Secret Agency - Kritik – Virtual DVD Magazine


Secret Agency


Secret Agency

Land/Jahr:
USA 2015
Genre:
Action
Regie:
Kyle Newman
Darsteller:
Hailee Steinfeld
Jessica Alba
Sophie Turner
Samuel L. Jackson
FSK:
ab 12 Jahren
Dauer:
99 Minuten
Kaufstart:
20. Oktober 2015
Label:
Ascot Elite



Die junge 16-jährige Megan hat wirklich keine gewöhnliche Kindheit gehabt. In einer geheimen staatlichen Schule für Geheimagenten wurde sie seit dem Tod ihrer Eltern zu einer perfekten Killerin ausgebildet und darauf trainiert, niemals irgendwelche Bindungen zu anderen Menschen einzugehen. Und obwohl das Mädchen hervorragende Fähigkeiten an der Waffe besitzt, wie ein Rennfahrer fahren kann und selbst im Nahkampf jedem Gegner überlegen ist, möchte sie doch einfach nur ein ganz normales pubertierendes Mädchen sein, das an der Highschool ihren ersten Freund kennenlernt und sich auf den bald kommenden Abschlussball vorbereitet. Kurzerhand ihren Tod vorgetäuscht und als Austauschschülerin bei einer amerikanischen Familie untergekommen, will sie sich auch prompt diesen Wunsch erfüllen – bis die Vergangenheit sie plötzlich wieder einholen soll…

Kritik:
Samuel L. Jackson und Jessica Alba waren einst für ihre großen Hollywood-Rollen in den spannendsten Actionfilmen bekannt. Doch in letzter Zeit geben sich die beiden offenbar auch für eher kleinere, weniger spektakuläre Produktionen her. Da soll dieses Mal auch ein Teeniefilm nicht fehlen, der zeitlich passend auch ein wenig auf den aktuellen Agententhriller-Zug rund um James Bond aufsteigt.

Aus der Luft gegriffen
Man hat die Story ja nun schon des Öfteren gesehen: Gerade erst bestens auf der Agentenschule ausgebildet, muss ein junges Mädchen sich auch schon mit den pubertären Problemen ihrer Gleichaltrigen auf der High School herumschlagen. Was in dem einen inhaltlich sehr nahen Film noch mit einer Undercover-Mission begründet wird, ist bei „Secret Agency“ stattdessen einfach nur eine typische Coming-of-Age-Geschichte über die Selbstfindung eines jungen Mädchens, das sich endlich einmal verlieben und ein ganz normales Leben als Teenager führen möchte. Eines ist allerdings bei all den Filmen dieser Art noch immer geblieben: Die gesamte Story wirkt inhaltlich absolut abwegig und aus der Luft gegriffen. Sowohl wegen der “Kinder als Agenten”-Geschichte, als auch wegen der Annahme, irgendeine Jugendliche würde tatsächlich freiwillig auf eine Schule gehen. Das können auch die großen Namen auf dem Cover natürlich nicht ändern, denn „Secret Agency“ ist und bleibt ein seichter Teeniefilm mit üblichen Mustern.

Zicken-Terror an der Highschool
Dass sich ein nicht unwesentlicher Teil dabei natürlich obligatorisch um den für amerikanische Mädchen offenbar so wichtigen Abschlussball dreht, sollte sich von selbst verstehen und auch die üblichen Klischees über zickige Gören, nervige Cheerleaderinnen und schmierige Schul-Rockband-Sänger dürfen natürlich nicht fehlen. Und es wird glatt noch besser, denn selbst von der nicht weniger vorhersehbaren Liebesgeschichte über den schüchternen netten Jungen, der in Konkurrenz zum coolen Rockstar treten muss, sollen wir nicht verschont bleiben. Trotzdem, bei aller Kritik, funktioniert „Secret Agency“ vom Unterhaltungswert dann doch ganz gut – zumindest, wenn man Filme dieser Art tatsächlich mag. Mit ein paar Lachern und durchaus doch sympathischen Charakteren dürfte man zumindest tatsächlich Teenager immerhin ansprechen und vielleicht auch ein klein wenig begeistern können. Von den Größen Samuel L. Jackson und Jessica Alba sollte man allerdings nicht zu viel erwarten, wenn sie doch eher gelangweilt-routiniert ihre vermeintlichen Actionkünste an Kindern ausprobieren wollen und dabei keinen besonders motivierten Eindruck hinterlassen. Auf knallharte Action wird man bei diesem Streifen jedenfalls erwartungsgemäß verzichten müssen. Ein bisschen weniger Klischees hätten dem Film obendrein auch nicht geschadet.

Fazit:
Klischeehafter Teeniefilm mit unmotivierten Hollywoodgrößen und einer überaus abwegigen Agentenstory. Immerhin die jungen Nachwuchsdarsteller können einigermaßen unterhalten.

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