Wahrheit oder Pflicht - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Wahrheit oder Pflicht

    Wahrheit oder Pflicht


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Jeff Wadlow
    Darsteller:
    Lucy Hale
    Tyler Posey
    Violett Beane
    Landon Liboiron
    Hayden Szeto
    Sophia Taylor Ali
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    100 Minuten
    Kaufstart:
    13. September 2018
    Label:
    Universal Pictures

    Eigentlich wollte die Studentin Olivia nur ihren allerletzten Spring Break noch einmal gemeinsam mit ihren Freunden verbringen. Der diesjährige Urlaub zieht sie deshalb nach Mexiko, wo aufregende Strandpartys und lockere Abende an der Bar auf die Freunde warten. Als sie eines Abends allerdings der Urlaubsbekanntschaft Carter an einen abgelegenen Ort folgen, um das vermeintlich harmlose Kinderspiel Wahrheit oder Pflicht zu spielen, ahnen sie noch gar nicht, welche schwerwiegenden Folgen das haben wird: Denn erst einmal angefangen, sind sie wegen einer unbekannten Macht nicht mehr in der Lage, das Spiel zu beenden. Wer an der Reihe ist, muss nicht nur Wahrheit oder Pflicht wählen, sondern seine Aufgabe auch ausführen. Wer sich weigert, stirbt. Und dieses Spiel soll niemals enden…

    Kritik:
    Wenn Produzent Jason Blum sich einem neuen Film widmet, handelt es sich in aller Regel zumindest um einen kommerziellen Erfolg. Ob nun „The Purge“, „Get Out“ oder auch „Paranormal Activity“ – zumindest bei den zarteren Gemütern unter den Horrorfans hat er immer wieder Fans für sich gewinnen können. Kein Wunder, dass auch „Wahrheit oder Pflicht“ sich dem mittlerweile gehäuft aufkommenden Mainstream-Teenie-Stil widmet.

    Typischer Teenie-Horror…
    Die etwas abgehärteten Horrorfans, die es gar nicht brutal und gruselig genug haben können, sind sich allerdings meistens einig, dass die auch von „Wahrheit oder Pflicht“ verwendete Anfangskonstellation oftmals nicht gerade für einen qualitativen Film spricht. Denn wenn ein Horrorstreifen mit einer Gruppe von Teenagern eingeleitet wird, die aus Naivität und Leichtgläubigkeit in Schwierigkeiten geraten und kurz darauf reihenweise ums Leben kommen, wirkt das auf so manchen Genrefan ein wenig ausgelutscht. Fehlt eigentlich nur noch der Wald, in dem sie sich anschließend verfahren. „Wahrheit oder Pflicht“ setzt aber so richtig auf Mainstream und da dürfen Partys, Liebeskummer und wilde Knutschereien natürlich nicht fehlen.

    … der aber trotzdem funktioniert
    Erst auf den zweiten Blick wird dann allerdings klar, warum „Wahrheit oder Pflicht“ doch noch zu einem unterhaltsamen funktionierenden Film wird. Das Rad erfinden die Macher damit zwar nicht neu, doch auf vermutlich mehr oder weniger gewollte Weise erinnert uns der Streifen schließlich an den damaligen Erfolgs-Teenie-Horror „Final Destination“, in dem Teenies versuchen, dem Tod irgendwie aus dem Weg zu gehen. „Wahrheit oder Pflicht“ ändert zwar die Rahmenbedingungen, funktioniert aber aus demselben Prinzip: Auch die Freunde in diesem Streifen versuchen schließlich, dem Tod möglichst geschickt aus dem Weg zu gehen – bis er sie schließlich wieder einholen soll. Und dieser Nervenkitzel aus unangenehmen Situationen funktioniert immerhin auch nach mittlerweile achtzehn Jahren noch hervorragend.

    Keine großen Innovationen
    Schade – aber irgendwie klar – bleibt dann aber, dass die großen Überraschungen bei „Wahrheit oder Pflicht“ insgesamt doch ausbleiben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil nicht alle Storyentwicklungen immer Sinn zu ergeben scheinen und ein solcher Teenie-Horrorfilm scheinbar einfach nicht auf so manches Logikloch verzichten kann. Die Zeitabstände, in denen das Spiel seinen nächsten Teilnehmer auswählt, wirken letztendlich nämlich zu dramaturgisch konstruiert, um wirklich glaubhaft zu erscheinen. Und das zu kompensieren gelingt dann auch den insgesamt farblosen und irgendwie austauschbaren Teenie-Charakteren nicht, die auch genauso gut schon vor achtzehn Jahren hätten in „Final Destination“ mitspielen können. So mag „Wahrheit oder Pflicht“ zwar die heutigen älteren Jugendlichen gut unterhalten und überzeugen können, weckt bei erfahrenen Cineasten aber einfach zu viele Erinnerungen an Klassiker, die ähnliches schon besser umsetzten.

    Fazit:
    Mit dem klassischen Teenie-Horrorstil, wie wir ihn schon aus Klassikern wie „Final Destination“ kannten, gelingt es auch „Wahrheit oder Pflicht“ durchaus gut zu unterhalten. Das Rad kann aber auch dieser Streifen letztendlich nicht neu erfinden.

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