The Mermaid - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    The Mermaid

    The Mermaid


    Land/Jahr:
    China 2016
    Genre:
    Fantasy
    Regie:
    Stephen Chow
    Darsteller:
    Deng Chao
    Lin Yun
    Show Lo
    Zhang Yuqi
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    94 Minuten
    Kaufstart:
    17. November 2017
    Label:
    Capelight

    Der milliardenschwere Immobilienhai Liu Xuan kann sein Glück zunächst noch kaum glauben, als er sich endlich das ehemalige Delfinreservat in der Quingluo-Bucht unter den Nagel reißen konnte. Nachdem die Delfine nämlich endlich dem Erdboden gleich gemacht wurden, steht seinem neuesten Freizeitparkprojekt schließlich nichts mehr im Wege. Kein Wunder also, dass sich die dortigen noch verbliebenen Meeresbewohner gezwungen sehen, ihr Reich mit allen Mitteln zu verteidigen. Womit Liu Xuan allerdings nicht gerechnet hat: Bei den Lebewesen handelt es sich unter anderem um Meerjungfrauen. Und eine versucht sich in der Tarnung als Mensch an ihn heran zu machen. Dumm nur, dass sie dabei mitunter etwas tollpatschig vorgeht…

    Kritik:
    Wenn es um gepflegten Trash geht, haben es vor allem die Meeresbewohner den Filmemachern angetan. Das dürfte spätestens seit „Sharknado“ so manchem Filmfan schmerzlich bewusst sein. Völlig abgedrehte Streifen können allerdings auch die Chinesen.

    Die fliegende Meerjungfrau
    Und genau das möchten sie nun mit „The Mermaid“ endlich unter Beweis stellen. Doch statt mit mehr oder minder spektakulären Geschichten um fliegende Haie, bekommen wir es dieses Mal mit Meerjungfrauen und Oktopusmännern zu tun. Die allerdings verhalten sich ähnlich unrealistisch, wie die Haie in den Tornados, denn dieser chinesische Film hält wirklich gar nichts davon, sich an physikalische Gesetze zu halten. Die Flossen werden da gerne einmal als Katapulte verwendet und die Meerjungfrauen fliegen nur so durch die Lüfte, während sie ihre wahrlich beeindruckenden und irgendwie sogar witzig ausschauenden Actionmoves durchführen. Immerhin müssen sie hier ihren Lebensraum gegen gewalttätige Menschen verteidigen und fahren dabei recht absurde, große Geschütze auf. Da ist schnell klar: „The Mermaid“ ist einer dieser Filme, bei denen man am besten das Hirn abschaltet und sich einfach bespaßen lässt.

    Chinesen ohne Ernst
    Gleichzeitig wissen wir allerdings auch, dass sich die Ostasiaten selbst nicht immer ganz so todernst nehmen, wenn sie irgendeinen groben Unfug produzieren. Und das ist zugleich auch die Stärke von „The Mermaid“. Denn so albern die Geschichte und Inszenierung des Streifens auch sein mag, entfaltet sie gerade auf Grund ihrer zahlreichen Absurditäten ihre wahren Qualitäten. Somit ist der Fantasystreifen also keineswegs reiner Schrott, sondern eher als Komödie zu verstehen, die das Genre einmal ordentlich auf die Schippe nehmen möchte. Das erkennen wir letztendlich auch an den zum Teil so richtig abgedrehten Dialogen, die einen Kracher nach dem anderen zu bieten haben. Einen steinreichen Immobilien-Tycoon, der auch gut und gerne einmal über sich selber lachen kann, sehen wir schließlich gerne. Und so kommt es, dass „The Mermaid“ vor lauter Trash doch tatsächlich wegen seines Humors hervorragend funktioniert und die Gags über die gesamte Laufzeit hinweg zünden. Obwohl der Streifen also ähnlich albern inszeniert wurde, wie „Sharknado“, unterhält er also auf einem gänzlich anderen Niveau. So macht Trash erst richtig Spaß.

    Fazit:
    Mit völlig abgedrehten Actionmoves wie zuletzt in „Sharknado“ und einem gekonnten Mangel an Ernsthaftigkeit gelingt es dem chinesischen Trash-Fantasystreifen mit genialen Gags hervorragend zu funktionieren – und damit so manch amerikanischem Trash-Film den Rang abzulaufen.

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