Planet der Affen: Survival - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Planet der Affen: Survival

    Planet der Affen: Survival


    Land/Jahr:
    USA 2017
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Matt Reeves
    Darsteller:
    Woody Harrelson
    Andy Serkis
    Steve Zahn
    Judy Greer
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    135 Minuten
    Kaufstart:
    7. Dezember 2017
    Label:
    20th Century Fox

    Nachdem die Affen zunehmend intelligenter geworden sind und längst mit dem Sprechen begonnen haben, fühlen sich einige Menschen immer mehr bedroht. Insbesondere ein erbarmungsloser Colonel ist fest davon überzeugt, dass die Affen eines Tages den Platz der Menschen einnehmen werden. Er hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die neue intelligente Spezies ein für alle mal auszuradieren und somit die Vorherrschaft der Menschen zu sichern. Dumm nur, dass er schnell an den Falschen gerät, als er die Frau des Affen-Anführers Caesar kaltblütig ermordet und seinen Sohn entführt. Der nämlich macht sich prompt auf die Suche – und will ein für alle Mal Rache an seinem Erzfeind nehmen…

    Kritik:
    Die Begeisterung für die Idee von intelligenten Affen, die zu sprechen beginnen und versuchen, die Weltherrschaft zu übernehmen, ist auch 50 Jahre nach der ersten Verfilmung nicht vorüber. Deshalb gibt es nun eine direkte Fortsetzung zu „Planet der Affen: Revolution“, die den finalen Kampf endlich beginnen lässt.

    Die animierte Hauptfigur
    Dabei sind jene Zeiten, in denen die Geschichte noch aus der Perspektive von Menschen erzählt wird, längst vorbei. Die aktuelle Hauptfigur in „Planet der Affen: Survival“ ist demnach natürlich auch ein Affe – und zwar jener Caesar, den wir bereits in den vorherigen neuen Streifen des Franchises gesehen haben. Dadurch kommt es allerdings ungewöhnlicherweise erstmals zustande, dass etwa das erste Drittel des Films fast vollständig darauf verzichtet, Menschen überhaupt zu zeigen. Mit anderen Worten: Die Einführung in die Story wird uns komplett durch animierte Affen präsentiert, die mit vermenschlichten Charakteren versuchen, eine emotional gleichwertige Handlung rüber zu bringen. Für den Zuschauer soll es ebenso spannend sein, wenn ein Affe seinen Sohn sucht, wie im Falle eines Menschen. Das funktioniert allerdings anfänglich nur bedingt und macht den Start ein wenig holprig.

    Affen auf Pferden
    Denn obwohl die heutige Animationstechnik sicherlich um einiges fortschrittlicher sein mag, als noch vor einigen Jahren und damit in der Lage ist, durchaus realistische Tiere mit gelungenen Gesichtsanimationen darzustellen, sind die CGI-Effekte für den geübten Zuschauer dennoch nicht zu übersehen. Nicht zuletzt deshalb, weil „Planet der Affen: Survival“ stellenweise auch versucht, die Bewegungen von Menschen auf Affen zu übertragen – woran man nicht nur die animierten Szenen sofort erkennt, sondern auch den Eindruck gewinnt, die Bewegungsabläufe würden insgesamt etwas unnatürlich in Erscheinung treten. Besonders deutlich wird das erkennbar, wenn die gezeigten Affen sogar auf Pferden reiten und damit eine für Affen besonders untypische Körperhaltung einnehmen. Zu Beginn des Films könnte das den ein oder anderen Zuschauer sichtlich stören.

    Faschismus gegen Affen
    Spätestens in der zweiten Hälfte des Films schafft es dann allerdings auch „Planet der Affen: Survival“ uns endlich in seinen Bann zu ziehen. Dann nämlich, wenn aus der anfänglichen einfachen Suche nach dem entführten Sohn, eine interessante Geschichte über Extremismus und Faschismus wird und Woody Harrelson endlich als erster und bisweilen auch einziger überzeugender menschlicher Darsteller in Erscheinung tritt. In der Rolle des bösen Colonels hätte ihm sicherlich die Hauptrolle besser gestanden, als einer komplett animierten Figur. Natürlich kann unterdessen aber auch er nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Story zugleich nicht gerade Innovationspreise gewinnen wird: „Planet der Affen: Survival“ übernimmt schließlich lediglich die Handlung einer eigenmächtig agierenden, faschistischen Armee und überträgt sie auf den Kampf gegen Affen. Tatsächlich hätte man das dazugehörige Arbeitslager auch auf reale Ereignisse aus der Vergangenheit übertragen können. Insgesamt macht es sich der Streifen damit auch storytechnisch ein bisschen einfach, statt gänzlich neue Ideen umzusetzen.

    Fazit:
    Mit einer klassischen auf Affen übertragenen Faschismusstory, einer komplett animierten Hauptfigur und mitunter etwas unnatürlichen Bewegungen, fällt es „Planet der Affen: Survival“ sichtlich schwer, mit seinen Vorgängern mitzuhalten. Dass der Streifen dennoch gefällt, haben wir schlussendlich vor allem Woody Harrelson in der Rolle des Bösewichts zu verdanken.

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