Young Sheldon - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Young Sheldon

    Young Sheldon


    Land/Jahr:
    USA 2017
    Genre:
    Sitcom
    Regie:
    Diverse
    Darsteller:
    Iain Armitage
    Zoe Perry
    Lance Barber
    Montana Jordan
    Raegan Revord
    Annie Potts
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    440 Minuten
    Kaufstart:
    Amazon Video:
    8. Oktober 2018

    DVD:
    6. Dezember 2018
    Label:
    Warner Bros.

    Alle Wissenschaftler fangen irgendwann mal klein an. So auch der noch 9-jährige Sheldon Cooper, der wegen seiner hohen Begabung bereits jetzt auf die Highschool geht. Und selbst dort scheint er noch unterfordert: Seinen Lehrern macht er regelmäßig das Leben damit schwer, dass er den Unterrichtsinhalt oft besser beherrscht, als das Lehrpersonal selbst. Eine solch überaus hohe Intelligenz sorgt mitunter aber auch für zahlreiche Probleme im Leben des jungen Sheldon. So hat er nicht nur zahlreiche Phobien und Eigenheiten, mit denen er im Alltag klar kommen muss, sondern auch die Beliebtheit bei anderen Kindern hält sich stark in Grenzen. Typische Nerdprobleme eben: Ein hoher Bildungsgrad führt eben auch zu einer gewissen Einsamkeit. Allerdings auch zu einer gewaltigen Portion Humor…

    Nerd in der Kindheit
    Der wahrscheinlich bekannteste Nerd der Welt, kann wohl nur eine Person sein: Sheldon Cooper, den wir als Hauptfigur aus der beliebten Comedyserie „The Big Bang Theory“ kennen. Als absoluter Publikumsliebling und mit seinen zahlreichen besonderen Eigenheiten kann es da eigentlich nur konsequent sein, ihm auch eine Serie über seine Kindheitserfahrungen zu widmen. Und die können für Außenstehende und vor allem für den Zuschauer schon ziemlich witzig sein. In kleinen, gerade einmal 20-minütigen Episoden bekommen wir also regelmäßige Einblicke in das Leben seiner Kindheit, das aus absurden Phobien vor Krankheiten und Hunden besteht, aus ausufernder Besserwisserei gegenüber Lehrern und anderen durchaus gebildeten Personen und natürlich auch aus einer gewissen Abneigung gegenüber Religion. Was natürlich vor allem deshalb ein Problem ist, weil Sheldons Mutter zu den besonders streng religiösen Menschen gehört. Nerds können sich in seine Weltanschauung aber häufig gut hineinversetzen, spiegelt der kindliche Sheldon Cooper nicht selten die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse eben dieser Zielgruppe wieder.

    Die Rückkehr des Originals
    Und vor allem Fans von „The Big Bang Theory“ dürfen sich natürlich freuen: Jim Parson spricht den Sprecher in dieser Serie schließlich selbst und kommentiert damit seine eigenen Kindheitserfahrungen. Für die deutschen Zuschauer bedeutet das: Sie werden auch in der Synchronisation desöfteren die Stimme des erwachsenen Sheldon zu hören bekommen, der die Ereignisse seiner Kindheit aus Sicht des Erwachsenen kommentiert. Dafür allein dürfte es sich für Fans wohl schon lohnen, „Young Sheldon“ auf jeden Fall eine Chance zu geben. Natürlich aber auch deshalb, weil Iain Armitage als nicht ganz unerfahrener Kinderdarsteller diese Rolle auch hervorragend verkörpert. Das etwas abgehobene, aber überaus schüchterne Auftreten des nerdigen „typisch blassen Jungen“ passt gespielt von Armitage einfach perfekt. Den Fans dürfte es damit ziemlich leicht fallen, ihm die Rolle des eigenwilligen Nerds zu jedem Zeitpunkt abzukaufen.

    Humor für Zwischendurch
    Generell handelt es sich bei „Young Sheldon“ allerdings um eine noch kurzweiligere Serie, als das Original „The Big Bang Theory“. Vor allem deshalb, weil die Serie überwiegend vor allem ernsthaftere Themen vermeidet und somit eher zu einer Sitcom über Familien- und Schulsituationen wird. Durch die geringe Laufzeit der einzelnen Episoden eignet sie sich zudem hervorragend, um gelegentlich zwischendurch gesehen zu werden, wenn man doch einmal die Lust nach ein wenig leichterer Unterhaltung verspürt. Hier eignet sich „Young Sheldon“ aber für die Sichtung bei Video on Demand-Anbietern, wie Amazon Prime Video deutlich besser, als in der wöchentlichen Fernsehausstrahlung – vor allem, weil Werbeunterbrechungen bei derartig kurzer Laufzeit dann doch umso mehr stören. Für das Bingewatching in wenigen Tagen perfekt, gibt es mit diversen Anspielungen auf das weitere Leben von Sheldon Cooper nach „The Big Bang Theory“ und diversen Gastauftritten von Elon Musk oder Michael Cudlitz auch ausreichend Fanarbeit, an der sich Nerds wohl ziemlich erfreuen dürften.

    Fazit:
    Kurzweilige Unterhaltung für Nerds, die sich in der Hauptfigur vermutlich ebenso gut wiedererkennen dürften, wie im erwachsenen Sheldon Cooper. Die perfekte Sitcom für Zwischendurch.

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