Toy Story 4 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Toy Story 4

    Toy Story 4


    Land/Jahr:
    USA 2019
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Josh Cooley
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    100 Minuten
    Kaufstart:
    12. Dezember 2019
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment

    Nachdem der junge Andy für so manches Spielzeug doch ein wenig zu alt wurde, leben die Spielzeuge rund um Cowboy Woody und Astronaut Buzz Lightyear inzwischen bei der kleinen Bonnie. Die allerdings wird auch immer älter und soll schon bald endlich die Vorschule besuchen. Für Woody heißt das aber zugleich, dass er einmal mehr abgeschrieben ist und seinen Lebensalltag unbeachtet im Schrank verbringen muss. An alten Erinnerungen festhaltend ist er trotzdem davon überzeugt, das Kind um jeden Preis glücklich machen zu müssen. Auch wenn das bedeutet, dass er ihr aus Abfall selbst gebasteltes Spielzeug davon abhalten muss, selbstmörderisch in den nächsten Mülleimer zu springen. Dumm nur, dass auch noch ein aufregender Ausflug bevorsteht, der die Situation für alle Beteiligten umso komplizierter macht und dafür sorgt, dass Woody und seine Kameraden auf so manche schräge Gestalten treffen…

    Kritik:
    Die kultigen Abenteuer von Woody, Buzz Lightyear und den anderen lebendigen Spielzeugen dürften bei vielen Zuschauern richtig nostalgische Gefühle wecken. Denn wer heute knapp über dreißig Jahre alt ist, war zum Kinostart des ersten Teils im Jahre 1995 selbst noch in der Grundschule. So richtig erahnen konnte man damals aber noch nicht, wohin die Reise geht: „Toy Story“ war nämlich zugleich der große Durchbruch für die berühmten Pixar Studios, die bei Disney heute nicht mehr wegzudenken sind.

    Zurück zu den Anfängen
    Und so ist es natürlich nicht verwunderlich, dass auch der nunmehr vierte Teil erneut von jenem Studio gedreht werden musste, das einst Maßstäbe in Sachen Tricktechnik setzte. „Toy Story“ war schließlich ein Meilenstein für die Animationstechnik – denn, während computeranimierte Filme heute die Normalität sind, war der erste Teil einst der erste Spielfilm überhaupt, der komplett am Rechner entstanden ist. Umso größer dann die Freude für langjährige Fans, dass sich an der grundlegenden Optik nichts geändert hat: Sofort und ohne jeden Zweifel erkennen wir die geliebten Figuren Woody, Buzz Lightyear und viele andere natürlich wieder. Ein bisschen optisch aufpoliert und vielleicht an den Kanten etwas weicher animiert, handelt es sich ansonsten 1:1 um jene Figuren, die wir damals als Kinder kennengelernt haben. Da können Fans also ganz beruhigt sein: Eine Enttäuschung wird hier niemand erleben.

    Spaß durch Running Gags
    Das grundlegende Prinzip des Films funktioniert dabei natürlich auch heute noch wie damals: Wenn die Menschen erst einmal außer Reichweite sind, erwecken die Spielzeuge zum Leben und erleben gemeinsam ziemlich unterhaltsame Abenteuer. Der Humor in „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“ basiert dabei dieses Mal aber vor allem auf einem den Großteil des Films durchziehenden Running Gag. Als wichtigste neue Figur wird schließlich ein aus Müll wie Plastikbesteck gebasteltes Wesen eingeführt – und das hat absolut gar kein Interesse daran, tatsächlich ein Spielzeug zu werden. Fast ununterbrochen sorgt „Toy Story 4“ damit für Situationskomik, dass sich „Forky“, wie das seltsame Wesen genannt wird, vom Gegenteil unüberzeugbar für Abfall hält und sich unter allen Umständen selbst entsorgen möchte. Und die anderen Spielzeuge stehen derweil ständig vor der Herausforderung, jene Figur davon abzuhalten und erleben dabei eher rein zufällig wahnwitzige Abenteuer – die für erwachsene Zuschauer ein paar amüsante (aber harmlose) Easter Eggs zu bieten haben, die an Horrorfilm-Klassiker erinnern.

    Pixars Herzensprojekt
    Man merkt gerade daran natürlich auch, dass der vierte Teil der „Toy Story“-Reihe wahrscheinlich nicht nur eine rein wirtschaftlich relevante Produktion ist, sondern auch ein Herzensprojekt des Studios. Das erkennt man spätestens daran, dass auch heute nach fast 25 Jahren noch so unglaublich viel Liebe zum Detail in die Ausarbeitung der Figuren und Charaktere gesteckt wird. Auf der emotionalen Ebene zünden diese nämlich genauso wie früher und bieten eine interessante Vielschichtigkeit, bei der Humor, Enttäuschung, Selbstfindung und Ängste der Figuren eine gleichermaßen große Rolle spielen. Auf kindgerechtem Niveau sind sie damit hervorragende Identifikationsfiguren für das jüngere Publikum, das sich etwa kurz vor ihrer Einschulung mit ihren Ängsten und Sehnsüchten gut in die Figuren hineinversetzen kann. Was „Toy Story 4“ letztendlich auch zu einem Film macht, der – anders als im heute mit Gewalt übersähten Kinderprogramm oft üblich – den Kindern keine Angst macht, sondern sie ihnen nimmt.

    Fazit:
    Der vierte Teil der „Toy Story“-Reihe ist der perfekte Generationenfilm: Einerseits, weil er unglaublich kindgerecht inszeniert wurde und dabei vielschichtige Figuren mit hohem pädagogischen Wert zu bieten hat. Andererseits, weil er auch die richtigen Gags und Easter Eggs parat hat, um das Nostalgiegefühl der Erwachsenen aufleben zu lassen, die mit dem ersten Teil aufgewachsen sind. Perfekt für den Eltern-Kind-Abend.

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