Renegades - Kritik – Virtual DVD Magazine
  • Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Renegades

    Renegades


    Land/Jahr:
    F / D 2017
    Genre:
    Action
    Regie:
    Steven Quale
    Darsteller:
    J. K. Simmons
    Sullivan Stapleton
    Charlie Bewley
    Sylvia Hoeks
    Clemens Schick
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    106 Minuten
    Kaufstart:
    7. Dezember 2018
    Label:
    Universum Film

    Eigentlich gehören die Navy SEALs zu den erfahrensten und fähigsten Soldaten, die die US-Armee zu bieten hat und auch ihren jüngsten Auftrag von der Nato, Kriegsverbrecher in Sarajewo aufzuspüren, haben sie erfolgreich durchgeführt. Dummerweise waren sie bei der Flucht mit dem Panzer allerdings nicht ganz diskret und werden folglich trotzdem für eine gewisse Zeit suspendiert. Und was sollen Machos in ihrer Freizeit anderes tun, als hübschen Frauen aus der Umgebung zu helfen? Eine davon erbittet nämlich kurzerhand Hilfe bei der Suche nach verschollenem Nazigold, das im nahegelegenen See untergegangen sein soll und über einen so hohen Wert verfügt, dass es beim Wiederaufbau des Landes ziemlich behilflich sein könnte. Dumm nur, dass sie offenbar nicht die einzigen sind, die sich auf Schatzsuche begeben und sie mit dieser unauthorisierten Aktion nicht nur ihre Karrieren aufs Spiel setzen…

    Kritik:
    Navy SEALs, die in ihrer Freizeit nichts anderes zu tun haben, als im See nach Nazigold zu tauchen, klingen zugegebenermaßen schon ein wenig hanebüchen. Liest man dann allerdings den Namen Luc Besson unter den Produzenten steigen die Erwartungen gleich ein wenig an. Dann nämlich kann doch ein recht unterhaltsamer Actionstreifen auf den Zuschauer warten.

    Typische Luc Besson-Action
    Wenn die Soldaten in den ersten wahnwitzigen Szenen mit einem Panzer mitten durch Sarajewo fahren, sich in selbigem eine Verfolgungsjagd liefern und wild durch die Gegend ballern, wird aber auch recht schnell klar, was wir hier zu erwarten haben. Einen hochrealistischen Kriegsfilm bekommen wir hier nämlich nicht geboten, sondern viel eher ein auf packendes Popcorn-Kino ausgerichtetes Actionfeuerwerk. Die Handschrift eines Luc Bessons kommt dann auch ziemlich schnell zum Vorschein, denn insgesamt möchte „Renegades“ ein bisschen an „Transporter“ mit Kriegsmaschinerie erinnern, wenn die überdrehte Action auf schnelle Schnitte und rasantes Tempo setzt. Vor allem optisch kann der Streifen dann auch voll überzeugen, obwohl das Cover zunächst nicht den Eindruck wecken konnte.

    Überdrehte Action
    Inszenatorisch macht „Renegades“ dann auch ziemlich viel richtig, denn handwerklich sitzt jede Kameraeinstellung. Das macht sich insbesondere bei den durchaus spannenden Unterwasseraufnahmen bemerkbar, bei dem die Soldaten einen Schatz aus Nazigold an die Oberfläche bringen sollen und kurzerhand unter Wasser mit Handgranaten bombardiert werden. Zugegeben: Insgesamt mögen die Szenen hier sicher auch etwas mehr an die Action von „Alarm für Cobra 11“ erinnern, als etwa an ein Meisterwerk namens „The Abyss“ von James Cameron. Und auch an Luc Bessons tatsächliche Größen wie „Transporter“ oder „96 Hours“ mag der Streifen dann nicht heranreichen, aber zumindest bekommt der Genrefan hier grundsolide und geradlinige Action ohne große Umschweife geboten. Die Story ist nicht kompliziert, dafür geht es schnell zur Sache und die Macher lassen es erwartungsgemäß richtig gut krachen. Und viel höher werden die Erwartungen der meisten Käufer wohl auch nicht sein.

    Figuren aus der Konserve
    Schade ist dann nur, dass die Darsteller dieser Luc Besson-Produktion dann leider nicht ganz so interessant sind, wie etwa Jason Statham in „Transporter“ oder Liam Neeson in „96 Hours“. Insgesamt bleibt die fünfköpfige Gruppe aus typischen Soldaten-Machos nämlich ziemlich austauschbar und bieten nicht den charakterlichen Tiefgang, um einen echten Wiedererkennungswert zu bieten. An der Stelle punkten dann eher Nebendarsteller wie J.K. Simmons in der Rolle des Admiral Levin, der schon optisch gut in Erinnerung bleiben wird. Erfreulich ist unterdessen allerdings, dass „Renegades“ erfrischenderweise auf übertriebenen amerikanischen Patriotismus verzichtet und sich voll und ganz auf eine handfeste, einfache Actionstory konzentriert, bei dem das Militär doch eher dem Schauwert dient, als einen moralischen Hintergrund mitliefern zu wollen.

    Fazit:
    Mit seiner unterhaltsamen Luc Besson-Action, den hübschen Schauwerten und der einfachen, gradlinigen Handlung schafft es „Renegades“ immerhin, so manche Erwartungen zu übertreffen und den Genrefan zufrieden zu stellen. Trotzdem bleibt die Story zu einfach gestrickt und die Darsteller zu austauschbar, um hier von einem großen Wurf zu sprechen.

    Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt..