Paranormal Activity - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Paranormal Activity

    Paranormal Activity


    Land/Jahr:
    USA 2007
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Oren Peli
    Darsteller:
    Katie Featherston
    Micah Sloat
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    84 Minuten
    Kaufstart:
    30. April 2010
    Label:
    Senator

    Das junge Paar Katie und Micah hat eigentlich alles, was sie sich wünschen können. Sie sind gerade in ein neues Haus eingezogen, haben einen riesigen Fernseher im Wohnzimmer stehen und verdienen nicht gerade wenig Geld. Lediglich eine Sache macht ihnen gewaltig zu schaffen: Katie leidet unter Angstzuständen, da sie fast jede Nacht unheimliche Geräusche wahrnimmt und sogar schon Geistererscheinungen beobachten konnte. Um dem Spuk endlich auf die Schliche zu kommen, besorgt Micah sich professionelles Kameraequipment, um die nächtlichen Geschehnisse aufzuzeichnen. Doch dabei werden sie schreckliche Dinge erleben…

    Kritik:
    Es gab in der Vergangenheit sicherlich bereits viele Filme, die im Handkamera-Stil gedreht wurden, manche davon waren erfolgreich, andere weniger. Spätestens jedoch seit den Erfolgen von „Blair Witch Project“ und „Cloverfield“ hat sich dieser Produktionsstil etabliert und wurde meist mit einer fiktionalen Dokumentation vermischt. Auch „Paranormal Activity“ entschied sich für diesen Weg und zeigt uns die mysteriösen Geschehnisse im Schlafzimmer eines Paares, welche sie mittels Kamera selbst aufzeichneten.

    Beginn im Amateur-Stil
    Zunächst könnte der Beginn des Films einige Zuschauer abschrecken, da die Kameraaufnahmen absichtlich wenig professionell wirken. So bekommen wir in den ersten Minuten erst einmal den Eindruck, bei den beiden Darstellern handele es sich um Amateure, die lediglich ihr eigens Leben filmen. Ihr normaler Tagesablauf im Wohnzimmer scheint für den Zuschauer zunächst recht langweilig und uninteressant. Ganz zu schweigen davon, dass Katie bei ihren Berichten von Geistererscheinungen eher lächerlich und unglaubwürdig wirkt. In etwa so, als würde uns ein Nachbar erzählen, es würde im Haus spuken…

    Klassischer Spuk
    Dann jedoch ändert sich so einiges. Micah zieht es in der Nacht vor, die Kamera auf einem Stativ im Schlafzimmer zu platzieren, sodass der verwackelte Look bereits verschwindet und wir uns voll auf die Geschehnisse konzentrieren können. Bei diesen geht „Paranormal Activity“ recht klassisch vor. Alles beginnt mit recht banalen Gruseleien, bestehend aus Poltern auf der Treppe, oder Türen, die sich von selbst bewegen. Was uns also zunächst nicht sonderlich schocken kann, beeindruckt dann im späteren Verlauf spätestens dann, wenn der Geist immer mehr Gestalt annimmt und selbst dem Zuschauer viel Angst einjagen kann. Um dies zu erreichen, setzt „Paranormal Activity“ auf einen äußerst langsamen Spannungsaufbau. Die Kamera bleibt unbewegt an der selben Stelle stehen und wir wissen, dass irgendetwas passieren wird – und erst dann geschieht plötzlich das Unerwartete: Spontane Angst einflößende Dinge passieren und lassen den Zuschauer zusammenzucken. Von der anfänglichen Langeweile schafft es der Film dann, die Spannung bis auf ein Maximum zu steigern, sodass mancher Zuschauer mit schwachen Nerven beginnen könnte, selbst Angst vor der Dunkelheit zu haben. Nur wenige Filme schaffen es, eine solche Wirkung zu entfalten.

    Fazit:
    Beängstigender Horrorstreifen im Handkamera-Stil, der seine Spannung langsam an die Spitze treibt und damit eine extrem gruselige Wirkung entfaltet.