Rambo: Last Blood - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Rambo: Last Blood

    Rambo: Last Blood


    Land/Jahr:
    USA 2019
    Genre:
    Action
    Regie:
    Adrian Grunberg
    Darsteller:

    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    Sylvester Stallone
    Paz Vega
    Sergio Peris-Mencheta
    Adriana Barraza
    Oscar Jaenada
    Kaufstart:
    31. Januar 2019
    Label:
    Universum Film

    Den Krieg hat John Rambo längst hinter sich gelassen. Heute lebt er abgeschieden auf einer Farm in Arizona, wo er sich liebevoll um die Enkelin seiner Haushälterin kümmert. Die allerdings kämpft mit so einigen familiären Baustellen: So möchte sie sich in Mexiko auf die Suche nach ihrem verschollenen Vater machen, der die Familie einst im Stich gelassen hat. Doch kaum die Grenze überschritten, gerät sie in die Fänge von brutalen Menschenhändlern, die zahlreiche Mädchen als Prostituierte in andere Länder verkaufen. Für John Rambo ist damit klar: Er muss alles dafür tun, sein geliebtes Mädchen von den Verbrechern zu befreien. Dumm nur, dass Rambo längst nicht mehr der Jüngste ist…

    Kritik:
    Unglaubliche 38 Jahre ist es inzwischen her, dass Sylvester Stallone zum ersten Mal in der Rolle des John Rambo auf der großen Leinwand zu sehen war. Inzwischen ist Stallone sage und schreibe 73 Jahre alt und zählt zu den Altstars des Actiongenres. Aber ist das zu alt, um nochmal die Fäuste schwingen zu lassen? Von wegen!

    Erinnerungen an einen Actionhelden
    Sicher, man sieht dem alten Actionhelden natürlich schon an, dass er ein wenig in die Jahre gekommen ist und sich insgesamt gefühlt etwas träger bewegt. Die spektakulären Stunts in Vietnam lässt er im neuesten „Rambo“-Streifen deshalb sein – vermutlich auch, weil er diese seit einer Verletzung vor einigen Jahren auch gar nicht mehr ausführen darf. Stattdessen wird die Story nun ganz auf ihn und seine Situation zugeschnitten: Mit diversen Erinnerungen an die alten Zeiten als Kriegsveteran, die ihn charakterlich durchaus gezeichnet haben, bekommen wir in „Rambo: Last Blood“ eher den warmherzigen Opa-Typen zu sehen, der sich wie schon zuletzt in „Creed“ von der fürsorglichen Seite zeigt, bei Bedarf aber immer noch schlagkräftig und gefährlich sein kann. Das hat natürlich einen großen Vorteil: Stallone kann die körperliche Anstrengung einerseits etwas herunterfahren und sich auch mal von der verletzlichen Seite zeigen, andererseits bekommt das Publikum aber auch eine plausible Begründung für seine ein wenig sichtbare Schwäche.

    Stallone macht den Liam Neeson
    Dass das trotzdem überaus spannend sein kann, bewies in den vergangenen zehn Jahren aber auch schon einer seiner wohl bekanntesten Kollegen: Liam Neeson durfte sich in der „96 Stunden“-Reihe immerhin auch schon als bald 70-jähriger einsamer Rächer beweisen, der auch im höheren Alter noch knallhart und brutal gegen seine Feinde vorgeht. Das erwähnen wir aber natürlich nicht ohne Grund: „Rambo: Last Blood“ fühlt sich über weite Strecken nämlich tatsächlich an wie eine geschickte Mischung aus „96 Hours“ und „Rambo“. Entsprechende Story inklusive, denn die kommt uns aus der Reihe mit Liam Neeson durchaus bekannt vor: Auch Stallone muss im Alleingang ein junges Mädchen aus den Fängen einer kriminellen Bande befreien und darf sich als alternder, brutaler Racheengel versuchen. Das erfindet das Rad zwar sicherlich nicht neu, funktioniert hinsichtlich des Spannungsaufbaus aber auch dieses Mal hervorragend.

    Ein immer noch brutaler Rambo
    In der zweiten Hälfte von „Rambo: Last Blood“ darf Stallone dann darüber hinaus aber auch nochmal so richtig zeigen, was ihn zum einzig wahren Rambo macht. Ein bisschen in guter alter MacGyver-Manier bastelt der sich aufregende Fallen und Waffen für seine unterirdischen Gartentunnel und geht im Kampf gegen seine Gegner nicht gerade zimperlich vor. Mit einer ordentlichen Wucht bei den Soundeffekten unterstützt der Actionfilm zwar die gefühlte Härte bei den Actionszenen an jenen Stellen, an denen man sonst Stallones Alter sehen könnte, doch wenn es um Blutrünstigkeit und ein bisschen Splatter geht, kann sich der alte Mann durchaus noch sehen lassen: Da werden Messer quer durch die Kehle gerammt, eine Rippe mit bloßer Hand aus dem Brustkorb gerissen und mit einer Machete kurzerhand ganze Füße in einem Rutsch abgetrennt. Da kommt man durchaus ins Staunen, wie sich ein 73 Jahre alter Actionstar noch immer schlagen kann und „Rambo: Last Blood“ wird erfreulicherweise zu einem Streifen, der sich klar an ein erwachsenes Publikum richtet. Da sind wir schnell froh, dass Stallone seine Original-Rolle beibehalten hat und sich noch einmal vor die Kamera wagte.

    Fazit:
    John Rambo auf der Jagd nach Menschenhändlern: Sylvester Stallone schlüpft ein wenig in die Fußstapfen eines Liam Neeson und kombiniert dessen „96 Hours“-Reihe geschickt mit dem Auftritt eines klassischen Rambos. Dabei überzeugt er trotz seines Alters mit einem nach wie vor brutalen und actionreichen Spektakel.

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