Solis - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Solis

    Solis


    Land/Jahr:
    GB 2018
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Carl Strathie
    Darsteller:
    Steven Ogg
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    92 Minuten
    Kaufstart:
    21. Dezember 2018
    Label:
    Capelight

    Eigentlich sollte Ingenieur Troy Holloway ursprünglich nur einige Rohstoffe von einem Asteroiden abbauen, doch dieses Vorhaben ging ganz gewaltig schief. Seine komplette Mannschaft wurde bei einem Zwischenfall getötet und nun befindet er sich völlig auf sich allein gestellt und manövrierunfähig in einer Raumkapsel, die mit hoher Geschwindigkeit auf die nächste Sonne zurast. Und das ist längst nicht sein größtes Problem, denn die Sauerstoffressourcen sind knapp und die Strahlungswerte in der Kapsel scheinen unaufhaltsam zu steigen. Seine einzige Hoffnung: Commander Roberts, die stetigen Funkkontakt mit ihm hält und ihm dabei helfen will, die Kapsel wieder auf Vordermann zu bringen. Doch das scheint längst ein aussichtsloses Unterfangen zu sein, als auch noch Weltraumschrott mit der Kapsel kollidiert…

    Kritik:
    Travis aus Grand Theft Auto 5 ganz alleine im Weltraum? Das klingt zunächst einmal nach richtigem Spaß. Tatsächlich aber muss sich Darsteller Steven Ogg mit einem eher niedrigem Budget und dementsprechend auch mit geringen Möglichkeiten zufrieden geben.

    Einsam im Weltraum
    Der Science-Fiction-Streifen „Solis“ nämlich ist einmal mehr das, was im Ergebnis eigentlich immer entsteht, wenn ein Film dieses Genres über ein zu geringes Budget verfügt: Ein waschechtes Kammerspiel, das sich auf engem Raum irgendwo im Weltraum abspielt und bei dem es hauptsächlich um die Auseinandersetzung der Hauptfigur mit seiner eigenen Situation geht. Wobei „Solis“ den Begriff des Kammerspiels noch etwas auf die Spitze treibt: Steven Ogg ist über die gesamte Laufzeit von knapp 92 Minuten nämlich tatsächlich der einzige Schauspieler, der in diesem Film zu sehen ist und das soll sich zu keiner Sekunde ändern. Das setzt dann schon besondere darstellerische Leistungen voraus, wenn sich Steven Ogg ununterbrochen mit seinen eigenen Befindlichkeiten auseinandersetzen muss und versucht, mit Mimik und Körpersprache seine Situation als Qual darzustellen. Ernüchternd muss man da aber feststellen: Das klappt leider nicht immer und „Solis“ leidet dann unter dem Problem, diese Schwächen auf Grund der Handlungsarmut drumherum nicht kompensieren zu können.

    Die große Handlungsarmut
    Tatsächlich passiert in „Solis“ nämlich insgesamt ziemlich wenig. Die Spannung und Dramatik setzt somit einzig und allein auf die Funkkommunikation zwischen Hauptfigur Troy Holloway und der niemals zu sehenden Commander Roberts, die versucht ihm beizustehen und Anweisungen zu geben. In der ersten halben Stunde mag diese Mischung aus strenger Befehlshaberin und einfühlsamer Freundin durchaus noch gut genug funktionieren, um mit der Hauptfigur mitfühlen zu können – langfristig allerdings stellt sich bei „Solis“ dann auf Grund der irgendwie auf der Stelle tretenden Handlung doch ziemliche Langeweile ein. Das liegt letztendlich auch daran, dass Regisseur Carl Strathie einfach wenig Einfälle hat, wie er die Handlung zwischen den Funkgesprächen gestalten soll. Steven Ogg ein paar Mal provisorisch irgendwelche Geräte reparieren und ein bisschen Schrott auf die Kapsel fallen lassen, reicht dann leider einfach nicht aus, um für ausreichend Abwechslung zu sorgen. Am Ende bleibt dann leider das unangenehme Gefühl, ein Kammerspiel dieser Art, bei dem ein einsamer Astronaut um sein Leben kämpft, doch irgendwie schon mehr als einmal und durchaus auch schon besser gesehen zu haben. Den Erwartungen der Genrefans kann „Solis“ damit nur schwer gerecht werden.

    Fazit:
    Steven Ogg ganz allein im Weltraum zu sehen, mag zwar auf den ersten Blick irgendwie interessant klingen, entpuppt sich dann aber schnell als etwas zu eintöniges Kammerspiel, das eine bereits vielfach gesehene Idee lediglich noch einmal aufgreift. Da aber rund um die Funkgespräche nur wenig passiert, kann sich bei so manchem Zuschauer auch recht schnell Langeweile einstellen.

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