Pets 2 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Pets 2

    Pets 2


    Land/Jahr:
    USA 2019
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Chris Renaud
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    82 Minuten
    Kaufstart:
    25. Oktober 2019
    Label:
    Universal Pictures

    Terrier Max und sein großer wuscheliger Kumpel Duke sind inzwischen ziemlich gute Freunde geworden. Nur in einer Sache unterscheiden sie sich gewaltig: Duke findet Kinder ziemlich witzig, Max hingegen kann die kleinen Menschen so gar nicht leiden. Gar nicht gut für ihn also, als sich in ihrem Leben so einiges verändert, da ihr Frauchen plötzlich schwanger ist und sich Nachwuchs in der Familie breit macht. Doch nach kurzer Zeit die eigenen Beschützerinstinkte entdeckt, wird die Sorge um das junge Menschenbaby für Max zum Fulltime Job und er findet einfach keine Ruhe mehr. Wird der Urlaub auf einem Bauernhof ihm also gut tun und zu einem entspannteren Hund machen? Chaotisch wird es für ihn auf jeden Fall…

    Kritik:
    Was machen eigentlich unsere Haustiere, wenn wir das Haus verlassen haben und die Tiere ganz auf sich allein gestellt sind? Diese Frage durften wir uns schon im ersten Teil von „Pets“ stellen und bekamen recht witzige Familienunterhaltung geboten, während die Tiere das heimische Wohnzimmer auseinandernahmen.

    Das eigene Haustier lässt grüßen
    Und schon damals vor drei Jahren war der Animationsfilm ein ziemlicher Überraschungserfolg bei den Zuschauern. Der lustige Familienfilm verstand es nämlich hervorragend, wirklich jeden Tierliebhaber zu begeistern, in dem er das typische Verhalten und die üblichen Klischees praktisch jeden Haustieres so richtig auf die Schippe nahm. Ob Katzen, die ihren Besitzer am frühen Morgen ärgern, indem sie ihnen mit der Pfote ins Gesicht schlagen oder liebevolle Hunde, die völlig durchdrehen, wenn sie sich auf die nächste Fahrt mit dem Auto freuen können – irgendwie wird wahrscheinlich jeder Tierbesitzer hier sein eigenes Haustier ein bisschen wiedererkennen können. Lustig wird „Pets 2“ aber vor allem deshalb, weil die Mimik der animierten Tiere oftmals ein wenig überdreht erscheint – was die Haustiere umso sympathischer macht.

    Komik durch Mimik
    Der erste Lacher ist schließlich selbst dann nicht weit, wenn wir zum ersten Mal das breite schräge Lächeln von Fellknäuel Duke sehen, wie er sich liebenswert-übertrieben über so manches banale Ereignis freut. Die Tiere in „Pets 2“ haben es dabei eigentlich gar nicht nötig, tatsächlich irgendetwas zu tun: Der Gesichtsausdruck allein reicht im Grunde schon aus, um das Publikum zum Lachen zu bringen. Und diese durchgehend funktionierende und wie am Fließband vorhandene Situationskomik ist auch das Geheimrezept des Animationsfilms. Ihm gelingt es, sogar die einfachsten Emotionen so amüsant einzufangen, dass hier jede Generation vor dem Bildschirm zu lachen beginnt. Und obendrein handelt es sich durch seine vergleichsweise kurze Laufzeit auch noch um den perfekten Familienfilm: Denn während selbst Erwachsene sich gut unterhalten fühlen, verlieren auch die jüngsten Zuschauer nicht die Geduld.

    Pädagogik auch für Erwachsene
    Dazwischen gibt es inhaltlich natürlich – wie sollte es bei einem für Kinder geeigneten Film anders sein – ein paar pädagogische Werte und ein kleines Aufspringen auf den aktuellen Tierschutz-Zeitgeist. Im Kern der Geschichte geht es schließlich nicht nur um Freundschaft, sondern vor allem auch um das Überwinden der eigenen Angst. Hier steht der Terrier Max von Beginn an im Mittelpunkt und muss lernen, als überbesorgter Beschützer bzw Helikopter-Hund auch einmal loszulassen und seine eigene Angst vor praktisch jeder Gefahr in der Welt zu überwinden. Wobei man sich an dieser Stelle natürlich die Frage stellen darf, ob es sich dabei tatsächlich um pädagogische Wertevermittlung für Kinder handelt, oder sich der Film doch mehr an das erwachsene Publikum richtet, das sich oftmals nicht traut, die eigenen Kinder in die Welt loszulassen. Auch hier ein hervorragender Spagat: Mit dieser Story ist „Pets 2“ einerseits witzig für Kinder, bietet andererseits aber auch eine gute Projektion für die erwachsenen Zuschauer, die sich mitunter in den Hunden wiedererkennen können. Fraglich ist nur, ob die dabei eingebaute Anti-Zirkus-Agenda des Films tatsächlich notwendig gewesen wäre.

    Fazit:
    Durch hervorragende Situationskomik am Fließband und reichlich Reflektionsmöglichkeiten für Erwachsene ist „Pets 2“ der perfekte Familienfilm geworden, der generationenübergreifend alle Zuschauer begeistern kann.

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