Final Score - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Final Score

    Final Score


    Land/Jahr:
    GB 2018
    Genre:
    Action
    Regie:
    Scott Mann
    Darsteller:
    Dave Bautista
    Ray Stevenson
    Pierce Brosnan
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    105 Minuten
    Kaufstart:
    22. Mai 2019
    Label:
    New KSM

    Eigentlich wollte der ehemalige Kriegsveteran Michael Knox nur der Tochter seines im Einsatz verstorbenen besten Freundes eine Freude machen, als sie gemeinsam zu einem Spiel von West Ham United gingen. Das Spiel gegen den Erzrivalen gilt als besonders emotional, die Stimmung im Stadion steigt und die Ultras verwandeln die Tribüne längst in ein Schlachtfeld der Pyrotechnik. Mittendrin: der russische Rebellenführer Arkady, der fest davon überzeugt ist, im Stadion auch seinen abtrünnigen Bruder Dimitri zu finden, der als größte Hoffnung für die Rebellion gilt. Und der sieht nur eine Möglichkeit, den Bruder ausfindig zu machen: Er muss das Stadion komplett verriegeln, 35.000 Fans als Geisel nehmen und die kompletten Zuschauerränge auf den Kopf stellen. Da hat er die Rechnung allerdings ohne Michael Knox gemacht…

    Kritik:
    Nach seinen Erfolgen in „Guardians of the Galaxy“ und dem ebenso großartigen „Hotel Artemis“ scheint Wrestler Dave Bautista längst in die höhere Liga Hollywoods aufgestiegen zu sein. Zum anspruchsvollen Charakterdarsteller hat er es bisher allerdings noch nicht geschafft, stattdessen scheint ihm eher die Action im Blut zu liegen. Kein Wunder also, dass er in „Final Score“ erneut die Fauste schwingen lässt…

    Hilfe, die Russen kommen!
    Angesichts einer solchen bisherigen Filmografie ist es eigentlich schon schade, wenn sich ein Schauspieler dann doch noch für einen eher niedrig budgetierten B-Actionstreifen hergibt. Man könnte meinen, Dave Bautista verkauft sich für diese Hauptrolle unter Wert – auch wenn selbst Größen wie Pierce Brosnan das Cover schmücken. Was wir hier zu sehen bekommen, ist nämlich ebenfalls nicht die große schauspielerische Offenbarung, in der Bautista etwa endlich eine Charakterrolle ergattern konnte. Eine simpel erzählte Geschichte über verstorbene Soldaten und eine Geiselnahme reichen aus, dann stürzt sich Bautista auch schon in die Schlacht und vermöbelt seine Gegner. Etwas zu klischeehaft wird es da allerdings, wenn diese Gegner ausgerechnet klischeehafte B-Film-Russen sind, die mit ihrem albernen Dialekt vermutlich von so ziemlich jedem Noname-Schauspieler hätten ersetzt werden können.

    Ein austauschbarer Brosnan
    Ganz bitter wird es dann, wenn selbst der einstige James Bond-Darsteller Pierce Brosnan in der Nebenrolle als russischer Abtrünniger prompt ebenfalls in eben diese Kategorie fällt. Brosnan hat hier wahrscheinlich die einfachste Rolle seiner bisherigen Karriere ergattert: Als potentielles Opfer muss er sich eigentlich nur als Geisel nehmen und herumkommandieren lassen. Ganz zu schweigen davon, dass er nicht einmal die Hälfte der Laufzeit zu sehen ist, besteht seine schauspielerische Leistung praktisch ausschließlich aus Reaktionen auf Dave Bautista. Anders ausgedrückt: Pierce Brosnan ist bei „Final Score“ unter dem Strich auch nicht mehr als ein bekannter Name, der das Cover schmückt und die Verkaufszahlen steigen lassen soll. Tatsächlich aber ist seine Figur vollkommen austauschbar, jeder Newcomer hätte diese Rolle ebenso gut ausfüllen können.

    Pure Action
    Was von „Final Score“ am Ende bleibt ist dann immerhin geradlinige und erstaunlich gut funktionierende Action. Dabei lässt der Streifen auch nur wenig Verschnaufpausen und punktet trotz der zahlreichen Klischees mit einer gelungenen Actionchoreographie. Dave Bautista überzeugt hier vor allem in den Nahkampfszenen, von denen reichlich vorhanden sind, mit seiner muskulösen Statur und der durchaus vorhandenen Härte seiner Kämpfe. Actionfans der alten Schule werden an den Messerkämpfen, Verbrennungen und spätestens auch an der Verfolgungsjagd mit dem Motorrad auf dem Stadiondach sicherlich ihre Freude haben. Als eher leichtes Popcorn-Kino mit gewissem Unterhaltungswert – mehr Anspruch hat „Final Score“ an sich selbst eigentlich auch nicht – macht der Streifen jedenfalls über lange Strecken Spaß. Lässt man sich darauf ein, ohne ein Meisterwerk zu erwarten, bekommt der Genrefan einen soliden, aber schnörkellosen Streifen.

    Fazit:
    Trotz der mittlerweile recht großen schauspielerischen Erfahrungen von Dave Bautista macht „Final Score“ inhaltlich leider keine großen Sprünge. Stattdessen bekommen wir geradlinige, grundsolide B-Actionkost voller Klischees, aber ohne Schnickschnack geboten, die Genrefans durchaus unterhalten kann.

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