Star Wars: Episode VII - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Star Wars: Episode VII

    Star Wars: Episode VII


    Land/Jahr:
    USA 2015
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    J. J. Abrams
    Darsteller:
    Daisy Ridley
    John Boyega
    Harrison Ford
    Carrie Fisher
    Oscar Issac
    Adam Driver
    Mark Hamill
    Peter Mayhew
    Anthony Daniels
    Simon Pegg
    Warwick Davis
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    135 Minuten
    Kaufstart:
    28. April 2016
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment

    Das Galaktische Imperium rund um Darth Vader gilt als besiegt, der Frieden in der Galaxie scheint wieder eingekehrt zu sein. Doch in den vermeintlich glücklichen Zeiten hat sich Kylo Ren und die finstere Erste Ordnung längst aus der Asche des Imperiums erhoben, um einmal mehr das gesamte Universum zu unterwerfen. In diesen schwierigen Zeiten hat Prinzessin Leia einen herausragenden Piloten losgeschickt, um sich auf die Suche nach dem verschollenen letzten Jedi-Ritter Luke Skywalker zu machen. Doch von der Ersten Ordnung gefangen genommen und bei einem vermeintlichen Fluchtversuch womöglich ums Leben gekommen, liegt es nun an der Schrottsammlerin Rey und einem übergelaufenen Stormtrooper, den Rest der Karte zu Lukes Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Dumm nur, dass die Erste Ordnung ihnen dabei gewaltig im Weg steht und schon längst eine mächtige todbringende Waffe gebaut hat, die alles Leben im Universum vernichten könnte…

    Kritik:
    Nach diversen Vorgeschichten zu den klassischen Filmen der Star Wars-Reihe haben die Fans lange auf dieses Ereignis gewartet: Mit Episode VII gibt es nun endlich eine Fortsetzung, die nach den Ereignissen rund um Luke Skywalker und Darth Vader ansetzt und erneut alte Bekannte auf die Leinwand holt.

    Der feministische Krieg der Sterne
    Bereits im Vorfeld zum Kinostart gab es dabei reichlich Gerüchte. Immerhin zeigte schon der erste Trailer mit einem schwarzen Stormtrooper ungewöhnliche Szenen, die man von der Reihe bisher nicht gewohnt war. Dass man allerdings ausgerechnet ihn für die ersten Bilder ausgewählt hat, ist nicht weiter verwunderlich: Mit Episode VII von J.J. Abrams gibt es zugleich auch zwei neue Hauptcharaktere, die uns durch den Film führen werden. Neben der starken und selbstbewussten Schrottsammlerin Rey, treffen wir nun auch auf den übergelaufenen Stormtrooper Finn, der tatsächlich zu einem der ersten Stormtrooper gehört, denen wir einmal unter den Helm sehen können. Doch obwohl man sich fast schon klischeehaft aus feministischer Sicht weiterentwickelt hat und anstelle der typischen Prinzessin mit Rettungsbedarf, ein Duo aus Power-Frau und tollpatschigem männlichen Helden präsentiert, liefern die beiden dennoch interessante Qualitäten: Mit ihrem Humor und ihrer ständig vorhandenen Situationskomik lockern sie den Film nämlich ordentlich auf und steigern den Unterhaltungswert enorm.

    Wiedersehen mit alten Bekannten
    Apropos Prinzessin: Da der aktuellste Star Wars-Film direkt nach den Ereignissen mit Luke Skywalker spielt, darf eine solche Prinzessin natürlich nicht fehlen. Mit mittlerweile ganzen 59 Jahren lässt sich nämlich auch Carrie Fisher einmal mehr als Prinzessin Leia sehen und beweist uns, dass sie die schauspielerisch soliden Leistungen auch heute noch hervorragend erfüllen kann. Dennoch bleibt ihre Rolle im Vergleich zu Harrison Ford vergleichsweise klein, überlässt man die zahlreichen Actionszenen, von denen der Streifen geradezu überhäuft wird, lieber dem noch älteren Indiana Jones-Darsteller, der die rasante Action wohl nach wie vor gewöhnt sein dürfte. Dass wir nebenbei aber auch mit Chewbacca, R2D2 und C3-PO noch weitere Charaktere aus den klassischen Filmen zu sehen bekommen, macht das Wiedersehen umso interessanter. Episode VII bietet uns damit praktisch gleich zwei unterhaltsame Duos, die auch hervorragend allein funktionieren würden: Neben Rey und Finn nämlich auch Han Solo und Chewie, die sich mit ihren stichelnden Kommentaren doch gern gegenseitig hochziehen. Auch das ein wesentlicher Beitrag zum Unterhaltungswert.

    Rückblick auf die Classics
    Insgesamt orientiert man sich allerdings auch bei der Geschichte wieder mehr an den klassischen Filmen. Der Kampf zwischen Gut und Böse, der Wiederaufstieg der Jedi-Ritter und der Widerstand gegen das galaktische Imperium – heute die Erste Ordnung – steht einmal mehr im Vordergrund. Man könnte fast meinen, dass man ein bisschen zu sehr in alten Mustern gefangen ist, lässt man sich nämlich bei der Hintergrundgeschichte keine allzu großen Innovationen einfallen. Mit einem Todesstern 2.0 können wir jedenfalls kaum erkennen, dass Abrams hier über allzu viel Einfallsreichtum verfügt. Grundsätzlich muss man sagen, dass die Story nicht die komplexeste ist und Episode VII vor allem von den Charakteren lebt. Das allerdings umso besser, gibt es schließlich auch regelmäßig echte Anspielungen an die klassische Filmreihe. Von der Müllpresse, über Han Solos Reaktion auf Leias Liebesgeständnis, bis hin zu der Freundschaft zwischen den Androiden hat der Streifen jedenfalls reichlich Gags zu bieten, die bei echten Kennern der Reihe für Gelächter sorgen können.

    Ein typischer Abrams
    In jedem Fall erkennt man beim neuesten Star Wars-Streifen, dass sich Abrams inhaltlich mit dem Franchise tiefgehend auseinandergesetzt hat. Das war längst nicht bei allem so, was er in Angriff genommen hat. Immerhin hat er zuvor bereits zwei Star Trek-Filme gedreht und scheidet damit die Geister unter den eingefleischten Fans. Oder um es anders zu sagen: Er hat so manchen Fan der Classics dort geradezu vergrault. Sind aber bereits diese beiden Filme fast einen Tick zu actionreich ausgefallen, so gab es zumindest für das Star Wars-Franchise große Hoffnungen, war dieses Universum schließlich schon immer auf den simplen actionlastigen Kampf zwischen Gut und Böse ausgerichtet und benötigt keine komplexe Auseinandersetzung mit einem gesamten utopischen Gesellschaftssystem. Deswegen kann man letztendlich nur zu dem Schluss kommen, dass Abrams hier wesentlich besser aufgehoben ist und mit Episode VII hervorragende Arbeit geleistet hat. Selbst dann, wenn man doch zugeben muss, dass die Energiespeisung des neuen Todessterns verdächtig an die Zerstörung Vulkans erinnert. Ein bisschen mehr darf sich Abrams für den nächsten Film also durchaus ausdenken. Das Potential ist jedenfalls mehr als nur vorhanden.

    Fazit:
    Mit dem neuesten Teil der Star Wars-Reihe beweist Regisseur J.J. Abrams definitiv, dass er bei diesem Franchise perfekt aufgehoben ist. Mit reichlich Action, viel Humor, herausragenden Charakteren und zahlreichen unterhaltsamen Anspielungen auf die klassischen Filme hat Episode VII alles zu bieten, was man von einem Star Wars-Film erwartet.

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