NCIS Season 10 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    NCIS Season 10

    NCIS Season 10


    Land/Jahr:
    USA 2012
    Genre:
    Krimi / Serie
    Regie:
    Diverse
    Darsteller:
    Mark Harmon
    Michael Weatherly
    Cote de Pablo
    Sean Murray
    Rocky Carroll
    Brian Dietzen
    David McCallum
    Pauly Paurette
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    985 Minuten
    Kaufstart:
    3. Januar 2014
    Label:
    Paramount
    Home Entertainment


    Nachdem das Hauptquartier des Navy CIS durch einen Bombenanschlag schwer beschädigt wurde, steht das Team gänzlich auf den Kopf. Mit allen Mitteln müssen sie den Täter ausfindig und in kürzester Zeit unschädlich machen, damit dieser nicht noch weiteren Schaden anrichten kann. Das Team der NCIS hat es damit nicht gerade einfach, ihrer gewohnten Tätigkeit nachzukommen, zumal zahlreiche weitere Verbrechen auf ihrem Schreibtisch warten. Neben Leichen vor der eigenen Haustür, über traumatisierte Kriegsheimkehrer, bis hin zu einigen Auseinandersetzungen mit dem Mossad haben sie zahlreiche schwierige Fälle zu lösen. Dass das auch ernste Folgen für das Privatleben der Agenten und ihre Vorgesetzten haben wird, macht die Sache keineswegs leichter…

    Kritik:
    Betrachtet man die Ziffer auf der aktuellen Staffel der erfolgreichen amerikanischen Krimiserie, so scheint es in den letzten Jahrzehnten kaum ein gewinnbringenderes Franchise im deutschen und amerikanischen Fernsehen zu geben. Bereits seit zehn Jahren werden wir jährlich mit vierundzwanzig neuen Folgen beglückt, in dessen Zeit sich so einiges geändert hat. Kurz bevor der deutsche Privatsender Sat.1 nun mit der nunmehr elften Staffel als TV-Premiere an den Start geht, können wir nun auch die zehnte Staffel im Heimkino bewundern.

    Alte Gesichter, neue Fälle
    Tatsächlich hat sich in all den Jahren nur relativ wenig verändert. Einige private Veränderungen sind zwar im Laufe der Staffeln bei den Figuren eingetroffen, doch in viele der alleinstehend funktionierenden Episoden werden wir davon eher wenig zu sehen bekommen. Das liegt auch daran, dass sich an der Hauptbesetzung praktisch nichts geändert hat und wohl noch heute zahlreiche Zuschauer vor allem wegen der hübschen, ausgefallenen Abby zum Fan der Serie wurden. Mit großer Charakterstärke kann sie gemeinsam an der Seite ihres Vorgesetzten Gibbs für interessante Folgen und einen tollen Einblick in das Privatleben der Agenten sorgen, während wir sie nach wie vor einfach nur lieben können. Den Zuschauern wird es damit wohl leicht fallen, sich auch an die neueste Staffel zu gewöhnen, denn die wiedererkennbaren Figuren sind allesamt bestens bekannt, wenngleich Agent Dinozzo und seine Kollegin Ziva David bis auf einige wenige Folgen nun – vor allem in der ersten Half Season – nicht gerade viel Privates von sich geben möchten und sich lieber auf die üblichen „witzigen“ Mobbing-Attacken auf ihre Kollegen konzentrieren.

    Schwerwiegende Ereignisse
    Dennoch schafft es Staffel 10 das Niveau der vorherigen Staffeln problemlos zu halten, denn die Folgen sind insgesamt, bis auf wenige Ausnahmen, allesamt qualitativ und spannend. Dafür sorgen die jeweiligen aufregenden Grundstories, die stets eigene abgeschlossene Handlungsstränge liefern. Wenn sich die Agenten also darum kümmern müssen, Mordfälle aufzudecken oder Betrugsserien nachzukommen, ist und bleibt das auf lange Sicht spannend. Insbesondere die Doppelfolgen können sich qualitativ noch einmal absetzen, sodass die „Trauma“-Episode mit zu den besten Episoden gehört, wenn wir an Charaktertiefe und Storydetails denken. Hier liegt leider nämlich bei vielen Einzelepisoden auch das große Problem, scheinen die nämlich für den Inhalt oftmals viel zu kurz. Reichlich Details werden in manchen Folgen in deutlich zu kurze Folgen gequetscht und Hinweise, sowie Indizien regelrecht an der Nase herbei gezogen. Beinahe klischeehaft erhält so der passende Ermittler im richtigen Moment einen entsprechenden Hinweis – doch nachvollziehbar ist das für den Zuschauer oft nicht.

    Schwächen im Detail
    Ein weiteres Problem und damit die große Schwäche der Serie liegen darin, dass sich die Autoren der jeweiligen Episoden nicht immer viel Mühe geben. Da werden hin und wieder wichtige Details völlig unter den Teppich gekehrt und manche Auffälligkeiten einfach im Raum stehen gelassen. Kommt es beispielsweise in einer Episode zu einem Hubschrauberabsturz und lügen die Überlebenden bereits zu Beginn der Folge mehrfach, wird die Schuldzuweisung an eine zusätzliche Person plötzlich als „gelösten Fall“ einfach stehen gelassen, ohne die Befragung und Ermittlung in dieser Hinsicht fortzusetzen. In einer anderen Episode kommt es dann bei der Jagd auf „Cyber-Terroristen“ zur Ortung einer IP, die sich eigentlich nur im eigenen privaten Netzwerk befinden kann. Das mögen kleine Details sein, die einem technisch ahnungslosen Zuschauer sicherlich nicht auffallen, aber auf mangelnde Mühe und Fehler in der Storyausarbeitung hindeuten. Gerade deshalb kommt es auch, dass die Qualität der Episoden gelegentlich schwanken kann, sodass diverse hochwertige Folgen problemlos die volle Punktzahl erreichen können, während andere qualitativ eher enttäuschen. Im Ergebnis ergibt das eine solide, spannende Krimiserie, die grundsätzlich qualitativ und genussvoll anzusehen ist, aber mehr auf ihre Details achten sollte.

    Fazit:
    Mit neuen spannenden Fällen und emotionalen Ereignissen im privaten Bereich, schaffen es die wiedererkennbaren Charaktere rund um Gibbs und Abby erneut, den Zuschauer vor den Bildschirm zu fesseln. Leider liegen die Schwächen und Drehbuch-Lücken oftmals im Detail und enttäuschen in mancher Episode den besonders mitdenkenden Fan. Das macht die Staffel zwar keineswegs schlecht, lässt aber deutlich Luft nach oben.