S. Darko - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    S. Darko

    S. Darko


    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Mysterythriller
    Regie:
    Chris Fisher
    Darsteller:
    Jackson Rathbone
    Briana Evigan
    Daveigh Chase
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    99 Minuten
    Kaufstart:
    4. Dezember 2009
    Label:
    Sunfilm

    Sieben Jahre nach dem Tod von Donnie Darko, macht sich seine Schwester Samantha mit ihrer Freundin Corie auf einen aufregenden Road Trip. Doch, statt an ihrem Ziel anzukommen, haben sie plötzlich eine Autopanne, müssen abgeschleppt werden und landen fortan in einem kleinen Dorf mitten in der Pampa. Statt eines aufregenden Abenteuers fernab des Alltags, gibt es dort eher schräge Typen und gähnende Langeweile. Bis Sam plötzlich merkt, dass sie dieselbe Gabe, wie ihr Bruder hat und ebenfalls das Ende der Welt voraussehen kann. Dumm nur, dass plötzlich Menschen spurlos verschwinden und viele mysteriöse Dinge geschehen, nachdem ein Meteorit auf die Erde stürzte. Von nun an gerät nämlich das Raum-Zeit-Gefüge durcheinander und nur noch Sam kann die Welt vor ihrem Untergang bewahren…

    Kritik:
    Genau neun Jahre ist es nun her, dass Regisseur Richard Kelly uns mit einem Kultfilm beglückte, den er „Donnie Darko“ nannte. Viele dürften sich auch heute noch mit Freuden an den schrägen Jungen zurückerinnern können, der immer wieder einen merkwürdigen Riesen-Hasen sah, der ihm das Ende der Welt vorhersagen wollte. Nur noch wenige Tage dauerte es, bis es endlich so weit sein sollte und am Ende war es Donnie selbst, der sterben musste. Er hat natürlich damals eine Familie hinterlassen, darunter auch seine Schwester Samantha Darko. Um die soll es übrigens in „S. Darko“ gehen. Samantha lief, wie in der Inhaltsangabe bereits geschrieben, von zu Hause weg, um einen aufregenden Road-Trip mit ihrer Freundin zu erleben. Auch sie ist bereits so psychisch labil, wie ihr Bruder – und doch geht es ihr in gewisser Weise besser. Sie will erst einmal ihr Leben auf die leichte Schulter nehmen und es genießen. „S. Darko“ hat hierbei grob gesehen einen ähnlichen Handlungsablauf, wie „Donnie Darko“ – mit dem Unterschied, dass sich sowohl Kulisse, als auch Umstände geändert haben. Statt zu Hause, trifft man Samantha in einem kleinen Dorf an, in dem nur wenige merkwürdige Menschen leben. Umso erstaunlicher also, dass ausgerechnet in dem kleinen Dorf, ein Meteorit abstürzt – was den nerdigen Bewohnern allerdings ganz gelegen kommt. An dieser Stelle beginnt bereits ein großer Unterschied zu „Donnie Darko“, der eine neue Idee mit hineinbringt: Samantha schlafwandelt nämlich in der Nacht und ist dabei offensichtlich in der Lage, aus ihrem Körper herauszufahren. Hierbei nähert sie sich in Gestalt eines Geistes, den vermeintlichen Opfern und bringt damit bereits das Raum-Zeit-Gefüge durcheinander. So verhindert sie beispielsweise, dass ein Mensch von dem Meteoriten getroffen wird. Doch das soll größere Auswirkungen auf die Zukunft haben. Von nun an, soll nämlich die Welt in wenigen Tagen untergehen, verkündet ein merkwürdiger Mann. Interessant sind hierbei die Zeitsprünge. Jede Handlung von Samantha, scheint tatsächlich Auswirkungen auf den weiteren Verlauf zu haben. Läuft einmal etwas nicht ganz glatt, kann die Zeit zurückgedreht werden – bis sie sich letztendlich entscheiden müssen, welche Person in diesem Film sterben muss. Denn irgendjemand wird scheinbar auf jeden Fall sterben müssen. Doch bis dahin ist dem Zuschauer meist nicht einmal klar, worauf es genau hinausläuft und die Zeitsprünge selbst, verschaffen dem Film einige Wendungen. Wenn man genauer darüber nachdenkt, könnten die Dialoge und Denkweisen von Samantha sogar regelrecht verwirrend sein – doch leider muss man das gar nicht. Im Vergleich zu „Donnie Darko“, ist „S. Darko“ nämlich wesentlich simpler. Die eigentliche Handlung bietet auch gar nicht mehr die Faszination und den Kultstatus, den wir beim Vorgänger noch geboten bekamen. Und selbst der schräge Hase ist hier nur noch eine Maske und gar nicht mehr so mysteriös, wie noch im Vorgänger. Schade, denn damit wird die Reihe doch ein wenig abgewertet. Schade ist außerdem, dass „S. Darko“ sich ein wenig schwer damit tut, ein gutes Tempo aufzubauen. Oftmals wird einfach viel zu viel Zeit damit verbracht, die Situation in dem kleinen Dorf zu zeigen. Dabei hätte man sich doch gewünscht, man hätte hier einfach ein wenig Science-Fiction eingebaut, die wir in Anbetracht des kaputten Raum-Zeit-Gefüges doch eigentlich erwartet hätten. Da kann die Hauptdarstellerin auch noch so tolle optische Reize haben. Apropos Optik: Die Effekte lassen in „S. Darko“ leider auch ein wenig zu wünschen übrig. Zwar sehen diese optisch stets ansprechend aus, doch der eigentliche Grusel- und Mysteryeffekt, den man wohl erhofft hätte, bleibt aus. Selten gab es einen Geist zu sehen, der so unbeeindruckend aussieht, wie in „S. Darko“. Oder anders ausgedrückt: Das ist einfach nicht gruselig. Schade, denn auch hier wäre deutlich mehr möglich gewesen.

    Fazit:
    Zwar verdient der Film den Namen „Darko“ eigentlich nicht wirklich, doch wenn man ihn als eigenständigen Mysterystreifen betrachtet, kann er durchaus unterhalten.

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