Kick-Ass 2 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Kick-Ass 2

    Kick-Ass 2


    Land/Jahr:
    USA 2013
    Genre:
    Action
    Regie:
    Jeff Wadlow
    Darsteller:
    Aaron Johnson
    Christopher Mintz-Plasse
    Chloë Grace Moretz
    Jim Carrey
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    103 Minuten
    Kaufstart:
    19. Dezember 2013
    Label:
    Universal Pictures



    Erst vor wenigen Jahren war der vermeintlich furchtlose Superheld Kick-Ass in der ganzen Stadt berühmt, nachdem er dem Erzfeind Red Mist ein für alle mal das Fürchten gelehrt hat. Doch seitdem ist viel Zeit vergangen und alle Superhelden gehen wieder ihrem gewöhnlichen Alltag als ganz normaler Mensch nach. Für ihn heißt das, dass er tagtäglich die gleiche High School besucht, in der er auch die süße kleine Mindy alias Hit Girl antrifft. Die hat nach dem Tod ihres Vaters schließlich ebenso dem Superhelden-Leben abgeschworen und drückt seitdem gelangweilt die Schulbank. Für Kick-Ass steht fest: Sein Leben kann das nicht wirklich erfüllen und es braucht endlich eine neue Herausforderung. Erst einmal das Kostüm wieder angezogen, fühlt er sich fortan stark und versucht die Stadt zu einem besseren Ort zu machen. Leider hat Hit Girl eher wenig Interesse daran, sich ihm anzuschließen, was ihn dazu bringt, sich einer gänzlich anderen Gruppe von Amateursuperhelden anzuschließen. Dumm nur, dass das spontan Red Mist wieder auf den Plan ruft, der noch eine alte Rechnung mit ihm offen hat und daher eine Bande aus Schwerstverbrechern anheuert, um Kick-Ass ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Da kann natürlich auch Hit Girl nicht mehr lange zusehen…

    Kritik:
    Als vor über drei Jahren plötzlich der erste Teil in die deutschen Kinos kam, konnte noch keiner ahnen, mit welcher Wucht dieser Film in die Charts einschlagen würde. „Kick-Ass“ gilt bis heute als einer der besten Superhelden-Filme und war ein echter Überraschungshit, denn Nerds und Cosplayer verwandelten sich plötzlich in knallharte Helden – und brachten den Zuschauer mit einer ausgesprochen hohen Brutalität zum Staunen. Zeit für einen zweiten Teil.

    Schlagkräftige Jugendliche
    Am Grundkonzept des Filmes hat sich dabei zunächst nichts geändert. Nach ersten positiven Erfahrungen als Superheld und diversem Training schlüpfen die üblichen eher trotteligen Nerds in ihre Kostüme und wollen einmal mehr die Welt vor den Bösewichten retten. Fest steht: Auch dieses Mal handelt es sich um ganz normale Jugendliche von nebenan, die einfach ihrem Schulalltag nachgehen und eigentlich gar keine echten Superkräfte haben. Da ist also auch selbst der berühmteste Held plötzlich angreifbar und verletzbar, denn gegen eine Horde von Schwerverbrechern kann es niemand allein aufnehmen – auch kein Kick-Ass und seine Kollegen. Durch die Gründung eines Teams jedoch kommen endlich ganz viele neue spannende Charaktere ins Spiel, sodass die Gruppe „Justice Forever“ beinahe zum Kult neben „Guardians of the Galaxy“ werden könnte. Direkte Anspielungen sind dabei kaum zu übersehen. Doch letztendlich wird der zweite Teil größtenteils von der süßen Hit Girl getragen, die als einzige wirklich beeindruckende Actionmoves auf Lager hat und gerade wegen ihres geringen Alters in der Rolle überaus erstaunt. Das garantiert also einmal mehr ein wirklich durchgeknalltes Fun Movie mit etlichen Gags und hohem Unterhaltungswert. Fans des ersten Teils werden auch diesen Film definitiv lieben.

    Superheld oder Schläger
    Dennoch bringt „Kick-Ass 2“ auch ungewollt einigen Diskussionsstoff in den Film ein. Nach einiger offenen Kritik gegen Homophobie und Rassismus, springt der Streifen nämlich nur allzu gern auf die populistischen Gewaltphantasien der Menschen ein. Aus vermeintlichen Superhelden wird damit plötzlich eine Schlägertruppe, die sich auf brutalste Weise der Selbstjustiz bemüht. Das allerdings bleibt völlig kritiklos und wird von diesem Fun-Actionmovie ohne weiteres als echte Heldentat im Kampf für die Gerechtigkeit hingestellt. Doch wenn Kampfhunde einem vermeintlichen Pädophilen ohne Hinterfragung den Penis abbeißt, ist das zwar spaßig provokant, bedient aber zugleich auch nur zu gerne die Phantasien diverser Mitläufer und Rechtsradikale – zumindest aus deutscher Perspektive. Damit sollte man sich beim Kauf dieses Films möglichst ein wenig anfreunden können, oder aber in der Lage sein, den Film lediglich als Unterhaltungsfilm betrachten, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt. Mehr Anspruch stellt „Kick-Ass 2“ jedenfalls an sich selbst nicht und unter dieser Betrachtungsweise kann der zweite Teil fast genauso gut unterhalten, wie sein Vorgänger. Doch nur fast…

    Fazit:
    Durchgeknalltes Fun-Actionmovie mit der süßesten kleinen Superheldin, die die Welt seit dem ersten Teil je gesehen hat. „Kick-Ass 2“ macht fast genauso viel Spaß wie sein Vorgänger.