Men in Black: International - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Men in Black: International

    Men in Black: International


    Land/Jahr:
    USA 2019
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    F. Gary Gray
    Darsteller:
    Tessa Thompson
    Chris Hemsworth
    Liam Neeson
    Emma Thompson
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    115 Minuten
    Kaufstart:
    24. Oktober 2019
    Label:
    Sony Pictures

    Als die junge Molly im Kindesalter zum ersten Mal auf die „Men in Black“ stieß und dabei einem niedlichen Außerirdischen begegnete, hatte sie ziemlich viel Glück: Den Agenten gelang es zwar, ihren Eltern das Gedächtnis zu rauben, doch Molly wird sich für den Rest ihres Lebens an diese beeindruckende Begegnung erinnern. Heute, etwa 20 Jahre später, setzt sie deshalb alles daran, die mysteriöse Geheimorganisation der „Men in Black“ ausfindig zu machen. Doch erst einmal in ihre Reihen aufgenommen, bekommt sie es gemeinsam mit Agent H mit einer gefährlichen außerirdischen Bedrohung zu tun, die in der Lage ist, ihre Form nach Belieben anzupassen. Und als wäre das noch nicht genug, scheint sich auch noch ein Maulwurf inmitten des MIB zu befinden…

    Kritik:
    Als die „Men in Black“, die Alien-Jäger in den schicken schwarzen Anzügen, im Jahre 1997 zum ersten Mal über die Leinwand flimmerten, handelt es sich bei dem spaßigen Science-Fiction-Film um einen echten Überraschungs-Hit. Heute, mehr als zwanzig Jahre später, haben wir nicht nur zwei direkte Nachfolger hinter uns, sondern treten mit „Men in Black: International“ auch erstmals in eine neue Ära. Denn auf die Hauptbesetzung müssen wir dieses Mal verzichten.

    In den Fußstapfen von Will Smith
    Das allein sorgte bei Fans der Reihe natürlich sofort für ziemlich große Skepsis: Ein „Men in Black“-Film ohne die beiden legendären Helden Will Smith und Tommy Lee Jones – kann das wirklich funktionieren? Und dann auch noch passend zum heutigen Zeitgeist verweiblicht und mit einer weiblichen Hauptfigur besetzt? Tessa Thompson hinderten diese Vorurteile jedoch nicht, es trotzdem zu versuchen und in die riesigen Fußstapfen von Will Smith zu schlüpfen. Erstaunlich ist, dass das – obwohl die Anforderungen ziemlich hoch gewesen sind – ziemlich gut funktioniert. Mit der kleinen Vorgeschichte aus ihrer Kindheit, die ihr ein passende Motiv und einen spannenden roten Faden verleiht, klappt die emotionale Bindung zu dieser Figur von der ersten Minute an recht gut. Tessa liefert eine ähnliche Identifikationsfigur ab, wie Will Smith seinerzeit als Agent Jay.

    Aliens machen immer noch Spaß
    Bei der Inszenierung orientiert man sich dann sehr nah am bisherigen Stil: Da werden lockere Sprüche geklopft, geprügelt und mit Laserwaffen geschossen und vor allem die zahlreichen außerirdischen Kreaturen sorgen für die notwendigen Running Gags. Dass das funktioniert, liegt an der Stelle weniger am Zusammenspiel von Tessa Thompson und Chris Hemsworth, als an den vielen mal mehr, mal weniger süßen animierten Außerirdischen, die mit ihrem Kumpeltyp-Humor für Situationskomik sorgen. Doch während Thompson in ihrer Rolle tatsächlich überzeugen kann, macht Chris Hemsworth oftmals (sicherlich durch das Drehbuch bedingt) einen etwas zu tollpatschigen und idiotischen Eindruck. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Agenten funktioniert als Buddy-Movie leider nicht mehr ganz so gut, wie einst zwischen Will Smith und Tommy Lee Jones. Einen gewissen Unterhaltungswert möchte man damit allerdings trotzdem noch nicht absprechen.

    Liam Neeson als Überraschungs-Hit
    Viel besser funktioniert nämlich eine Figur, von der wir dies anfangs so gar nicht erwartet hätten: Actionheld Liam Neeson schlüpft nämlich kurzerhand in die Rolle des MIB-Leiters und liefert den streng-kauzigen alten Mann mit dem Überblick ab. Man könnte also sagen: Ein bisschen erinnert er uns an die damalige Figur von Tommy Lee Jones, der im alten Originalfilm eine ähnliche Sympathiefigur spielen durfte. Beinahe wünscht man sich in diesem Moment, man hätte Tessa Thompson lieber Liam Neeson zur Seite gestellt, um ein harmonierendes Zusammenspiel der Charaktere zu ermöglichen. Immerhin gibt sich „Men in Black: International“ aber größte Mühe, die Geschichte um die neuen Agenten glaubwürdig in den Kanon der bisherigen Filme einzubauen und macht die Leitung durch Liam „High T“ Neeson rund zwanzig Jahre nach den Erlebnissen der Originalhelden nachvollziehbar. Da wird man sich als Fan zumindest nicht über Ungereimtheiten aufregen können – gut so.

    Fazit:
    In die Fußstapfen eines Will Smith und Tommy Lee Jones zu treten, ist für jeden Schauspieler eine große Herausforderung. Tessa Thompson liefert als neue Agentin allerdings eine so große Sympathiefigur ab, dass man ihr auf jeden Fall eine Chance geben sollte. Ein hoher Unterhaltungswert ist dank der spaßigen Außerirdischen zu jedem Zeitpunkt garantiert, auch wenn die Harmonie der beiden Hauptdarsteller als Buddy-Movie nicht immer ganz perfekt funktioniert.

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