The Road - Virtual DVD Magazine – Kinobereich
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    The Road

    The Road

    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Drama
    Regie:
    John Hillcoat
    Darsteller:
    Viggo Mortensen
    Kodi Smit-McPhee
    Charlize Theron
    Robert Duvall
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    111 Minuten
    Kinostart:
    7. Oktober 2010
    Label:
    Senator

    Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Das Land ist völlig verbrannt, Aschewolken bedecken den Himmel. Die Landschaft ist nicht mehr grün, sondern grau. Wasser ist kaum in Sicht. Von Nahrungsmitteln ganz zu schweigen. Nur wenige Menschen haben überlebt. Darunter ein Mann und sein Sohn, die verzweifelt versuchen, am Leben zu bleiben. Völlig unterernährt und ohne feste Unterkunft. Hinter jeder Ecke und in jedem verlassenen Haus könnten Überlebende stecken, die ihnen selbst ihr letztes Hemd wegnehmen wollen. Wenn es denn dabei bleibt, denn einige der Menschen haben längst angefangen, zu Kannibalen zu werden, um zu überleben. Menschen werden gejagt, wie Tiere. Dennoch machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg in Richtung Süden, wo sie sich ein besseres Klima und die letzte Zivilisation erhoffen. Doch wird ihr Traum in Erfüllung gehen?

    “The Road” ist eine Endzeitgeschichte, inmitten einer heruntergekommen Welt. Bereits zu Beginn stellen wir überrascht fest, dass hier auf jedes kleinste Detail geachtet wird. Die Gegend ist düster und grau. Die Erde und die Pflanzen sind von Asche überdeckt, Sonne ist kaum mehr zu sehen. Die gesamte Natur ist völlig abgebrannt, ständig erschüttert die Erde durch starke Erdbeben. Ein Mann und sein Sohn stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Unterernährt und mit wenig Nahrung. Sie versuchen zu überleben, koste es, was es wolle. Durch diese extreme Detailverliebtheit, die sich durch den gesamten Film erstreckt, entsteht eine unglaublich intensive und beeindruckende Atmosphäre, die von Beginn an fesseln kann. Doch die Story bleibt offen. Es ist nicht wirklich ersichtlich, was eigentlich geschehen ist. Nur in kurzen Sekundenausschnitten wird angedeutet, wie die Erde völlig verbrannt ist. An jeder Ecke könnte ein Feuer ausbrechen. Doch die Ursache ist ungeklärt – und das bleibt sie auch. War es eine Umweltkatastrophe? Ein Krieg? Man weiß es nicht. Doch das ist gut so, denn so regt “The Road” extrem zum Nachdenken an und bietet zudem Interpretationsspielraum. Die Story ist definitiv keine, die an einem vorbei geht. Das mag aber nicht nur daher kommen, dass die Storyhintergründe offen bleiben, sondern auch an einigen diversen heftigen Szenen. Wenn hier nämlich Menschen zum Verzehr gejagt werden, als wären sie Tiere, hinterlässt das selbst beim eingefleischten Filmfan einige Spuren. Gleichzeitig kann “The Road” auch gruselige Züge annehmen, als die beiden einen Keller entdecken, in denen sie von hungernden und abgemagerten Überlebenden angegriffen werden. Doch nicht alle Menschen sind schlecht. Manche sind einfach nur alt und zugleich hilfsbereit. Andere würden niemals jemanden töten, sind jedoch bereit zu stehlen, um zu überleben. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind fließend, doch das verpasst dem Film auch interessante Charakterzeichnungen. “The Road” gehört somit also eindeutig zu den Highlights dieses Filmjahres, auch wenn man dies mangels offensiver Promotion nicht annehmen mag. Doch Viggo Mortensen in der Hauptrolle liefert ebenso herausragende Leistungen ab, wie sein Filmsohn Kodi Smit-McPhee. Beide können sich selbst immer wieder übertreffen und ihre Emotionen perfekt in Szene setzen. Sei es die traurigen Momenten, wenn er sich an seine Frau erinnert, oder die Entdeckung von Gefahren, die ihn spontan kaltherzig werden lassen. Ähnlich, aber anders dagegen Smit-McPhee, der sich sehr nach Gleichaltrigen sehnt und das Gute in den Mitmenschen zu finden versucht. Beides zusammen ergibt eine unglaublich menschliche und emotionale Verbindung, die kaum zu übertreffen ist. Daher kann man für “The Road” eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.

    Fazit:
    Unglaublich emotionales und atmosphärisches Endzeit-Drama mit zwei Charakterzeichnungen, die kaum besser hätten umgesetzt werden können.

    Trailer:
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