Werner – Eiskalt - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Werner – Eiskalt

    Werner – Eiskalt


    Land/Jahr:
    D 2010
    Genre:
    Komödie
    Regie:
    Gernot Roll
    Darsteller:
    Rötger Feldmann
    Ivonne Schönherr
    Marysol Fernandez
    FSK:
    ab 6 Jahren
    Dauer:
    93 Minuten
    Kaufstart:
    1. Dezember 2011
    Label:
    Constantin Film


    Das Geschäft mit dem geliebten Comics ist längst ziemlich hart geworden, seitdem die Mangas auf dem Vormarsch sind. Doch Brösel kann aus Liebe zu seinen erfolgreichen „Werner“-Comics einfach nicht aufgeben und setzt alles daran, seine Werke endlich auch auf die Leinwand zu bringen. Dumm nur, dass er ausgerechnet jetzt einen entspannten Tag am Strand verbringen will und beim Blick auf die hübsche Blondine plötzlich unangenehm auf einem Stein landet. Kurzerhand für tot erklärt, kommt das Geschäft mit den Comics erst so richtig in Gang und der Verlag zögert nicht lange, seine Werke doch noch zum finanziellen Erfolg zu bringen. Doch in Wirklichkeit ist Brösel noch längst nicht dauerhaft von uns gegangen – und das will er uns mit seinem Alter Ego Werner auch gewaltig zeigen…

    Kritik:
    Jahre haben die Fans des beliebten „Werner“ nun auf eine Fortsetzung warten müssen und mit „Werner – Eiskalt“ bekommen sie nun den fünften Teil der erfolgreichen Zeichentrickreihe geboten. Nun steckt Brösel schließlich erneut in großen Schwierigkeiten und versucht, mit seinem Werner gegen die gehassten Mangas anzukämpfen. Dabei hat der längst ganz andere Probleme und muss sich aus dem eigenen Tod befreien, während Werner sich vor allem mit den örtlichen Polizisten anlegt und seinen Mitmenschen obendrein meist großes Leid zufügt.

    Brösel ist tot – Werner lebt weiter
    Nun, manche Fans haben sich schon immer gefragt, was es eigentlich genauer mit diesem Brösel auf sich hat und wie genau die beliebten Rockerfiguren überhaupt entstanden sind. Das will er uns in „Eiskalt“ nun tatsächlich zeigen, in dem wir nicht nur Werner, sondern gelegentlich auch Brösel mit seinen Motorradfreunden begleiten dürfen, die ihren Charakter nun einmal so richtig zeigen dürfen. Da stellen wir dann recht schnell fest, dass locker ein Drittel des Filmes wohl als Realfilm mit Brösel gedreht wurde und wir so meist aus der realen Welt erleben dürfen, wie Brösel womöglich bald wieder von den Toten aufersteht. Die Parallelen zwischen den Erlebnissen von Brösel und seinem Alter Ego Werner werden dabei umso deutlicher dargestellt, sodass wohl niemand mehr daran zweifeln wird, dass Brösel in Werner letztendlich seine eigenen Erlebnisse niedergezeichnet hat. Dumm nur, dass das den echten „Werner“-Fans schon bald auf die Nerven gehen dürfte, denn schließlich wollen wir doch lieber die sympathische Zeichentrickfigur mit ihren schrägen Erlebnissen zu sehen bekommen.

    Werner (er)lebt nicht
    Das Hauptproblem bei einem derartigen Aufbau ist letztendlich, dass die Story um Werner, also jene in Zeichentrickform, einfach viel zu dünn ausgefallen ist. Mal darf sich Werner in Erinnerungen auf das Polizeifest begeben, während er ein anderes Mal den Nachbar mit einem Pömpel massakriert, doch die eigentliche Handlung mag irgendwie kein richtiges Ziel haben. Viele Erlebnisse und Erinnerungen plätschern nur orientierungslos vor sich hin, während die eigentliche Story lediglich als Realfilm um Brösel abläuft. Brösel wiederum ist da vergleichsweise uninteressant und kann auch keinerlei Humor bieten, sodass die Geschichte um Brösels Tod doch etwas ideenlos wirkt und wohl niemanden mehr mitreißt. So ist und bleibt „Werner – Eiskalt“ letztendlich auch auf Seiten der Gags eher eine Erinnerung, denn wirklich eine echte Fortsetzung. Viele Sprüche und Szenen spielen vor allem an die vorangegangenen Filme an und nehmen diese doch gerne einmal auf die Schippe. So wird „Beinhart“ doch glatt von den rollenden Wildecker Herzbuben gesungen, während sich die Freunde auch weiterhin mit Flachköppern amüsieren und die alte Auseinandersetzung mit dem gegenüberliegenden Installateur wird nur ansatzweise erneut thematisiert. Da wäre also mit einer echten „Werner“-Story, die weit mehr auf Zeichentrick setzen würde, auch deutlich mehr Potential drin gewesen. So schauen wir uns doch lieber noch einmal die ersten beiden „Werner“-Streifen an.

    Fazit:
    „Werner“ schwelgt allmählich nur noch in alten Erinnerungen, weshalb die Story und die Gags um Werner zu dünn und die Handlung um Brösel zu aufgesetzt erscheinen. Immerhin: Der alte Charme der Zeichentrickfiguren ist auch heute noch erhalten geblieben und kann zumindest für kurzweilige Unterhaltung für Fans sorgen.