machete und andere beliebte Folter- und Tötungsmethoden dürften den Horrorfan wohl mehr als befriedigen. Eines steht wohl fest: So brutal haben wir „Winnie Pooh“ noch nie gesehen und selten haben wir das Publikum bei einem Horrorfilm so häufig schmunzeln hören.

    Fazit:
    Nichts für Kinder: Mit „Blood and Honey“ erscheint der erste echte Horrorfilm mit dem Kultbären Winnie Pooh. Das ist durchgeknallt und genial zugleich, hat als Trash-Granate einen ordentlichen Unterhaltungswert und kann sich auch bei der Gewaltdarstellung sehen lassen. Günstig produziert und doch ein Fest für Genreliebhaber.

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