Orange is the new black – Staffel 6 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Orange is the new black – Staffel 6

    Orange is the new black – Staffel 6


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Drama
    Regie:
    Diverse
    Darsteller:
    Taylor Schilling
    Kate Mulgrew
    Laure Prepon
    Natasha Lyonne
    Uzo Aduba
    Danielle Brooks
    Taryn Manning
    Yael Stone
    Dascha Polanco
    Selenis Leyva
    Nick Sandow
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    774 Minuten
    Kaufstart:
    Netflix:
    27. Juli 2018
    Label:
    Netflix

    Im Frauengefängnis von Litchfield geht es drunter und drüber, seitdem die Häftlinge zuletzt ganz schön ausgerastet sind. Nach dem Gefängnisaufstand wurden die Insassen schließlich in einen neuen Bereich der Haftanstalt verlegt, in verschiedene Blocks aufgeteilt und bekommen es zudem sowohl mit alten, als auch neuen Wärtern zu tun. Und die sind alles andere als freundlich gesinnt: Mit ihren ziemlich rauen Umgangsformen und einer grundsätzlichen Gewaltbereitschaft, schrecken sie auch nicht davor zurück, Wetten auf das schlechte Verhalten der Häftlinge abzuschließen. Und je mehr brutale Zwischenfälle es gibt, desto höher die Punktzahl für den jeweiligen Wärter. Dumm nur, dass das unterdessen längst nicht das einzige Problem ist, denn angestiftet durch die Wärter entwickelt sich zunehmend eine Gangrivalität und ausgerechnet eine unschuldige Insassin wird für den Mord an einem Wärter während des Aufstands angeklagt, weil die Behörden nach einem Sündenbock verlangen…

    Kritik:
    So mancher beginnt gerade erst mit der sechsten Staffel der Gefängnisserie „Orange is the new black“, da kündigt Netflix auch schon das Ende der Serie nach Staffel 7 an. Doch kein Wunder, scheiterte so manche Staffel doch an den sich wiederholenden Geschichten und einer etwas überladenen Besetzung.

    Die etwas überladene Soap
    Ungewöhnlich war es für die Serie schließlich schon immer, mit einem derartig großen Cast aufzuwarten. Immerhin warten hier gefühlt rund zwanzig Charaktere mit jeweils ganz eigenen Geschichten und Problemen auf den Zuschauer, die uns abwechselnd ihre jüngsten Erlebnisse näher bringen möchten. Obwohl es zwar zumindest für langjährige Fans nach sechs Staffeln kein allzu großes Problem darstellen dürfte, die Figuren allesamt wiederzuerkennen, entwickelt „Orange is the new black“ damit zunehmend ein Problem: So manche Figur entwickelt sich immer mehr zu einem belanglosen und irrelevanten Nebencharakter, bekommt aber trotzdem genauso viel Screentime, wie die wirklich wichtigen Rollen. Und so kommt es, dass sich der Zuschauer mehr als einmal durch völlig unwichtige Dialoge quälen muss und manche Figuren letztendlich nur noch nerven. Weniger ist eben manchmal doch mehr.

    Neue spannende Machtspiele
    Trotzdem muss man nach der eher schwachen fünften Staffel, die sich komplett auf einen Aufstand der Häftlinge konzentrierte und dabei wichtige Themen wie Feminismus und Rassismus mit dem Holzhammer einfügte, dann doch eingestehen, dass es immerhin wieder bergauf geht. Vor allem der Prozess um eine Insassin, die unschuldig des Mordes angeklagt wird und vor allem durch die Intrigen und Korruption der Gefängnisangestellten in eine schwierige Situation gerät, entwickelt schnell große Stärken und knüpft an großartige Stories an, wie wir sie aus der ersten Staffel kennen. Dasselbe gilt für die allgemeine Wärtersituation aus Wetten, Gewalt, Inkompetenz und purer Böswilligkeit gegenüber den Häftlingen. Nach ähnlichen Vorkommnissen in den ersten Staffeln kann „Orange is the new black“ an dieser Stelle zwar nicht mehr so enorm punkten, behält aber immerhin ihren Reiz.

    Ein verpasstes Ende
    Insgesamt wird aber jeder Fan auch erkennen, dass sich „Orange is the new black“ spätestens nach dem neuen Anstrich der Serie in Staffel 6 doch deutlich von ihren Anfangszeiten unterscheidet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die einstige Hauptfigur Piper Chapman inzwischen auch nur noch eine unter vielen Insassen ist, die lediglich die gewöhnliche Screentime erhält. Und das ist umso mehr schade, wird diese ursprüngliche Hauptfigur vor allem zum Ende der Staffel zunehmend in den Mittelpunkt gerückt und bekommt eine immer wichtigere Rolle. So wichtig, dass die Serie den Absprung eigentlich verpasst und es sich womöglich gar als schlechte Idee herausstellt, die Serie um eine siebte Staffel fortzusetzen. Denn mit diesem Abschluss hätte „Orange is the new black“ die perfekte Gelegenheit gehabt, die Serie zufriedenstellend für alle Fans abzuschließen und dabei in Gänze vollständig zu wirken. Da kann man nur hoffen, dass die Serie durch eine weitere Fortsetzung nun kein schlechteres Ende erhält, wie es so manch anderer Serie bereits ergangen ist.

    Fazit:
    An die Qualitäten der ersten beiden Staffeln kommt die beliebte Gefängnisserie „Orange is the new black“ nun zwar nicht mehr heran, doch ihren Tiefpunkt in der vorherigen Staffel hat die Serie inzwischen gekonnt überwunden. Neue Intrigen und Machtspiele halten den Zuschauer auch dieses Mal wieder lange Zeit am Ball. Trotzdem wirkt so manche Nebengeschichte inzwischen etwas auserzählt.

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