Spider-Man: Far From Home - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Spider-Man: Far From Home

    Spider-Man: Far From Home


    Land/Jahr:
    USA 2019
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Jon Watts
    Darsteller:
    Tom Holland
    Samuel L. Jackson
    Jake Gyllenhaal
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    129 Minuten
    Kaufstart:
    14. November 2019
    Label:
    Sony Pictures

    Nachdem die Hälfte der Bevölkerung durch den sogenannten „Blip“ für einige Sekunden aus dem Universum verschwunden ist und anschließend einen Altersunterschied von fünf Jahren aufweist, ist der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft offenbar die Lust auf die Rettung der Welt ein klein wenig vergangen. Plötzlich möchte Spider-Man unter seinem bürgerlichen Namen Peter Parker doch lieber das ganz normale Leben eines Schülers führen und sich den ersten Annäherungsversuchen ans andere Geschlecht widmen, weshalb er sich kurzerhand entschließt, an der Klassenfahrt durch Europa teilzunehmen. Dumm nur, dass kaum in Venedig angekommen, auch schon Nick Fury auf der Matte steht und ihn um Hilfe bei der Aufkärung einiger Angriffe bittet. Gemeinsam mit Mysterio beschützt er den Kontinent vor riesigen Monstern aus Wasser, Feuer und anderen Elementen – doch dabei ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint…

    Kritik:
    Noch nicht lange ist es her, dass man sich endlich entschieden hat, ob die beliebte freundliche Spinne aus der Nachbarschaft nun eigentlich Teil des Marvel Cinematic Universe bleiben soll. Und doch steht auch schon der neueste Streifen mit dem Helden für das Heimkino bereit: „Spider-Man“ verschlägt es nach Europa, wo wieder gefährliche Bösewichte auf ihn warten.

    Die nächste Ära des MCU
    Für Fans der zahlreichen Marvel-Kinofilme ist es dabei sicherlich erfreulich zu erfahren, dass „Spider-Man: Far From Home“ direkt an die Ereignisse in „Avengers: Endgame“ anknüpft. Einige Helden aus dem Marvel Cinematic Universe sind verschwunden, so manch anderer soll prompt hinzukommen. Doch vor allem startet damit eine neue Ära, in der Iron Man, Captain America und so manch andere Superhelden auf einmal Geschichte sein sollen. Eine Ära, in der Platz für neue, bisher weniger beachtete Comichelden sein soll und auch Mysterio, der – wie sein Name bereits erahnen lässt – ziemlich mysteriös in Erscheinung tritt, eine größere Rolle einnehmen darf. Eines steht jedenfalls fest: Es kann sicherlich nicht schaden, die anderen Marvel-Streifen gesehen zu haben. Das gilt insbesondere für „Avengers: Endgame“ und „Captain Marvel“, auf welche auch „Spider-Man: Far From Home“ einige Anspielungen zu bieten hat. Ganz so problematisch wird es aber trotzdem nicht, wenn man die Reihe nicht verfolgt hat: Das grundsätzliche Verständnis des Films dürfte dennoch gelingen.

    Spaßige Zerstörungswut
    Denn wie auch alle anderen bisherigen „Spider-Man“-Filme ist „Far From Home“ doch vor allem eins: Unterhaltsames Popcorn-Kino, das den Zuschauer nicht mit allzu hoher Komplexität fordert und lieber auf Effekte setzt. Davon gibt es schließlich reichlich und die machen auch ziemlichen Spaß. Dieses Mal springt der Superheld mit dem Spinnenkostüm nämlich auf einen Trend auf, den sich bereits andere Hollywood-Actionfilme zu Nutze gemacht haben: Die eindrucksvolle Zerstörung europäischer Hauptstädte und Sehenswürdigkeiten. Und was einerseits in der „Has Fallen“-Reihe klappt, muss doch schließlich auch in „Spider-Man“ einen gewissen Unterhaltungswert erreichen können. Optische Schauwerte hat der Film damit jedenfalls so einige, denn wenn sich riesige Wasserkreaturen aus den Kanälen von Venedig erheben oder feurige Monster aus Lava die Innenstadt von Prag unsicher machen, sehen die Effekte schon extrem beeindruckend aus.

    Das Erbe des Iron Man
    Dabei gibt es dann zugleich Entwarnung für all jene, die nach dem Ausscheiden des „Iron Man“ mangelnde wissenschaftliche und technologische Bezüge befürchtet haben. Der Superheld der „Avengers“ soll hier schließlich nach „Endgame“ ein würdiges Andenken erhalten und darf seine bahnbrechenden Technologien auch in „Spider-Man: Far From Home“ einbauen. Das ist zugleich die perfekte Gelegenheit für einen kritischen Blick auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen, bei denen Augmented Reality und Hologramme womöglich eine wichtige Rolle spielen. Klar ist auf jeden Fall: Wenn Realität und Illusion durch Hologramme und Augmented Reality immer mehr verschwimmen, eröffnet das einige Tore für spannende Wendungen im Laufe des Films. Ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten: Die gibt es und die schlagen auf ganzer Linie ein. So bleibt „Spider-Man: Far From Home“ über seine gesamte Laufzeit spannend.

    Das Kind mit den Superkräften
    Bleibt letztendlich nur die Frage, ob dem Publikum Tom Holland in der Rolle des „Spider-Man“ am Ende tatsächlich gefällt. In den vorangegangenen „Avengers“-Streifen konnte man ja immerhin schon erahnen, wohin die Reise gehen würde: Statt einen gleichwertigen Superhelden auf Augenhöhe abzuliefern, schlüpft die „Spinne aus der Nachbarschaft“ doch lieber in die Rolle des Schülers von Tony Stark – und tut sich mit seinem oftmals kindlichen und naiven Verhalten doch ziemlich schwer. Sicherlich: Es passt zur Charakterzeichnung der Figur, wenn Nick Fury ganz zurecht behauptet, „er sei vielleicht noch nicht bereit für diese Aufgabe“. Mitunter aber wirkt sein häufig zu tollpatschiges und infantiles Auftreten aber doch zu albern, als dass wir ihm den fähigen Superhelden tatsächlich abkaufen können. Im Vergleich zu Andrew Garfield in „The Amazing Spider-Man“ kann man sich mit seiner Darstellung jedenfalls schwer tun – wobei das sicherlich Geschmackssache sein dürfte. Dem Comic kommt seine Figur immerhin am nächsten.

    Fazit:
    Bei welchem Schauspieler es sich wohl um den besten „Spider-Man“ handelt – darüber dürften sich wohl auch heute noch die Geister scheiden. Eines steht jedoch fest: „Spider-Man: Far From Home“ ist ein unterhaltsames und optisch eindrucksvolles Spektakel, das sich hervorragend ins Marvel Cinematic Universe einfügt.

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